Donnerstag 2. Februar 2023

Powerwolf feieren die heilige Metal Messe

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Das Land wird langsam von der Kälte heimgesucht, die Tage werden kürzer, die Nächte länger, und aus der Ferne erklingen Wolfsgesänge, die Zeit der Wölfe beginnt, die Zeit von Powerwolf ist gekommen. Wir schreiben den 26.11.2022 in Oberhausen.

Willkommen bei den Wolfsnächten, willkommen zur Tour im Jahre des Herrn 2022. Für eine Band wie Powerwolf ist natürlich der Herbst oder Winter die perfekte Jahreszeit um auf Tour zu gehen, ihre an Werwölfe angelegten Geschichten sind nun mal perfekt ausgelegt für die kalte Jahreszeit. Und da es ja bekannterweise recht schnell feurig zugeht auf der Bühne sollte niemand Angst haben zu erfrieren. Als Unterstützung holte sich das Wolfsrudel die Bands Warkings und Dragonforce mit ins Boot.

Warkings boten gut gespielten Symphonic Metal, jeder der Künstler auf der Bühne bot ein spezielles eigenes Outfit an was von Helden aus bestimmten Sagen oder Filmen inspiriert war. Sei es von filmen wie Gladiator oder 300. Bei Dragonforce trat man direkt aufs Gaspedal, diese Band mit ihrem Gitarristen Herman Li sind vor allem für Songs mit einem unglaublichen Tempo bekannt, „Through the fire and the flames“ bricht so manchem Gitarristen die Finger beim Versuch es nach zuspielen. Entsprechend schnell stieg auch hier wieder die Stimmung, auch wenn es manchmal schon fast anstrengend war dem Tempo zu folgen.

Nach einer letzten Umbaupause war es dann soweit, die Heilige Metal Messe, so bezeichnen Powerwolf ihre Konzerte, wurde gebührend eröffnet. Bereits beim ersten Song ging es heiß her, „Faster than a flame“ war hier kein einfach hin gesungener Text ohne Bedeutung. Feuer ist ein wichtiger Bestandteil der Show, man kann sich kaum noch vorstellen ein Konzert der Band ohne Pyrotechnik erleben zu können. Ihre Setlist beinhaltete Titel aus allen Epochen der Bandkarriere, Frontmann Attila Dorn erzählte immer wieder Geschichten zu den Songs, passend im transsylvanischen Dialekt.

Natürlich darf man das Geschehen auf der Bühne nicht immer zu hundert Prozent ernst nehmen, die Band hält es ja auch so. Eines steht aber fest, man wird stets gut unterhalten bei einer Show der Wölfe, es wird nie langweilig und das Bühnenbild ist stets opulent ausgestattet. Spätestens bei Titeln wie „Demons are a girls best friend“ , „Amen and attack“ oder „Fire and forgive“ kann es niemanden mehr auf seinem Platz halten. Aber auch ruhigere Töne sind möglich, „Where the wild wolves have gone“ besticht durch Pianountermalung und langsameren Gesang. So konnte Sänger Attila Dorn seine gesamte Bandbreite zeigen.Keyboarder Falk Maria Schlegel verließ gerne seinen Platz hinter dem Tasteninstrument um das Publikum anzuheizen.

Später teilten Attila und Falk auch noch das Publikum in der Mitte auf um einen kleinen Wettstreit der beiden Hälften durchzuführen, welche Hälfte lauter sein konnte. Nach soviel Feuer und guter Laune fiel es jedem am Ende schwer zu gehen, raus in die Kälte der Nacht. Doch die Erinnerungen an einen gelungen Abend hielten alle warm und sorgten für einen guten Weg nach Hause.

Text und Bilder by Jan Heesch

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