Mit der Nyckelharpa auf Weltreise
Thomas Roth ist als Frontmann der Mittelalterbands Des Geyers Schwarzer Haufen und Geyers sowie für seine Freundschaft mit Ritchie Blackmore bekannt. Zudem macht er weltweit von sich reden, seit er 2010 zu einer Weltreise mit seiner Nyckelharpa aufbricht. „Es besteht kein Zweifel daran, dass Thomas die Nyckelharpa in völlig neue Bereiche geführt hat“, so der schwedische Instrumentenbauer Esbjörn Hogmark. Roth bewegt sich in unterschiedlichen stilistischen und zeitlichen Ebenen, macht sich auch ganz real auf Reisen, geht immer wieder neue Kooperationen mit Musikern aus verschiedenen Genres ein. Die jüngsten musikalischen Ausflüge führen ihn in die Metal-Szene, aktuell zu Alex Krull (Leaves‘ Eyes und Atrocity), der Roths neues Album „Maskenball“ produziert hat.
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Mehr InformationenThomas Roth und Alex Krull leben schon jahrzehntelang in einer kleinen Stadt in der Nähe von Stuttgart. Persönlich kennen sie sich lange nicht. Beide sind weltweit unterwegs. Der Zufall will es, dass Krull an jenem magischen Platz in freier Natur vorbeikommt, der Roth als Inspirationsort dient, um neue Kompositionen zu erarbeiten. Schnell gehen sie gelegentliche Kooperationen ein, Roths Nyckelharpa-Tunes sind auch auf Alben Krulls zu hören. Und Roth gibt sein neues Projekt in die Hände Krulls. Auf einer Burg drehen sie ein Video zu einem der Titel. „Dabei habe ich Alex – wie später auch bei den weiteren neu oder neu gemixten Titeln des Albums – völlig freie Hand gelassen“, erzählt Thomas Roth. Alex Krull ist Kameramann, Regisseur und Produzent. Zu den Darstellern in dem Video „Maskenball“ gehören Zoe Marie Federoff-Šmerda (Frontfrau von Catalyst Crime und Ex-Keyboarderin von Cradle of Filth) sowie Donny Burbage, Gitarrist von Cradle of Filth. Bei den Titeln „Welsh Air“ und „Jerusalem“ ist die Stimme der finnischen Sängerin Elina Siirala, die weibliche Stimme von Leaves‘ Eyes, zu hören.
Die Nyckelharpa ist ein faszinierendes Klangwunder. Bei „Ingredients“ und „Jerusalem“ hört sie sich wie ein Orchester an. High-Speed-Passagen wechseln sich in Crossover-Kompositionen mit zarten Tönen ab. Auf dem Album „Maskenball“ zeigt der Botschafter der Nyckelharpa eine große Bandbreite dessen, was auf dem Instrument möglich ist und wie spannend es ist, Genregrenzen zu sprengen. Die Reise führt bei „Le Grand Lous“ und „Der Mann aus Halle“ in die Klassik – inspiriert von Beethovens Schicksalssinfonie und Händels d-moll-Sarabande. „Welsh Air“ und „Seasick Sailer“ ist walisischer Folk in Reinkultur. Zu „Swedish Pictures“ sagt Roth, der mit seinem Talent und seiner Ausstrahlung eine einzigartige Mischung aus Barde und Abenteurer verkörpert: „Dies könnte auch Filmmusik sein.“
Das Spiel von Thomas Roth auf der Nyckelharpa ist feinfühlig und voller Leidenschaft – ein Fenster in seine Seele. In seinen Melodien und Harmonien erzählt er Geschichten, teilt Erlebnisse. Mal verspielt und heiter, dann wieder tiefgründig und dramatisch und manchmal auch melancholisch.
Vita
Thomas Roth (*10.07.1957 in Stuttgart) ist ein deutscher Musiker mit italienisch-schweizerischen Wurzeln. Er ist ein international renommierter Nyckelharpaspieler. Heute tourt er sowohl mit seiner eigenen Band „Roth – Nyckelharpa Journey“ als auch mit anderen Formationen. Als Solist spielt er eigene Stücke auch mit großem Orchester. Weltweite Aufmerksamkeit bekommt er durch sein Youtube-Video „Ingredients“, das Imagis.tv im August 2012 veröffentlichte und das über 1,4 Millionen Aufrufe hat. Film- und Videospielkomponisten aus den USA und den Niederlanden werden auf ihn aufmerksam und arbeiten mit ihm zusammen. So sind Roths Nyckelharpa-Tunes in der Filmmusik zu „De Piraten van Hiernaast“, komponiert von Matthijs Kieboom, zu hören. Roths Nyckelharpaspiel zeichnet sich durch einen unverwechselbaren Stil zwischen Folk, Rock und Klassik sowie Highspeed-Passagen aus. Thomas Roth lebt seit vielen Jahren in der Nähe von Stuttgart.
Thomas Roth war ab 1986 Frontmann der Mittelalterbands Des Geyers schwarzer Haufen und ab 1999 Leader der Nachfolgeband Geyers. Bei einem Festival auf der Götzenburg Jagsthausen lernt Thomas Roth 1987 Ex-Deep-Purple-Gitarrist Ritchie Blackmore kennen, der in der Mittelalterband eine seiner größten Inspirationen für sein Projekt Blackmore’s Night sieht. Seither verbindet Thomas Roth und Ritchie Blackmore eine musikalische Freundschaft. Roth spielt immer wieder als Support bei den Konzerten von Ritchie Blackmore’s Band Blackmore’s Night in ganz Europa sowie in Amerika. Darunter auch in so legendären Locations wie dem Olympia in Paris, am Broadway in New York und im House Of Blues in Chicago. 2010 beginnt Thomas Roth eine Solokarriere als Nyckelharpaspieler, gründet bald die Band Roth – Nyckelharpa Journey. Aktuell ist er mit Band, in seltenen Besetzungen zum Beispiel mit Marimba und in elektronischen Welten sowie zusammen mit einem Shakespeare-Darsteller unterwegs.



