Die Menge feiert ausgelassen vor der großen Bühne beim Christmas Bash 2018 im Eventzentrum in Geiselwind.

Rocking Night, Holy Night: Der Christmas Bash 2018 heizt Geiselwind mächtig ein

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Wenn draußen Väterchen Frost unsere Lande fest im Griff hat, die Städte schwer nach Zimt, Lebkuchen und heißem Glühwein duften und sich eigentlich alle Welt besinnlich auf das Fest der Feste vorbereitet, geschieht in einem ganz bestimmten Winkel Süddeutschlands etwas völlig Konträres. Dort wird die Kälte nicht mit Kerzenschein, sondern mit harten Riffs aus den Gliedern getrieben. Die Rede ist vom Christmas Bash in Geiselwind, der sich seit Jahren als die ultimative metallische Weihnachtsfeier im Veranstaltungskalender etabliert hat.

Vom 7. bis zum 8. Dezember 2018 hieß es beim legendären Autohof Strohofer wieder unmissverständlich: „Heavy Metal is the law!“ Zahlreiche Fans aus allen Ecken des Landes – und so mancher Weitgereiste – hatten sich im Eventzentrum eingefunden, um gemeinsam mit ihren Helden das Live-Jahr gebührend zu verabschieden. Für viele der auftretenden Bands markierte das Festival den letzten großen Ritt des Jahres, ehe es in die wohlverdiente Winterpause ging. Und genau das spürte man: Hier wurde noch einmal alles in die Waagschale geworfen.

Freitag: Melodischer Bombast und mitreißende Party-Vibes

Das Line-up bot an beiden Tagen eine bunte, hochkarätige Mischung, die kaum Wünsche offen ließ. Der Freitag startete direkt mit einer starken Schlagseite aus melodischen Klängen, epischen Hymnen und waschechter Party-Stimmung.

  • Skálmöld eröffneten den Reigen mit ihrem wuchtigen Viking-Folk-Metal und brachten die ersten Reihen sofort auf Betriebstemperatur.
  • Sinner lieferten zeitlosen deutschen Hard Rock ab, gefolgt von den Metal-Urgesteinen von Rage, die live immer eine sichere Bank sind.
  • Mit Gloryhammer und Alestorm tobte anschließend der reinste Fantasy- und Piraten-Wahnsinn durch die Halle – Mitsing-Chöre und feiernde Armadas inklusive.
  • Die dänischen Rock-Schwergewichte D-A-D zeigten einmal mehr ihre enorme Live-Präsenz, ehe die finnischen Melodic-Death-Metaler von Children Of Bodom den ersten Festivaltag mit eiskalter, technischer Brillianz und drückenden Riffs beschlossen.

Samstag: Die volle Härte der Headbangers Ball Tour

Wer es am ersten Tag noch relativ melodisch mochte, musste sich am Samstag auf ein deutlich raueres Klima einstellen. Stilistisch fiel der zweite Tag spürbar härter aus, was vor allem daran lag, dass man die traditionsreiche „Headbangers Ball Tour“ nahtlos in das Programm integriert hatte.

Hier regierten die rohen Kräfte des Thrash Metals und des traditionellen Stahls:

  • Devilizer und Hartmann setzten die ersten Ausrufezeichen des Tages.
  • Brainstorm lieferten gewohnt druckvollen Power Metal ab, bevor mit den Suicidal AngelsDeath Angel und den deutschen Thrash-Legenden von Sodom pure Zerstörung auf dem Zettel stand. Letztere lieferten sich mit den US-Thrashern von Exodus einen unerbittlichen Schlagabtausch, der im Pit keinen Knochen trocken ließ.
  • Den krönenden Abschluss des gesamten Wochenendes bildeten schließlich Saxon. Die britischen Heavy-Metal-Pioniere bewiesen einmal mehr, dass sie auch nach Jahrzehnten im Geschäft absolut unangetastet auf der Bühne stehen und spielend leicht die Massen mitreißen.

Egal zu welcher Stunde die Bands auf die Bühne traten – das Energielevel blieb durchgehend bei satten 100 Prozent.

Rundum versorgt: Vom veganen Imbiss bis zum Autohof-Klassiker

Nicht nur musikalisch, auch logistisch ließ der Christmas Bash keine Wünsche offen. Wer nach all dem Headbanging und Pogo-Tanzen eine Stärkung brauchte, wurde direkt im Veranstaltungsgelände fündig: Das Gastro-Angebot in der Halle hielt selbst für Veganer passende Optionen bereit. Wer es lieber klassisch mochte, konnte sich auf dem weitläufigen Areal des Autohofs Strohofer an den bekannten Fast-Food-Ketten bedienen oder im hauseigenen Restaurant der Familie Strohofer Platz nehmen.

So wurden Ohren, Augen, der Magen und die metallische Seele an diesen zwei Dezembertagen rundum bestens versorgt. Das Fazit der feiernden Menge war dementsprechend einhellig: Gut so, bitte nächstes Jahr wieder!

Text & Foto © by Jan Heesch

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