Derrick Green und Sepultura performen kraftvoll auf der Bühne bei ihrer Abschiedstour in der Stadthalle Offenbach.

Sepultura verabschieden sich in der Stadthalle Offenbach: Ein episches Metal-Finale mit Star-Aufgebot

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Am Abend des 31. Oktober 2024 bot die Stadthalle Offenbach ein Bild, das Metal-Fans für immer im Gedächtnis bleiben wird. Die ikonische Thrash-Metal-Band Sepultura feierte im Rahmen ihrer 40-jährigen Jubiläumstour gleichzeitig ihren großen Abschied von der Live-Bühne. Zusammen mit hochkarätigen Gästen wie ObituaryJinjerund Jesus Piece sorgten sie für ein episches Finale, das keine Wünsche offen ließ.

Ein brachialer Auftakt: Jesus Piece und Obituary

  • Jesus Piece: Den Auftakt machte die Hardcore- und Metalcore-Formation mit einer extrem intensiven Performance. Songs wie „Curse of the Serpent“ und „Punish“ trieben das Publikum sofort in Bewegung und verwandelten die Halle in einen wahren Moshpit.
  • Obituary: Die Death-Metal-Legenden der alten Schule bewiesen im Anschluss, dass sie auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Härte eingebüßt haben. Mit düsteren Riffs und dem charakteristischen Growling von John Tardy bei Klassikern wie „Slowly We Rot“ brachten sie die Menge zum Kochen.

Jinjer: Moderne Härte und ukrainische Power

Als Nächstes betraten Jinjer die Bühne. Die Band um Frontfrau Tatiana Shmayluk brachte mit ihrer beeindruckenden musikalischen Vielseitigkeit einen frischen, modernen Wind in den Abend.

Mit Songs wie „Rogue“ und „Colossus“ demonstrierte Tatiana ihre außergewöhnliche stimmliche Bandbreite, bei der sie mühelos zwischen klaren Gesangsmelodien und brutalen Growls wechselte. Die Performance fügte dem Abend eine moderne, kraftvolle Klangdimension hinzu.

Sepultura: Ein letztes Kapitel voller Thrash-Power und Emotionen

Als die Lichter für den Hauptact Sepultura gedimmt wurden, lag eine spürbare Mischung aus Aufregung und Melancholie in der Luft. Die Offenbacher Show war für die treue Fangemeinde ein emotionaler Abschied von einer Band, die den Metal über vier Jahrzehnte hinweg geprägt hat.

  • Die Setlist: Mit Klassikern wie „Territory“ und „Refuse/Resist“ startete die Band direkt in die Vollen. Derrick Green lieferte am Mikrofon eine gewohnt leidenschaftliche Performance ab, während Gründungsmitglied Andreas Kisser an der Gitarre für die gewohnte musikalische Präzision sorgte.
  • Der Abschied: Zwischen den Songs sprachen Kisser und Green offen über die tiefe Verbindung zu den Fans und die Bedeutung dieses letzten Tournee-Kapitels.
  • Das große Finale: Den emotionalen Höhepunkt bildete schließlich „Roots Bloody Roots“. Die weltbekannte Hymne verwandelte die Stadthalle Offenbach in einen einzigen, mitsingenden Chor und setzte einen absolut würdigen Schlusspunkt unter eine legendäre Live-Ära.

Der Abend in Offenbach wird der Metal-Community als unvergesslicher Meilenstein und als emotionaler Abschied einer der wichtigsten Bands des Genres ewig in Erinnerung bleiben.

Foto und Text © by Jan Heesch

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