Sophie Hunger steht bei ihrem Konzert im Schlachthof Wiesbaden auf der Bühne

Sophie Hunger begeistert auf der „Molecules Tour“ im Schlachthof Wiesbaden

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Sophie Hunger gastierte am 16. Februar 2019 im Schlachthof Wiesbaden und zeigte mit ihrer „Molecules Tour“, wie vielseitig moderne Singer-Songwriter-Musik klingen kann. Unterstützt wurde die Schweizer Künstlerin vom Berliner Duo Kliffs, das den Abend mit ruhigen, atmosphärischen Klängen eröffnete.

Schon früh füllte sich die Halle. Die Besucher erwarteten einen Abend, der weniger auf große Showeffekte setzte, sondern auf Musik, Emotionen und die besondere Stimme einer außergewöhnlichen Künstlerin.

Kliffs eröffnen den Abend mit ruhigen Klanglandschaften

Den Auftakt übernahmen Kliffs, bestehend aus Mark Bérubé und Kristina Koropecki. Das Berliner Duo verband Gitarrenklänge, elektronische Elemente und das warme Timbre des Cellos zu einer eigenen musikalischen Mischung.

Die beiden Musiker schufen eine entspannte Atmosphäre und holten das Publikum langsam in ihre Klangwelt. Ihre zurückhaltende, aber intensive Darbietung passte perfekt zum Konzept des Abends und bereitete den Weg für den späteren Auftritt von Sophie Hunger.

Neue musikalische Wege mit „Molecules“

Mit ihrem Album „Molecules“ schlug Sophie Hunger ein neues Kapitel ihrer Karriere auf. Erstmals präsentierte sie ein Werk, das vollständig in englischer Sprache gehalten war. Analoge Synthesizer rückten stärker in den Mittelpunkt, während ihre charakteristischen Gitarren weiterhin ein wichtiger Bestandteil ihres Sounds blieben.

Dabei blieb die Künstlerin ihrem Stil treu. Ihre Musik bewegt sich zwischen elektronischen Elementen, Singer-Songwriter-Tradition und einer melancholischen Tiefe, die viele ihrer Stücke prägt.

Eine vielseitige Show zwischen Deutsch, Englisch und Französisch

Als Sophie Hunger die Bühne betrat, war die Verbindung zum Publikum sofort da. Die Musikerin präsentierte eine abwechslungsreiche Setlist aus neuen Songs und bekannten Titeln ihrer bisherigen Karriere.

Ob auf Deutsch, Englisch oder Französisch gesungen, jede Nummer trug ihre persönliche Handschrift. Besonders auffällig war die intensive Atmosphäre im Saal. Es ging nicht um laute Effekte, sondern um die Wirkung der Musik und die Nähe zwischen Künstlerin und Publikum.

Die Schweizerin bewies an diesem Abend einmal mehr ihre musikalische Vielseitigkeit. Sie wechselte zwischen verschiedenen Instrumenten und zeigte, warum sie seit Jahren zu den spannendsten Künstlerinnen der europäischen Musikszene zählt.

Ein besonderer Konzertabend im Schlachthof Wiesbaden

Mehr als zwei Stunden stand Sophie Hunger auf der Bühne und nahm ihre Fans mit auf eine musikalische Reise durch verschiedene Schaffensphasen. Neue Stücke aus „Molecules“ trafen dabei auf ältere Songs, sodass sowohl langjährige Anhänger als auch neue Zuhörer auf ihre Kosten kamen.

Der Abend in Wiesbaden zeigte eindrucksvoll, dass große Konzerte nicht immer von maximaler Lautstärke leben. Manchmal reichen eine außergewöhnliche Stimme, gute Musiker und ein Publikum, das bereit ist zuzuhören.

Text & Foto © by Jan Heesch

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