Robin Siegert feiert den Titelgewinn im Moto4 Northern Cup 2026 nach einem perfekten Rennwochenende in Oschersleben

Robin Siegert ist Moto4 Northern Cup-Champion 2026

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  • Zehn Siege in Folge und der Titel: Robin Siegert mit perfektem Wochenende in Oschersleben
  • Anina Urlaß trotz Problemen am Freitag weiterhin auf Position zwei der Gesamtwertung
  • Thias Wenzel rettet nach Ausfall die Top-3 mit sechstem Rang am Sonntag

Oschersleben. Die vorletzten Runde der Moto4 Northern Cup-Saison 2026 fand an diesem Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben statt und fand mit Robin Siegert einen zehnfachen Sieger in Folge und den neuen Titelträger. Der Tscheche Roman Durdis holte zwei zweite Plätze und der Franzose Swan Emprin und der Tscheche Adam Vyskocil teilten sich den jeweils letzten Platz auf dem Treppchen.

Obwohl er im ersten Rennen nur von Position sechs aus losfuhr, kämpfte Robin Siegert ab der dritten Runde bereits um die Spitze und war ab Rennmitte nicht mehr aufzuhalten. Mit seinem neunten Sieg in Folge sicherte sich der Kiefer Racing-Pilot schon am Samstag frühzeitig den Titel im Moto4 Northern Cup 2026. Im zweiten Rennen lieferte er sich einen harten Kampf gegen die tschechischen Konkurrenten und schnappte sich erst auf der Ziellinie im Foto-Finish mit nur 0,008 Sekunden seinen zehnten Triumph in Folge.

„Jetzt hat es endlich zum Meistertitel gereicht, schon im ersten Rennen“, jubelt der 15-Jährige. „Auf der Strecke war es am Anfang ein bisschen schwierig, wir hatten ein paar Probleme gleich auf Tempo zu kommen. Ich brauchte ein paar Runden, um richtig reinzukommen. Wir konnten uns aber immer gut steigern“, so der Förderpilot des Motorsport Team Germany weiter, bevor er fortfährt: „Im ersten Rennen konnte ich nach Plan sehr gut fahren. Das war eines meiner besten Rennen. Ich habe im richtigen Moment angegriffen und souverän gewonnen. Der Meistertitel und die ganze Show waren wirklich wertvolle Emotionen, unbezahlbar. Im Qualifying zwei konnte ich meine dritte Pole Position dieses Jahr feiern. Dieses Mal war es etwas anderes in der großen Gruppe zu fahren und ich konnte mich am Ende mit etwas Glück behaupten, zehn Erfolge. Wir sind super glücklich. Vielen Dank an alle, die da waren und an mein gesamtes Team!“

Für Anina Urlaß lief das sechste Rennwochenende nicht nach Plan. Trotz gutem Start am Freitag, ging sie aber noch in den Freien Trainings zwei Mal zu Boden und musste am Samstag erst einmal ihr Vertrauen wiedergewinnen. Die 16-Jähige qualifizierte sich zunächst nur auf Platz 17 und schaffte es aber von dort im ersten Rennen bis auf Position neun nach vorne zu fahren. Am Sonntag qualifizierte sie sich für Startplatz zwei, kam im Rennen lediglich auf Platz sieben an, blieb damit aber vor dem großen Finale dennoch zunächst auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung.

„Der Freitag hat gut angefangen. Ich habe mich direkt wohlgefühlt, aber habe es dann einmal ein bisschen übertrieben und dann kamen die Probleme“, reflektiert die vom Motorsport Team Germany geförderte Pilotin. „Im ersten Rennen hatte ich Probleme mit der Bremse und im zweiten Rennen kann ich nicht wirklich sagen, was mir gefehlt hat“, fährt sie fort. Dennoch blickt die Mass Sports Racing by Jrp Motorsport-Fahrerin positiv nach vorn auf das Saisonfinale.

Danny Hinkelmann kam im Qualifying am Samstag nicht über Platz 15 hinaus, konnte im 16 Runden langen Rennen aber bis auf Position sieben nach vorne fahren und damit abermals solide punkten. Am Sonntag verbesserte der 15-jährige Hinkelmann Dh14 Racing-Fahrer sein Qualifying und startete von Platz sieben. Von dort aus fiel er jedoch etwas zurück und kämpfte dann hinter den Top-10, um schließlich auf Position 13 ins Ziel zu fahren. „Beide Rennen waren nicht so, wie wir es uns erhofft hatten durch Probleme und schlechte Starts. Also können wir nur nach vorne blicken“, resümiert Hinkelmann.

Thias Wenzel erlebte ein Wochenende voller Höhen und Tiefen. Der vom Motorsport Team Germany geförderte Pilot schnappte sich am Samstag die erste Pole Position der Saison 2026. Im Rennen kämpfte er lange in der Spitzengruppe um die Podestplätze, wurde in der letzten Runde aber unglücklicherweise von einem Konkurrenten abgeräumt und ging damit zunächst leer aus. „Im ersten Rennen war der Ablauf eigentlich nicht schlecht. Wir hatten gute Überholmanöver, wurden aber leider auf der zweiten Position liegend abgeräumt und konnten das Rennen deshalb nicht beenden“, so der Team Nsa-Pilot. 

Am Sonntag fuhr er 17-Jährige von Position acht aus los und landete am Ende eines soliden Rennens auf Position sechs, womit er seinen dritten Platz in der Gesamtwertung zunächst verteidigen konnte. „Im zweiten Rennen auf der Geraden hatte ich leider keine Chance und musste den Rückstand durch spätes Bremsen und in den Kurven wieder aufholen, um an die Gruppe heranzukommen. Dadurch wurde das Überholen deutlich erschwert. Am Ende kam ich als Sechster über die Ziellinie“, beschrieb er.

Mit Platz zwei in der Qualifikation am Samstag ließ Jason Rudolph zunächst aufhorchen. Der vom Motorsport Team Germany geförderte Pilot fiel aber zur Rennmitte des ersten Laufes bis auf Position 16 zurück, konnte sich von dort aber noch auf den elften Platz und damit fünf Meisterschaftspunkte retten. Der 16-Jährige vom Racingteam Rudolph landete am Sonntag im Qualifying dann auf Position 15 und brachte seine Startposition nach 16 Runden auch ins Ziel. 

„Das erste Rennen lief nicht wie erwartet, da ich technische Probleme am Motorrad hatte, die auch beim Start vorgefallen sind. Deshalb bin ich immer weiter zurückgefallen. Am Ende habe ich etwas durch die Stürze vor mir profitiert und konnte den elften Platz erreichen“, begann er. „Die Probleme traten dann im zweiten Qualifying wieder auf und somit musste ich im zweiten Rennen von Platz 19 starten. Da wir das Problem dann lösen konnten, gelang es mir im zweiten Rennen ein gutes Tempo zu fahren und ich habe mich wieder wohlgefühlt. Leider ging es nicht weiter nach vorne, ich bin aber zufrieden, dass wir das Problem gefunden haben und eine gute Pace fahren konnten. Ein paar Punkte sind gut für die Meisterschaft“, fasst Rudolph weiter zusammen.

Obwohl er sich am Samstag nur für Startplatz 21 qualifizierte fuhr Tudor Dedea ein starkes erstes Rennen und brachte mit Platz zehn sein zweitbestes Ergebnis im Moto4 Northern Cup nach Hause. Am Sonntag qualifizierte er sich für Startplatz 18 und machte in 16 Runden eine Position gut. „Das Erste Rennen lief viel besser als gedacht. Nachdem ich von 21. Platz gestartet bin konnte ich direkt ein paar Plätze in den ersten Runden gut machen. Nach einigen Überholmanövern wurde es am Ende der zehnte Platz“, strahlt der Tudor Racing-Fahrer. „Das zweite Rennen verlief wiederum leider nicht ganz so gut. Meine Startposition war der 16. Platz. Somit fünf Positionen weiter vorne. Nach dem Start war ich auch kurzzeitig auf dem 13. Platz. Doch nach einem gescheiterten Überholmanöver musste ich eine extrem weite Linie über den Rasen nehmen und hab so die ganze Gruppe ein wenig verloren. Aber aufgrund meiner deutlich besseren Pace im Rennen bin ich trotzdem glücklich“, ergänzt der 15-Jährige.

Der Samstag verlief für Smilla Göttlich nicht wunschgemäß. Nachdem sich die vom Motorsport Team Germany geförderte Pilotin für Platz 18 qualifizierte, kam sie zunächst nicht weiter nach vorn und fiel in Runde zehn noch mit technischen Schwierigkeiten aus. Am Sonntag lief es schon im Qualifying für die 15-Jährige deutlich besser. Sie sicherte sich Startplatz zehn und holte mit Platz zwölf im Rennen vier weitere Meisterschaftspunkte. 

„Das erste Rennen war vom Speed her eigentlich ganz ok, leider musste ich es aber vorzeitig beendet durch Probleme mit dem Bremsdruck“, erklärte die Team Freudenberg – Paligo Racing-Fahrerin. „Das zweite Rennen war für uns relativ positiv. Ich konnte die erste Renn-Hälfe gut in der Führungsgruppe mitfahren. Leider haben ich und ein paar andere Fahrer dann ein paar zu viele Überholmanöver gemacht, die zu viel Zeit gekostet haben und dadurch habe ich den Anschluss zur Spitze verloren“, ergänzt sie.

Louis Wolff hatte am Samstag von Startplatz 20 aus Pech und stürzte schon in der vierten Runde. Dafür sammelte der 18-Jährige in seiner Debüt-Saison in der Motorsport Arena Oschersleben am Sonntag weitere Erfahrungen und fuhr das ganze 16 Runden lange Rennen. Mit Platz 19 fuhr der Kiefer Racing-Pilot jedoch ohne Punkte nach Hause.

Obwohl der Titel im Moto4 Northern Cup bereits feststeht, stehen zum Finale noch zahlreiche Entscheidungen aus. Für Anina Urlaß und Thias Wenzel geht es zur siebten und letzten Runde 2026 vom 18. bis 20. September 2026 zusammen mit der British Superbike Championship (BSB) im niederländischen Assen um die Top-3-Platzierungen in der Gesamtwertung.

Foto © David Clares

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