Spielszene zwischen dem EHC Red Bull München und den Adler Mannheim am 18. September 2026 im SAP Garden München

Adler Mannheim holen Punkt nach starker Aufholjagd in München

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Der Auftakt in die neue DEL-Saison wurde für die Adler Mannheim gleich zu einem echten Härtetest. Beim EHC Red Bull München unterlag die Mannschaft von Dallas Eakins am Freitagabend, 18. September 2026, mit 3:4 nach Penaltyschießen. Dabei bewiesen die Mannheimer Moral: Nach zwei Dritteln lagen die Adler noch mit 1:3 zurück, kämpften sich im Schlussabschnitt durch Treffer von Max Calce und Jérémie Poirier zurück und erzwangen vor 10.796 Zuschauern im ausverkauften SAP Garden die Verlängerung. Erst im Shootout sicherte München den Zusatzpunkt.

Schon vor dem ersten Bully war klar, dass der Spielplan den Adlern keinen gemütlichen Einstieg gönnte. München gegen Mannheim, Neuauflage des Halbfinalduells der vergangenen Saison. Viel größer konnte der erste Prüfstein kaum sein.

Kahun bringt München früh nach vorne

Die Partie brauchte kaum Anlaufzeit. Brooks Macek hatte bereits in der ersten Minute die erste Mannheimer Möglichkeit, scheiterte aber an Mathias Niederberger. Kurz darauf meldete sich München mit einem Alleingang von Dominik Kahun an, doch Maximilian Franzreb blieb zunächst Sieger.

Die Gastgeber entwickelten anschließend mehr Druck und bekamen früh ihr erstes Powerplay. Franzreb hielt Mannheim mit mehreren Paraden im Spiel, in der siebten Minute musste er sich dann geschlagen geben.

Jeremy McKenna bereitete vor, Dominik Kahun verwertete zum 1:0.

Mannheim fand danach besser in die Begegnung. Kristian Reichel bekam im eigenen Überzahlspiel die Chance auf den Ausgleich, brachte den Puck aber nicht im Münchner Tor unter.

So blieb es nach 20 Minuten beim knappen Rückstand.

Mattinen gleicht in doppelter Überzahl aus

Im zweiten Drittel bekam Mannheim die große Gelegenheit, das Spiel zu drehen. München musste gleich mit zwei Spielern auf die Strafbank und die Adler nutzten die doppelte Überzahl.

Nick Mattinen brachte die Scheibe in der 26. Minute flach an Niederberger vorbei ins Tor. 1:1.

Jetzt war Mannheim voll in der Partie.

Doch statt selbst nachzulegen, gerieten die Adler erneut in Rückstand. Moritz Warnecke bekam am linken Bullykreis zu viel Platz und erzielte in der 34. Minute das 2:1. Für den 18 Jahre alten Verteidiger war es sein erstes DEL-Tor.

Nur drei Minuten später folgte der nächste Rückschlag.

Kahun bestraft Mannheimer Fehler

Mannheim verlor nach einer eigenen Überzahlsituation kurzzeitig die Ordnung. Kahun eroberte den Puck, zog alleine auf Franzreb zu und vollendete zum 3:1.

Sein zweiter Treffer des Abends.

München hatte damit innerhalb weniger Minuten aus einem ausgeglichenen Spiel einen Zwei-Tore-Vorsprung gemacht. Mannheim musste aufpassen, dass die Partie nicht komplett in Richtung der Gastgeber kippte.

Zur zweiten Pause stand es 3:1.

Doch die Adler waren noch nicht fertig.

Calce bringt Mannheim zurück

Mannheim startete deutlich offensiver in den Schlussabschnitt. John Gilmour und Macek scheiterten zunächst noch an Niederberger.

In der 48. Minute war der Münchner Torhüter geschlagen.

Macek brachte die Scheibe scharf vor das Tor, Max Calce hielt seinen Schläger hinein und verkürzte auf 2:3.

Plötzlich war das Spiel wieder offen.

Die Adler hatten nun deutlich mehr Zug zum Tor und wurden für ihre stärkere Phase wenig später erneut belohnt.

Poirier sorgt für das 3:3

Mannheim überstand zunächst eine Unterzahlsituation. Genau mit Ablauf der Strafe ging es schnell nach vorne.

Tom Kühnhackl bediente Jérémie Poirier, der in der 51. Minute zum 3:3 traf.

Aus 1:3 war innerhalb von gut drei Minuten ein 3:3 geworden.

München suchte sofort nach einer Antwort. Taro Hirose hatte eine gute Gelegenheit, später traf Markus Eisenschmid nur den Pfosten. Franzreb hielt Mannheim in dieser Phase im Spiel und rettete das Remis über die reguläre Spielzeit.

Damit ging es in die Verlängerung.

Penaltyschießen entscheidet den Auftakt

Auch in der Overtime bekamen beide Mannschaften ihre Möglichkeiten. Tobias Rieder und Hirose scheiterten auf Münchner Seite, auf der Gegenseite musste auch Niederberger noch einmal eingreifen.

Ein Treffer fiel nicht.

Das Penaltyschießen musste entscheiden.

Dort behielten die Gastgeber die besseren Nerven. Dominik Kahun und Chris DeSousa verwandelten ihre Versuche, DeSousa setzte schließlich den entscheidenden Treffer zum 4:3.

Mannheim musste sich damit geschlagen geben, nahm nach der Aufholjagd aber zumindest einen Punkt mit nach Hause.

Adler zeigen Moral zum Saisonstart

Das Ergebnis dürfte in Mannheim unterschiedliche Gefühle hinterlassen. Zwei Drittel lang war München in den entscheidenden Situationen effizienter und führte verdient mit 3:1. Im Schlussabschnitt zeigten die Adler jedoch genau die Reaktion, die man zum Saisonstart sehen möchte.

Calce und Poirier brachten die Mannschaft zurück. Franzreb hielt in wichtigen Momenten. Und selbst nach dem Zwei-Tore-Rückstand blieb Mannheim im Spiel.

Für den Zusatzpunkt reichte es nicht.

Trotzdem war dieser Auftakt ein Hinweis darauf, dass die Mannschaft auch nach Rückständen nicht auseinanderfällt. Gerade nach den bereits absolvierten vier Spielen in der Champions Hockey League wirkte Mannheim konditionell bis zum Ende stabil.

Weiter geht es bereits am Sonntag, 20. September 2026. Dann empfangen die Adler die Eisbären Berlin zum ersten DEL-Heimspiel der neuen Saison in der SAP Arena.

Spieldaten

EHC Red Bull München – Adler Mannheim 4:3 n.P. (1:0, 2:1, 0:2, 0:0, 1:0)

Tore:

1:0 Dominik Kahun (7.)
1:1 Nick Mattinen (26.)
2:1 Moritz Warnecke (34.)
3:1 Dominik Kahun (37.)
3:2 Max Calce (48.)
3:3 Jérémie Poirier (51.)
4:3 Chris DeSousa (Penaltyschießen)

Torhüter Adler Mannheim:
Maximilian Franzreb

Zuschauer:
10.796, ausverkauft

Spielort:
SAP Garden, München

Foto © by Feiner/PIX-Sportfotos

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