Slash bei seinem Konzert mit Myles Kennedy and The Conspirators am 8. April 2024 in der Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf

Slash und Mammoth WVH rocken die Mitsubishi Electric Halle

Beitrag teilen

Zwei Generationen amerikanischer Rockmusik, markante Gitarrenriffs und ein Abend voller musikalischer Energie: Am Montag, 8. April 2024, gastierten Slash featuring Myles Kennedy and The Conspirators in der Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf. Als Support stand Mammoth WVH mit Frontmann Wolfgang Van Halen auf der Bühne.

Während Mammoth WVH mit modernem Hard Rock und melodischen Songs überzeugten, setzte der Headliner auf klassische Rockelemente, ausgedehnte Gitarrensoli und die unverwechselbare Stimme von Myles Kennedy. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich Slash, dessen Gitarrenspiel seit Jahrzehnten zu den bekanntesten der internationalen Rockszene gehört.

Mammoth WVH eröffnen den Abend in Düsseldorf

Den Auftakt übernahmen Mammoth WVH, das Rockprojekt von Wolfgang Van Halen. Der Musiker ist der Sohn des 2020 verstorbenen Gitarristen Eddie Van Halen, hat sich mit seiner eigenen Musik jedoch längst eine eigenständige Position innerhalb der Rockszene erarbeitet.

Bereits mit seinem Debütalbum machte Wolfgang Van Halen deutlich, dass er musikalisch nicht ausschließlich an das Erbe seines Vaters anknüpfen möchte.

Sein Sound verbindet modernen Hard Rock mit eingängigen Melodien, kraftvollen Gitarren und mehrstimmigen Gesangspassagen.

In der Mitsubishi Electric Halle präsentierte sich Mammoth WVH als eingespielte Liveband. Die Musiker setzten auf druckvolle Rhythmen und klare Songstrukturen, die auch in einer großen Konzerthalle ihre Wirkung entfalteten.

„Don’t Back Down“ und „Take a Bow“ setzen Akzente

Mit „Don’t Back Down“ stand einer der bekanntesten Songs von Mammoth WVH auf dem Programm.

Der Titel verbindet ein markantes Gitarrenriff mit einem eingängigen Refrain und gehört zu den Stücken, mit denen Wolfgang Van Halen seine musikalische Eigenständigkeit besonders deutlich unter Beweis stellt.

Auch „Take a Bow“ zeigte die Vielseitigkeit des Musikers. Der Song verbindet melodische Passagen mit anspruchsvoller Gitarrenarbeit und einer dynamischen musikalischen Entwicklung.

Gerade bei diesen Titeln wurde deutlich, dass Mammoth WVH weit mehr zu bieten haben als den bekannten Familiennamen.

Der Auftritt war damit nicht nur eine Einstimmung auf den Headliner, sondern ein eigenständiger Programmpunkt, der dem Publikum einen Einblick in die musikalische Entwicklung der Band bot.

Slash und Myles Kennedy übernehmen die Bühne

Nach dem Supportauftritt folgte der Höhepunkt des Abends: Slash featuring Myles Kennedy and The Conspirators.

Der Gitarrist Slash, der insbesondere durch seine Arbeit mit Guns N‘ Roses weltbekannt wurde, gehört zu den prägendsten Musikern des klassischen Hard Rock.

Sein Gitarrensound ist unverwechselbar. Melodische Soli, bluesgeprägte Riffs und eine markante Spielweise haben seinen Stil über Jahrzehnte geprägt.

Gemeinsam mit Sänger Myles Kennedy und den Musikern von The Conspirators präsentierte Slash in Düsseldorf ein Programm, das die unterschiedlichen Phasen seiner Solokarriere berücksichtigte.

Dabei stand nicht allein der berühmte Gitarrist im Mittelpunkt. Die Band funktionierte als musikalische Einheit, in der jedes Instrument seinen Platz hatte.

Myles Kennedy überzeugt mit seiner markanten Stimme

Einen wesentlichen Anteil am Sound der Band hat Myles Kennedy.

Der Sänger, der auch als Frontmann von Alter Bridge bekannt ist, verfügt über eine ausdrucksstarke Stimme mit großem Tonumfang.

Sein Gesang verbindet kraftvolle Rockpassagen mit melodischen Momenten und bildet damit eine passende Ergänzung zu Slashs Gitarrenspiel.

In Düsseldorf zeigte sich diese Kombination besonders bei den Songs, die zwischen treibenden Riffs und großen Refrains wechselten.

Kennedy übernahm dabei nicht nur die Rolle des Sängers, sondern prägte mit seiner Bühnenpräsenz auch den Charakter des Auftritts.

Das Zusammenspiel zwischen ihm und Slash gehörte zu den zentralen Elementen der Show.

„The River Is Rising“ bringt modernen Hard Rock auf die Bühne

Mit „The River Is Rising“ präsentierte die Band einen der bekanntesten Songs ihres Albums „4“, das 2022 veröffentlicht wurde.

Der Titel verbindet einen treibenden Rhythmus mit einem markanten Gitarrenriff und zeigt die härtere Seite der Zusammenarbeit zwischen Slash, Myles Kennedy und The Conspirators.

Im Konzertprogramm bildete der Song einen kraftvollen Gegenpol zu den stärker melodisch geprägten Stücken.

Gerade die direkte musikalische Energie machte deutlich, weshalb die Band auch abseits der großen Guns-N‘-Roses-Klassiker über ein eigenständiges Repertoire verfügt.

„Anastasia“ und „World on Fire“ begeistern die Fans

Zu den weiteren Höhepunkten des Abends gehörten „Anastasia“ und „World on Fire“.

„Anastasia“ zählt zu den bekanntesten Songs aus Slashs Solokarriere mit Myles Kennedy. Das Stück beginnt mit einer melodischen Gitarrenpassage und entwickelt sich anschließend zu einer kraftvollen Rocknummer.

Besonders Slashs ausgedehnte Gitarrenarbeit steht dabei im Mittelpunkt.

Mit „World on Fire“ folgte ein weiterer Titel, der die charakteristische Mischung aus klassischen Hard-Rock-Riffs und eingängigen Gesangslinien verkörpert.

Die Songs gehören zu den festen Größen im Repertoire der Band und wurden vom Düsseldorfer Publikum entsprechend begeistert aufgenommen.

Slashs Gitarrenspiel steht im Mittelpunkt

Natürlich richteten sich viele Blicke immer wieder auf Slash.

Mit seinem charakteristischen Zylinder, der tief ins Gesicht gezogenen Lockenmähne und seiner Les-Paul-Gitarre gehört er zu den bekanntesten Erscheinungen der Rockgeschichte.

Entscheidend blieb jedoch sein musikalisches Können.

Seine Soli verbanden technische Präzision mit melodischem Gespür. Statt ausschließlich auf Geschwindigkeit zu setzen, entwickelte er Gitarrenpassagen, die den einzelnen Songs eine zusätzliche emotionale Ebene verliehen.

Gerade im Zusammenspiel mit der Band wurde deutlich, weshalb Slash auch Jahrzehnte nach seinem internationalen Durchbruch zu den einflussreichsten Rockgitarristen zählt.

The Conspirators sorgen für den druckvollen Bandsound

Neben Slash und Myles Kennedy spielten auch The Conspirators eine entscheidende Rolle.

Die Rhythmussektion lieferte das Fundament für die Gitarrenarbeit und sorgte dafür, dass die Songs ihre volle Wirkung entfalten konnten.

Der Wechsel zwischen treibenden Rhythmen, melodischen Passagen und ausgedehnten Instrumentalteilen verlieh dem Konzert eine abwechslungsreiche Dynamik.

Dabei zeigte sich, dass die Band nicht nur auf einzelne Solomomente ausgerichtet ist.

Vielmehr entstand der charakteristische Sound aus dem Zusammenspiel aller Musiker.

Zwei Generationen Rockmusik an einem Abend

Die Kombination aus Mammoth WVH und Slash featuring Myles Kennedy and The Conspirators erwies sich als passende Zusammenstellung.

Mit Wolfgang Van Halen stand ein Musiker auf der Bühne, der seine eigene musikalische Identität innerhalb des modernen Hard Rock entwickelt.

Slash wiederum repräsentiert eine Generation von Gitarristen, die den internationalen Rocksound seit den 1980er-Jahren maßgeblich geprägt haben.

Beide Acts verbindet die Leidenschaft für markante Gitarrenriffs, melodische Songs und handgemachte Rockmusik.

Die unterschiedlichen musikalischen Ansätze sorgten dafür, dass der Abend abwechslungsreich blieb, ohne seinen roten Faden zu verlieren.

Rockabend in der Mitsubishi Electric Halle bleibt in Erinnerung

Mit ihrem Konzert am 8. April 2024 boten Slash featuring Myles Kennedy and The Conspirators und Mammoth WVH in der Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf einen Abend, der ganz im Zeichen gitarrenorientierter Rockmusik stand.

Mammoth WVH überzeugten als Support mit modernen Hard-Rock-Songs und einer eigenständigen musikalischen Handschrift.

Anschließend präsentierten Slash, Myles Kennedy und The Conspirators einen kraftvollen Headliner-Auftritt mit bekannten Titeln und ausgedehnter Gitarrenarbeit.

Besonders die Mischung aus musikalischer Erfahrung, Spielfreude und eingängigen Songs machte den Konzertabend aus.

Text & Foto © Jan Heesch

Beitrag teilen