
St. Lemmy’s Day auf Burg Greifenstein: Ein lautes, ehrliches Gedenken an eine Rock-Ikone
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Wenn am 25. Dezember – also exakt einen Tag nach dem besinnlichen, oft ziemlich stillen Teil von Weihnachten – die Mauern einer historischen Festung ins Wanken geraten, dann hat das meist einen sehr guten Grund. Auf Burg Greifenstein wurde es an diesem Abend genau so laut, roh und herzlich, wie es sich der unvergessene Motörhead-Frontmann und -Bassist Lemmy Kilmister gewünscht hätte. Zum Gedenken an die Rock-Legende hatten das Team der Burg Greifenstein gemeinsam mit VPZ Events and more geladen, um den „St. Lemmy’s Day“ gebührend zu zelebrieren – ein Abend, der allen Anwesenden noch sehr lange im Gedächtnis bleiben sollte.
Keine steife Gedenkminute, sondern purer Rock’n’Roll
Zahlreiche Fans, Rocker, Metalheads und Gefährten ehrlicher, handgemachter Musik hatten sich auf der Burg eingefunden, um gemeinsam zu feiern, anzustoßen und Lemmys unvergleichliches Vermächtnis hochleben zu lassen. Von steifer Andacht oder verstaubter Nostalgie fehlte dabei jede Spur. Stattdessen gab es exakt das, was Motörhead zeitlebens ausgemacht hat: Zusammenkommen, Spaß haben und Musik fühlen, die direkt in die Magengrube geht. Für ein paar Stunden rückte das traditionelle Weihnachtsgeschehen komplett in den Hintergrund; an seine Stelle traten kühles Bier, schwere Riffs und das gemeinsame Feiern einer der größten Ikonen der Rockgeschichte.
Motörhaze zollen dem Original gebührenden Tribut
Für den passenden Soundtrack dieses besonderen Abends sorgte die Tribute-Band Motörhaze, die eine ebenso intensive wie mitreißende Hommage auf die Bühne zauberte. Mit absoluten Klassikern wie Ace of Spades, Overkill und Bomber traf die Band zielsicher den Nerv des Publikums. Sie bewiesen eindrucksvoll, dass die Songs von Motörhead auch Jahre nach Lemmys Tod absolut nichts von ihrer ungeheuren Zugkraft, ihrer Energie und ihrer Bedeutung verloren haben. Die Performance war laut, dreckig und kompromisslos – und dabei stets getragen von tiefem Respekt vor dem unerreichten Original.
Eine verschworene Gemeinschaft feiert das Vermächtnis
Die Stimmung im Saal war durchweg feucht-fröhlich, herzlich und bis zum Bersten mit Energie aufgeladen. Man spürte in jeder Minute, dass es an diesem Abend um weit mehr ging als nur um eine Aneinanderreihung bekannter Songs. Es ging um geteilte Erinnerungen, Anekdoten und dieses ganz besondere Gefühl der Verbundenheit, das die Rock- und Metal-Community auszeichnet.
Der St. Lemmy’s Day auf Burg Greifenstein war am Ende weit mehr als ein gewöhnliches Konzert. Er war eine ehrliche, ungeschminkte Verbeugung vor Ian „Lemmy“ Kilmister und vor einer Musik, die niemals angepasst, niemals leise und niemals beliebig war. Ein starker Beweis dafür, dass Lemmy unsterblich ist – er lebt weiter in seinen Songs, in den Köpfen seiner Fans und in genau solchen lauten, unvergesslichen Nächten.
Text & Foto © by Jan Heesch














