
Rhein-Neckar Löwen verlieren Derby knapp in Göppingen
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Wieder ein Spiel auf Messers Schneide, diesmal ohne Happy End. Die Rhein-Neckar Löwen haben das Baden-Württemberg-Derby bei FRISCH AUF! Göppingen am Donnerstag, 17. September 2026, knapp mit 28:29 verloren. Vor 4.446 Zuschauern in der EWS Arena blieb die Mannschaft von Maik Machulla bis in die letzten Sekunden im Rennen, konnte die Partie nach einer starken Phase im zweiten Durchgang aber nicht mehr vollständig drehen. Zur Pause hatte Göppingen mit 15:14 geführt.
Nach zwei Siegen gegen den Bergischen HC und HBW Balingen-Weilstetten wollten die Löwen ihre Serie fortsetzen. Göppingen erwischte jedoch den besseren Start und zwang Mannheim früh dazu, einem Rückstand hinterherzulaufen.
Göppingen setzt früh die Akzente
Die Gastgeber waren sofort da. Erik Persson und Rutger ten Velde sorgten für das schnelle 2:0, ehe die Löwen langsam ihren Rhythmus fanden. Dani Baijens, Haukur Þrastarson und Edwin Aspenbäck brachten mehr Bewegung in den Rückraum, Tim Nothdurft stellte nach acht Minuten auf 5:5.
Göppingen ließ sich davon nicht beeindrucken.
Ten Velde und Persson sorgten erneut für Abstand. Beim 8:5 hatte sich FRISCH AUF! erstmals etwas Luft verschafft. Mannheim blieb allerdings dran. David Späth steuerte wichtige Paraden bei und leitete mit einem langen Pass auf Nothdurft auch selbst einen schnellen Gegenstoß ein.
So blieb das Derby eng.
Löwen kämpfen sich immer wieder zurück
Beim 10:10 durch Þrastarson war die Partie erneut ausgeglichen. Beide Mannschaften leisteten sich nun technische Fehler, gleichzeitig wurden einige freie Möglichkeiten ausgelassen.
Göppingen nutzte diese Phase etwas besser und ging wieder mit zwei Toren in Führung. Späth verhinderte mit mehreren Paraden einen größeren Rückstand, Nothdurft erzielte kurz vor der Pause den letzten Treffer der ersten Hälfte.
15:14 für Göppingen.
Ein Ergebnis, das gut zum Verlauf passte. Keines der Teams konnte sich wirklich absetzen.
Steenaerts dreht die Partie
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel deutlich schneller.
Göppingen legte zunächst wieder vor und führte nach 35 Minuten mit 17:15. Bei Mannheim lief noch nicht alles rund, doch Dani Baijens hielt die Löwen mit zwei kraftvollen Treffern im Spiel.
Dann kam Gino Steenaerts.
Der Belgier traf dreimal in Serie und brachte die Löwen erstmals an diesem Abend in Führung. Baijens legte nach, plötzlich stand es 23:21 für Mannheim.
Das Derby schien jetzt zu kippen.
Doch Göppingen hatte die passende Antwort.
Newel und Hanne bringen Göppingen zurück
Die Gastgeber erhöhten wieder die Intensität, während Mannheim einige Möglichkeiten liegen ließ. Martin Hanne traf in der 47. Minute zum 23:23 und stellte damit alles wieder auf Anfang.
Zehn Minuten vor dem Ende stand es 25:25.
Kein Zentimeter wurde verschenkt.
Göppingen profitierte in der entscheidenden Phase von technischen Fehlern der Löwen und setzte sich auf 28:26 ab. Mannheim hatte noch genügend Zeit, um zurückzukommen, fand offensiv aber nicht mehr mit derselben Konsequenz die Lücken wie zuvor.
Späth hielt seine Mannschaft mit weiteren Paraden im Spiel.
Der letzte Treffer kommt zu spät
Die Löwen blieben bis zum Ende dran. Sekunden vor der Schlusssirene kam Mannheim noch einmal in Ballbesitz und verkürzte tatsächlich auf 29:28.
Mehr war nicht mehr möglich.
Die Uhr lief ab, Göppingen jubelte.
Für die Löwen war es bereits die dritte Bundesliga-Niederlage der Saison und erneut eine denkbar knappe. Schon beim 31:32 in Hannover war nur ein Treffer Unterschied geblieben, auch beim 26:27-Sieg gegen den Bergischen HC hatte sich das Spiel erst ganz am Ende entschieden.
Baijens führt die Löwen-Offensive an
Bester Mannheimer Werfer war Dani Baijens mit sieben Treffern. Gino Steenaerts und Marius Steinhauser erzielten jeweils vier Tore, Nothdurft, Lassen und Þrastarson kamen auf jeweils drei. David Späth verbuchte 13 Paraden und hielt die Löwen besonders in schwierigen Phasen im Spiel.
Bei Göppingen war Rutger ten Velde mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer, davon vier per Siebenmeter. Elias Newel kam auf sechs Tore, Kreisläufer Neudeck auf fünf und Martin Hanne auf vier.
Nach fünf Bundesliga-Spielen stehen die Rhein-Neckar Löwen damit bei 4:6 Punkten. Göppingen verbesserte seine Bilanz auf 6:4 Zähler.
Bereits am Dienstag, 22. September 2026, wartet die nächste Aufgabe. Dann reisen die Löwen in der zweiten Runde des DHB-Pokals zur MT Melsungen. Vier Tage später kommt Melsungen zum Bundesliga-Rückspiel in die SAP Arena.
Spieldaten
FRISCH AUF! Göppingen – Rhein-Neckar Löwen 29:28 (15:14)
Beste Torschützen FRISCH AUF! Göppingen:
Rutger ten Velde 7/4
Elias Newel 6
Neudeck 5
Martin Hanne 4
Victor Klöve 3
Beste Torschützen Rhein-Neckar Löwen:
Dani Baijens 7
Gino Steenaerts 4
Marius Steinhauser 4/2
Tim Nothdurft 3
Jacob Lassen 3
Haukur Þrastarson 3
Torhüter Rhein-Neckar Löwen:
David Späth 13 Paraden
Schiedsrichterinnen:
Tanja Kuttler
Maike Merz
Zuschauer:
4.446
Spielort:
EWS Arena, Göppingen
Foto © by Weber/PIX-Sportfotos














