Freitag 13. Februar 2026

Japans Kontraste neu erzählt

Meistgelesene Artikel

- Anzeige -spot_img
- Anzeige -spot_img

Start des 7. Kapitels des erfolgreichen Pop-up-Konzeptes Stories in Heidelberg. Menü von 2-Sternekoch Benjamin Peifer besticht mit japanischer Klarheit und Eleganz.

Von Tokyos Neonwucht bis in den stillen Onsen: Die Gäste im neuen Kapitel der Stories Pop-up-Kitchen können ab sofort japanische Alltags- und Esskultur in historischem Bauwerk erleben. Die Design-Agentur glatz&glatz hat das Palais Prinz Carl in Heidelberg in eine Atmosphäre voller Kontraste und japanischer Traditionen getaucht. Der Restaurantbesuch wird so zu einer Reise von den pulsierenden Straßen Tokyos bis zu den stillen Onsenbädern am Fuße des Fujiyama.

Wie bei allen bisherigen Kapiteln des Erfolgsformats Stories der Heidelberger Bliss Group, setzt das Team in seinem Storytelling auf viele Überraschungsmomente. Diesmal werden die Gäste in einem mit kunterbunten Lebensmitteln bestückten Supermarkt begrüßt, wie er in Japan überall zu finden ist. Aus dem Kühlregal wird japanisches Bier oder Sekt mit Sake ausgeschenkt und aus Lautsprecher erklingt laute Musik. „Es ist der Gedanke der Reizüberflutung wie man sie überall in den Großstädten wahrnimmt“, erklärt Wolfram Glatz. Entsprechend laut, bunt und fremdartig präsentiert sich das Entree. „Gleichzeitig steht in Japan der Supermarkt auch für die wahnsinnige Qualität der Speisen. Das hier den Gästen servierte Eiersandwich mit Trüffel steht dafür sinnbildlich.“ Die für Japan typische Kawaii-Kultur mit knallbunten Maskottchen und Manga-Figuren in Übergröße – von Pokemon und Hello Kitty über Studio Ghibli bis Nintendo – greift das Stories ebenso auf.

© Richard Merges/heidelbergaktuell

Omakase im Spiegelsaal: Peifers Japan Interpretationen

Doch hinter dem traditionellen Noren, jenem Stoffvorhang, der beim Durchschreiten symbolisch den Schritt von der Straße in die geschützte Welt des Hauses markiert, beginnt jedoch ein ganz anderes Erlebnis. Im Gastraum könnte der Kontrast kaum größer sein: Der historische Spiegelsaal empfängt die Gäste mit klarer, reduzierter Ästhetik. In angenehm gedämpftem Licht entsteht so eine ruhige, beinahe intime Atmosphäre. Hier ist das Refugium von 2-Sternekoch und GaultMillau „Koch des Jahres 2025“ Benjamin Peifer. Inmitten von angestrahlten Bonsai-Bäumchen an schwarzen Tischen präsentiert der 38-Jährige eine Essenz seine regional beeinflusste und modern interpretierte japanische Kochkunst. Das 5-Gänge-Menü mit zusätzlichem Zwischengang steht unter dem Motto „Omakase“ für all das, was Peiffer auch in seinem eigenen Restaurant Intense in Wachenheim entwickelt hat: eine Küche, die Pfälzer Produkte mit japanischer Präzision und Texturverliebtheit verbindet. Im Stories kommen seine Teller ohne große Effekte aus, weil es um die Konzentration auf die Produkte und die Aromen geht. Jeder Gang besticht durch seinen komplexen Geschmack, seine feinen Rauchnoten, sein Säurespiel und seine Umami-Tiefe. Der Abend startet beispielsweise mit Kingfisch aus Völklingen als „Okonomiyaki“, gefolgt von klassischer Ramensuppe und danach japanischem Rind mit Perigord-Trüffel, Ponzu und schwarzem Knoblauch. Dazu kommt eine Getränkebegleitung, die zwischen großartigen Weinen deutscher Winzer, Sake und alkoholfreien Pairings pendelt und die Aromatik der Gerichte pointiert weitererzählt. So wird der Abend im Stories zu einer komprimierten, sehr persönlichen Lesart seiner Intense-Küche in einem für das Stories typischen, ungewöhnlichen Setting.

Fotorechte: Andreas Gieser/Cheesy Fotos

Kultur, Kulinarik und Gemeinschaft zelebrieren

„Mit unserem Interieur haben wir auch auf das in Japan beliebte Gemeinschaftsgefühl gesetzt. Das zeigt sich im Restaurantbereich daran, dass die Gäste in irgendeiner Form mit anderen Gästen zusammensitzen, sei es an der klassischen Theke wie in einem Sushi-Restaurant oder an den langen Tischen“, sagt Glatz. Die japanische Reise wäre jedoch nichts ohne ein klassisches Karaoke-Intermezzo, zu dem sich die Gäste vor dem Hauptgang im Keller des Palais einfinden dürfen. Das ungezwungene Zusammenkommen und im besten Fall das gemeinsame Singen in einer Karaoke-Bar verstärkt dieses Gefühl des gemeinsamen Erlebens noch einmal.

© Richard Merges heidelbergaktuell

Erfolgskonzept lebt von Mundpropaganda

Noch bis Mitte Mai bietet sich mit dem Stories von Mittwoch bis Samstag die Gelegenheit, für rund vier Stunden in japanische Welten einzutauchen. Swen Schmidt, einer der vier Geschäftsführer der Bliss Group, ist schon jetzt zufrieden mit der Resonanz: „Die ersten Wochen unserer neuen Spielzeit sind bereits bis auf einige Termine ausgebucht. Wir profitieren jetzt auch viel von positiver Mundpropaganda, denn die Neugier auf das neue Konzept ist jedes Jahr groß.“ In den letzten Jahren gastierte die Stories Pop-up-Kitchen bereits 2019 unter dem Motto „Alice im Wunderland“ im Palais, später in einem leerstehenden Spielwarenkaufhaus von Toys ‚R‘ Us, in Deutschlands größter Streetart-Halle sowie zuletzt im ehemaligen Springer Verlagsgebäude mit dem Thema „Disco der 70er und 80er“. Die Bliss Group, deren Flagschiff das Restaurant Neo in Heidelberg ist und die ebenso zu den profiliertesten Caterern der Region gehört, feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. 

Das VII. Kapitel der Stories Pop-up-Kitchen kehrt vom 5. Februar bis Mitte Mai 2026 in das historische Palais Prinz Carl, Kornmarkt 1 in Heidelberg zurück. 2019 wurde hier mit dem Motto „Alice im Wunderland“ schon einmal das II. Kapitel aufgeschlagen. Insgesamt 50 Termine stehen für das STORIES VII zur Auswahl, Spieltage sind immer mittwochs bis samstags. Preise: Mi-Do 169 Euro, Fr/Sa 189 Euro. Im Menü-Paketpreis ist alkoholische und nichtalkoholische Getränkebegleitung inbegriffen. Check-In ist 18:30 Uhr, Beginn ist 19 Uhr. Betreiber ist die Bliss Group, vertreten durch die Geschäftsführer Daniel Marquardt, Sven Günther, Swen Schmidt & Jens Schmidt.
info@stories-popup-kitchen.de

Text: Antje Urban / Urban PR & Redaktion

- Anzeige -spot_img

Neuste Artikel