Judas Priest mit Sänger Rob Halford bei der Metal Masters Tour 2024 in der Festhalle Frankfurt

Judas Priest, Saxon und Uriah Heep rocken Frankfurt

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Drei legendäre Bands, eine Bühne und mehrere Generationen britischer Rockgeschichte: Die Metal Masters Tour 2024 machte in der Festhalle Frankfurt Station und brachte mit Judas Priest, Saxon und Uriah Heep ein außergewöhnliches Line-up zusammen. Vor ausverkauftem Haus erlebten die Fans einen Konzertabend, der vom melodischen Hard Rock der frühen 1970er-Jahre bis zum kompromisslosen Heavy Metal reichte.

Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich die drei Bands ihren Sound über Jahrzehnte entwickelt haben. Während Uriah Heep mit markanten Keyboardpassagen und mehrstimmigen Melodien überzeugten, setzten Saxon auf klassischen britischen Heavy Metal. Den Abschluss bildeten Judas Priest mit Rob Halford am Mikrofon und einer Show voller Gitarrenriffs, hoher Gesangspassagen und bekannter Metal-Hymnen.

Uriah Heep eröffnen den Abend mit klassischem Hard Rock

Den Auftakt übernahmen Uriah Heep, die bereits seit den frühen 1970er-Jahren zu den prägenden Namen des britischen Hard Rock gehören. Ihre Musik verbindet kraftvolle Gitarren mit melodischen Keyboards und mehrstimmigem Gesang.

In Frankfurt stand Bernie Shaw als Frontmann im Mittelpunkt. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen präsentierte er einen Querschnitt durch das Repertoire der Gruppe.

Mit „Easy Livin’“ durfte einer ihrer bekanntesten Songs nicht fehlen. Das Stück aus dem Jahr 1972 steht beispielhaft für den energiegeladenen Sound, mit dem sich Uriah Heep international einen Namen machten.

Auch „Lady in Black“ gehörte zum Programm. Der Klassiker setzte einen ruhigeren Akzent und zeigte die melodische Seite der Band.

Mit „Grazed by Heaven“ griffen Uriah Heep zudem auf jüngeres Material zurück. So entstand ein Auftritt, der die musikalischen Wurzeln der Gruppe ebenso berücksichtigte wie ihre spätere Entwicklung.

Saxon bringen die New Wave of British Heavy Metal nach Frankfurt

Nach Uriah Heep übernahmen Saxon die Bühne und erhöhten das Tempo deutlich. Die Band um Sänger Biff Byfordzählt zu den wichtigsten Vertretern der New Wave of British Heavy Metal, die Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre die internationale Metalszene prägte.

Mit ihrem geradlinigen Sound, den markanten Gitarrenriffs und Byfords kraftvollem Gesang sorgten die Briten für eine andere musikalische Intensität.

Besonders bei „Princess of the Night“ und „Wheels of Steel“ wurde deutlich, welchen Stellenwert die frühen Saxon-Klassiker bis heute besitzen.

Die Songs leben von treibenden Rhythmen und Refrains, die sich unmittelbar zum Mitsingen eignen. Entsprechend lautstark reagierte das Frankfurter Publikum.

„Hell, Fire and Damnation“ zeigt Saxons aktuelle Stärke

Neben den Klassikern präsentierten Saxon auch neueres Material. Mit „Hell, Fire and Damnation“, dem Titelsong ihres 2024 veröffentlichten Albums, schlugen sie die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Der Titel fügte sich mit seinem druckvollen Gitarrensound nahtlos in das Programm ein.

Gerade dieser Wechsel zwischen frühen Erfolgen und aktuellen Veröffentlichungen machte den Auftritt interessant. Saxon beschränkten sich nicht darauf, ihre bekanntesten Songs zu wiederholen, sondern zeigten, dass sie auch nach Jahrzehnten weiterhin neue Musik veröffentlichen.

Für die Fans in der Festhalle bot der Auftritt damit einen kompakten Überblick über die unterschiedlichen Phasen der Bandgeschichte.

Judas Priest übernehmen die Festhalle Frankfurt

Als Judas Priest schließlich die Bühne betraten, erreichte der Konzertabend seinen Höhepunkt.

Die britischen Heavy-Metal-Pioniere gehören seit den 1970er-Jahren zu den einflussreichsten Bands des Genres. Mit ihren präzisen Gitarrenarrangements, schnellen Rhythmen und der unverwechselbaren Stimme von Rob Halfordhaben sie den klassischen Heavy Metal entscheidend geprägt.

Auch in Frankfurt setzte die Band auf jene Mischung aus musikalischer Härte und großen Melodien, für die sie weltweit bekannt ist.

Halford stand dabei im Mittelpunkt der Show. Seine charakteristische Stimme wechselte zwischen tiefen Passagen und hohen, durchdringenden Tönen, während die Gitarren für den nötigen Druck sorgten.

Die aufwendige Beleuchtung und die düster gestaltete Bühnenkulisse unterstrichen den musikalischen Charakter des Auftritts.

„Breaking the Law“ und „Electric Eye“ sorgen für Begeisterung

Zu den Höhepunkten gehörten die bekannten Klassiker „Breaking the Law“ und „Electric Eye“.

„Breaking the Law“ zählt zu den größten Erfolgen der Band und ist mit seinem unverwechselbaren Gitarrenriff längst zu einer Hymne des Heavy Metal geworden.

Auch „Electric Eye“ gehört zum festen Repertoire von Judas Priest. Der Song verbindet ein prägnantes Intro mit treibenden Gitarren und Halfords markantem Gesang.

In der Frankfurter Festhalle wurden die bekannten Passagen lautstark begleitet.

Dabei zeigte sich, dass die Musik von Judas Priest auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung nichts von ihrer Wirkung auf ein Livepublikum verloren hat.

„Painkiller“ zeigt die kompromisslose Seite von Judas Priest

Mit „Painkiller“ stand außerdem einer der härtesten und schnellsten Klassiker der Band auf dem Programm.

Der Titelsong des gleichnamigen Albums von 1990 ist für sein rasantes Schlagzeugspiel, seine anspruchsvollen Gitarrenpassagen und Halfords außergewöhnlich hohe Gesangslinien bekannt.

Gerade live verlangt das Stück den Musikern einiges ab. In Frankfurt wurde deutlich, weshalb „Painkiller“ bis heute zu den wichtigsten Songs der Band zählt.

Die Kombination aus Geschwindigkeit, Präzision und musikalischer Intensität sorgte für einen kraftvollen Kontrast zu den eingängigeren Metal-Hymnen des Abends.

Aufwendige Lichtshow begleitet die Metal-Klassiker

Neben der Musik spielte auch die Bühneninszenierung eine wichtige Rolle.

Judas Priest setzten auf wechselnde Lichtstimmungen, eine düstere Optik und nach dem ursprünglichen Konzertbericht auch auf pyrotechnische Effekte.

Die Inszenierung unterstützte den Charakter der Songs, ohne die Musiker aus dem Mittelpunkt zu drängen.

Vor allem die Gitarrenarbeit und das Zusammenspiel der Band prägten den Auftritt. Zwischen schnellen Metalnummern und bekannten Refrains entstand eine Show, die den musikalischen Stil von Judas Priest konsequent auf die Bühne übertrug.

Drei Generationen britischer Rockgeschichte an einem Abend

Die besondere Stärke der Metal Masters Tour 2024 lag in der Zusammenstellung des Programms.

Mit Uriah Heep, Saxon und Judas Priest standen drei Bands auf einer Bühne, die unterschiedliche Entwicklungen der britischen Rock- und Metalgeschichte repräsentieren.

Uriah Heep brachten ihre melodische Verbindung aus Hard Rock und Keyboards ein. Saxon standen für die direkte Energie der New Wave of British Heavy Metal. Judas Priest führten den Abend schließlich mit ihrem unverwechselbaren klassischen Metal-Sound zum Abschluss.

Gemeinsam boten sie einen musikalischen Streifzug durch mehrere Jahrzehnte, ohne dass die einzelnen Bands ihre Eigenständigkeit verloren.

Metal Masters Tour begeistert in der ausverkauften Festhalle

Die Metal Masters Tour 2024 wurde in der Festhalle Frankfurt zu einem besonderen Konzertabend für Liebhaber klassischer Rock- und Metalmusik.

Drei international bekannte Bands präsentierten ihre größten Songs und zeigten zugleich, wie lebendig ihre Musik auch nach vielen Jahrzehnten geblieben ist.

Von „Lady in Black“ über „Wheels of Steel“ bis zu „Painkiller“ reichte die musikalische Bandbreite.

Am Ende stand ein Konzert, das nicht allein von Nostalgie lebte, sondern vor allem von der Bühnenpräsenz und dem musikalischen Können der beteiligten Künstler.

Text & Foto © Jan Heesch

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