Spielszene zwischen den MLP Academics Heidelberg und den EWE Baskets Oldenburg am 13. September 2026 im SNP dome

Academics halten lange mit, Oldenburg zieht spät davon

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Die MLP Academics Heidelberg haben den Favoriten lange gefordert, am Ende wurde das Ergebnis trotzdem deutlich. In der ersten Runde des BBL-Pokals unterlagen die Heidelberger am Sonntag, 13. September 2026, den EWE Baskets Oldenburg mit 63:82. Vor 2.644 Zuschauern im SNP dome hielt der ProA-Ligist über weite Strecken mit dem Bundesligisten mit und führte im dritten Viertel zwischenzeitlich sogar mit neun Punkten. Im Schlussabschnitt setzte sich dann die größere Physis und Tiefe der Gäste durch.

Nach den Vorbereitungsspielen gegen Reutlingen, Frankfurt und Trier war es für die Mannschaft von Carlo Finetti das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Und gleich eine echte Standortbestimmung.

Oldenburg startet besser in die Partie

Die Gäste erwischten den konzentrierteren Beginn. Heidelberg musste sich zunächst an das höhere Tempo und die deutlich größere Intensität gewöhnen. Vor allem Nate Johnson übernahm bei Oldenburg früh Verantwortung und sorgte dafür, dass die Baskets nach dem ersten Viertel mit 22:16 führten.

Die Academics ließen sich davon allerdings nicht abschütteln. Joschka Ferner traf von außen, Heidelberg arbeitete defensiv aggressiver und bekam zunehmend Zugriff auf die Begegnung.

Im zweiten Viertel drehte sich das Bild.

Heidelberg findet seinen Rhythmus

Paul Zipser traf von draußen zum Ausgleich, Lorenz Brenneke legte nach und brachte Heidelberg erstmals nach vorne. Der SNP dome war jetzt endgültig da.

Oldenburg blieb vor allem unter dem Korb gefährlich und arbeitete sich immer wieder zweite Möglichkeiten heraus. Heidelberg hielt dagegen mit viel Bewegung und einer mutigen Offensive. Zur Pause waren beide Mannschaften praktisch auf Augenhöhe.

35:37.

Ein Klassenunterschied war bis dahin kaum zu erkennen.

Champion bringt den SNP dome zum Kochen

Nach der Halbzeit kam die stärkste Phase der Academics.

Vor allem Frank Champion übernahm. Der US-Amerikaner traf aus der Distanz, setzte sich anschließend auch am Korb durch und brachte Heidelberg immer weiter nach vorne. Mitte des dritten Viertels stand es 51:42 für die Gastgeber.

Neun Punkte Vorsprung gegen einen Bundesligisten.

Der Pokal-Coup war plötzlich mehr als nur eine Hoffnung.

Doch Oldenburg reagierte. Und zwar deutlich.

Johnson dreht das Spiel wieder

Die Baskets erhöhten defensiv den Druck und fanden offensiv immer häufiger Nate Johnson. Der Guard war an diesem Abend kaum zu kontrollieren und beendete die Partie mit 28 Punkten.

Heidelberg verlor nun etwas von seiner Sicherheit. Ballverluste und schwächere Abschlüsse ermöglichten Oldenburg schnelle Angriffe. Aus der Heidelberger Führung wurde innerhalb weniger Minuten wieder ein Rückstand.

Nach drei Vierteln lagen die Gäste mit 60:55 vorne.

Noch war die Partie offen.

Im Schlussviertel setzt sich Oldenburg ab

Die Entscheidung fiel im letzten Abschnitt. Heidelberg fand gegen die nun sehr kompakte Oldenburger Verteidigung immer seltener Lösungen. Gleichzeitig wurde Demajeo Wiggins unter dem Korb zu einem wichtigen Faktor für die Gäste.

Oldenburg gewann das vierte Viertel mit 22:8 und machte aus einer lange engen Begegnung am Ende einen klaren 82:63-Erfolg.

Die Zahlen zeigen, wo der Unterschied besonders groß wurde: Oldenburg gewann das Reboundduell mit 38:27, holte zwölf Offensivrebounds und kam dadurch immer wieder zu zweiten Chancen. Heidelberg traf insgesamt 42 Prozent seiner Würfe aus dem Feld, Oldenburg 46 Prozent.

Champion und Harris überzeugen

Trotz des Ausscheidens gab es auf Heidelberger Seite einige positive Ansätze.

Frank Champion wurde mit 17 Punkten Topscorer der Academics und sammelte zusätzlich sechs Rebounds. Chuck Harris erzielte 15 Punkte und verteilte fünf Assists. Nick Muszynski kam auf zehn Zähler.

Bei Oldenburg war Johnson mit seinen 28 Punkten der überragende Akteur. Jeremy Roach erzielte 15 Punkte, Nicholas Tischler 14 und Wiggins verbuchte mit 13 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double.

Für Heidelberg ist der Pokal damit bereits nach der ersten Runde beendet. Die Leistung über gut zweieinhalb Viertel zeigte allerdings, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Entscheidend wird nun sein, diese Phasen über 40 Minuten zu stabilisieren.

Bevor am 26. September bei den Tigers Tübingen die ProA-Saison beginnt, steht am 20. September noch ein letzter Test bei den Kirchheim Knights an.

Spieldaten

MLP Academics Heidelberg – EWE Baskets Oldenburg 63:82

Viertel:
16:22
19:15
20:23
8:22

Halbzeit:
35:37

Beste Werfer MLP Academics Heidelberg:
Frank Champion 17
Chuck Harris 15
Nick Muszynski 10
Chris Rahming 6
Joschka Ferner 5

Beste Werfer EWE Baskets Oldenburg:
Nate Johnson 28
Jeremy Roach 15
Nicholas Tischler 14
Demajeo Wiggins 13

Schiedsrichter:
Moritz Krüper
Martin Matip
Jens Rupprecht

Zuschauer:
2.644

Spielort:
SNP dome, Heidelberg

Foto © by Adler/PIX-Sportfotos

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