Spielszene zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim am 29. August 2026 im RheinEnergieSTADION

1.FC Köln dreht wilden Auftakt gegen Hoffenheim

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Was für ein Start in die neue Bundesliga-Saison. Der 1. FC Köln hat am Samstag, 29. August 2026, gegen die TSG Hoffenheim mit 3:2 gewonnen und dabei gleich zweimal einen Rückstand aufgeholt. Vor 49.700 Zuschauern im RheinEnergieSTADION wurde aus einer zunächst schwierigen Partie nach der Pause ein offener Schlagabtausch. Am Ende wurde ausgerechnet der eingewechselte Thijs Dallinga mit zwei Treffern zum Mann des Nachmittags.

Hoffenheim erwischte zunächst den besseren Start. Die Gäste bekamen früher Kontrolle über das Mittelfeld, störten den Kölner Aufbau konsequent und kamen durch Patrick Wimmer und Adam Hložek zu ersten Abschlüssen. Köln hatte dagegen Mühe, sein eigenes Spiel sauber aufzuziehen.

Daghim bringt Hoffenheim verdient nach vorne

In der 27. Minute belohnte sich die TSG. Nach einer Situation rund um den Kölner Strafraum bekam die FC-Defensive den Ball nicht entscheidend geklärt. Adam Daghim nutzte den Raum und traf mit einem platzierten Abschluss zum 0:1.

Köln brauchte anschließend einige Minuten, um wieder gefährlicher zu werden. Kurz vor der Pause bot sich Said El Mala dann die große Chance auf den Ausgleich. Nach einem Fehler im Hoffenheimer Aufbau tauchte der Offensivspieler frei vor Oliver Baumann auf, brachte den Ball aber nicht am TSG-Keeper vorbei.

So ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabinen.

Und danach kam ein anderer FC zurück.

El Mala bringt Köln zurück ins Spiel

Nur sechs Minuten nach Wiederbeginn schlug Köln zu. Ísak Jóhannesson brachte El Mala ins Spiel, der von links nach innen zog und abschloss. Der Ball wurde noch abgefälscht und landete zum 1:1 im Hoffenheimer Tor.

Jetzt war das Stadion da. Köln spielte druckvoller, gewann mehr zweite Bälle und zwang Hoffenheim häufiger in die eigene Hälfte.

Doch plötzlich bekam die TSG die große Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen. Jahmai Simpson-Pusey brachte Bambasé Conté im Strafraum zu Fall. Elfmeter.

Der eingewechselte Max Moerstedt trat an, scheiterte aber an Marvin Schwäbe. Der Kölner Torhüter ahnte die Ecke und hielt sein Team damit im Spiel. Wenig später musste Schwäbe erneut gegen Moerstedt eingreifen.

Kabak trifft, doch Köln antwortet erneut

Die vergebene Hoffenheimer Chance rächte sich zunächst nicht. Nach einer Ecke setzte sich Ozan Kabak in der 67. Minute im Zentrum durch und köpfte die Gäste erneut nach vorne.

1:2.

Für Köln hätte das ein Wirkungstreffer sein können. War es aber nicht.

Trainer René Wagner hatte kurz zuvor gewechselt und unter anderem Thijs Dallinga und Linton Maina gebracht. Genau diese beiden Joker sorgten nur wenige Minuten später für den erneuten Ausgleich.

Maina kombinierte sich auf der linken Seite nach vorne und brachte den Ball flach in die Mitte. Dort stand Dallingarichtig und traf in der 72. Minute zum 2:2.

Jetzt wollte Köln mehr.

Dallinga macht seinen Einstand perfekt

Die Partie war in der Schlussphase völlig offen. Tom Krauß hatte kurz vor dem entscheidenden Treffer bereits die Möglichkeit zum 3:2, scheiterte jedoch an Baumann.

Eine Minute später war der Hoffenheimer Schlussmann machtlos.

Ein abgewehrter Ball landete vor den Füßen von Thijs Dallinga. Der Niederländer zögerte nicht lange und traf in der 82. Minute ins linke Eck.

3:2.

Müngersdorf stand Kopf. Dallinga war erst in der 65. Minute eingewechselt worden und benötigte damit gerade einmal 17 Minuten für seinen Doppelpack.

Hoffenheim versuchte in den verbleibenden Minuten noch einmal alles. Köln verteidigte die knappe Führung diesmal allerdings mit viel Einsatz und brachte den Auftaktsieg über die Zeit.

Köln zeigt nach der Pause ein anderes Gesicht

Die erste Halbzeit gehörte eher der TSG. Hoffenheim störte früh, ließ Köln nur selten in einen sauberen Rhythmus kommen und führte verdient.

Nach der Pause änderte sich das Bild. Der FC spielte mutiger, brachte deutlich mehr Geschwindigkeit in die eigenen Angriffe und ließ sich weder vom verschossenen Hoffenheimer Elfmeter noch vom erneuten Rückstand durch Kabak aus dem Konzept bringen.

Vor allem die Wechsel machten einen Unterschied. Maina bereitete das 2:2 vor, Dallinga erzielte beide Treffer nach seiner Einwechslung.

Und auch El Mala setzte direkt am ersten Spieltag wieder ein Zeichen. Der 20-Jährige, der inzwischen die Kölner Nummer 10 trägt, erzielte mit dem zwischenzeitlichen 1:1 sein erstes Saisontor.

Erster Heimsieg gegen Hoffenheim seit 2015

Für Köln hatte der 3:2-Erfolg noch eine kleine statistische Besonderheit. Seit April 2015 hatte der FC kein Bundesliga-Heimspiel mehr gegen Hoffenheim gewonnen. Neun Anläufe lang blieb der Heimsieg aus. Nun ist diese Serie beendet.

Für René Wagner war es damit ein perfekter Bundesliga-Start als FC-Cheftrainer. Nach dem 2:1 im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers folgte auch im ersten Ligaspiel ein Sieg.

Am Freitag, 4. September 2026, geht es für Köln beim VfB Stuttgart weiter. Hoffenheim empfängt einen Tag später Borussia Dortmund.

Spieldaten

1. FC Köln – TSG Hoffenheim 3:2 (0:1)

Tore:
0:1 Adam Daghim (27.)
1:1 Said El Mala (51.)
1:2 Ozan Kabak (67.)
2:2 Thijs Dallinga (72.)
3:2 Thijs Dallinga (82.)

Besonderheit:
Marvin Schwäbe hält einen Foulelfmeter von Max Moerstedt (59.)

Zuschauer: 49.700

Spielort: RheinEnergieSTADION, Köln

Foto © by Koch/PIX-Sportfotos

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