Die Stadtverwaltung Frankenthal testet die nächtliche Abschaltung von Ampelanlagen. Ab dem zweiten Quartal 2026 werden ausgewählte reine Fußgängerampeln komplett abgeschaltet, an fünf größeren Kreuzungen wird auf ein gelbes Blinklicht umgestellt.
Bereits 2025 hat Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer die Verkehrskommission der Stadt Frankenthal eingerichtet. Dieses verwaltungsinterne Fachgremium beschäftigt sich mit allen wichtigen Fragen rund um den Straßenverkehr – darunter auch mit der Frage, ob und wo Ampeln nachts abgeschaltet oder auf Gelb-Blinken umgestellt werden können.
Wo konkret abgeschaltet wird
Alle Ampelanlagen im Stadtgebiet wurden inzwischen gemeinsam von Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Straßenbaulastträger geprüft. Ergebnis: Reine Fußgängerampeln sollen nachts vollständig abgeschaltet werden. Dies betrifft Anlagen in der Wormser Straße, am Westring, in der Flomersheimer Straße, im Neumayerring und in der Mahlastraße.
An fünf größeren Kreuzungen, an denen der Autoverkehr geregelt wird, ist vorgesehen, die Ampeln nachts auf Gelb-Blinken umzustellen. Betroffen sind die Wormser Straße (Höhe Fachmarkt Ehrmann), Berliner Straße/ Peter-Rosegger-Straße, Westring/ Heßheimer Straße, Neumayerring/ Erzbergerstraße sowie die Kreuzung Mahlastraße/ Albrecht-Dürer-Ring (Höhe Sparkasse). Die Umstellung erfolgt in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität.
Geplant ist eine Testphase von einem Jahr mit einer nächtlichen Umschaltung zwischen 22.30 Uhr und 6 Uhr. Anschließend werden die Unfallzahlen ausgewertet. Bewährt sich die Maßnahme, können weitere Ampeln folgen. Die Umsetzung ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.
„Die von mir eingesetzte Verkehrskommission prüft nicht nur nächtliche Ampelabschaltungen, sondern auch weitere verkehrsrelevante Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet. Unser Ziel ist es, den Verkehr in Frankenthal sicher, flüssig und gut planbar zu gestalten. Die Kommission sorgt dafür, dass Entscheidungen fachlich fundiert getroffen werden, bevor sie umgesetzt werden, und dass unsere Straßen für alle Verkehrsteilnehmer – Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger – optimal geregelt sind“, so Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer.
Hintergrund
Bei der nächtlichen Abschaltung von Ampeln steht die Verkehrssicherheit an erster Stelle. Untersuchungen zeigen, dass abgeschaltete Ampeln zu mehr Unfällen führen können. Deshalb dürfen Ampeln nur dort abgeschaltet werden, wo nachts kaum Verkehr herrscht und keine Gefahr für Verkehrsteilnehmer besteht. In vielen Fällen ist statt einer kompletten Abschaltung ein Gelb-Blink-Modus die sicherere Lösung. Wichtig ist zudem eine einheitliche Regelung, damit Verkehrsteilnehmer die Situation schnell erkennen.



