Stahl, Seele, Widerstand – TORIAN über „The Lost Legion Rising“ und den Kampf um Kontrolle

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Mit „The Lost Legion Rising“ melden sich TORIAN am 8. Mai 2026 zurück. Fokussierter, direkter, druckvoller. Das fünfte Studioalbum verbindet europäischen Power Metal mit US Metal und Thrash. Es geht um Kontrolle, Verlust und Rückeroberung. Die erste Single „Soul Vampires“ setzt die Richtung klar. Emotionale Parasiten, klare Kante, ein Refrain, der sofort greift. Produziert im Room 14 Studio und gemastert von Sebastian Levermann, steht das Album für eine Band, die ihren Sound geschärft hat und genau weiß, wo sie hin will. 

„The Lost Legion Rising“ wirkt wie ein Statement. Was war der Auslöser für diesen neuen, direkteren Sound?

Einen direkten Auslöser gab es nicht. Das Songwriting war ein ganz natürlicher Prozess. Dennoch spielten durchaus die Live-Resonanzen eine Rolle. Der Weg seit der Eigenproduktion „Phantoms of the Past“ wurde konsequent weitergegangen.

„Soul Vampires“ greift ein starkes Bild auf. Emotionale Parasiten. Wie persönlich ist dieser Song für euch und wo zieht ihr die Grenze zwischen Erfahrung und Fiktion?

Tendenziell ist der Song sehr persönlich, man kann den Text aber auch gesellschaftliche und allgemeine Themen wie Religion oder Politik beziehen. Das gilt eigentlich auch für alle Songs. Die Musik und die Texte sind bei TORIAN waren immer persönlich gehalten, allerdings so, dass jeder sie für sich interpretieren kann. Jedenfalls wäre die Musik ohne eine persönlich-emotionale Note nicht denkbar oder authentisch.

Ihr verbindet Power Metal mit Thrash und US Metal Einflüssen. War das ein bewusster Bruch mit eurem bisherigen Stil oder eine natürliche Entwicklung?

Das haben wir immer getan. In der Anfangszeit hatten wir sogar reine Thrash-Nummern. Wie gesagt, die Musik entwickelt sich stets ganz natürlich ohne ein bewusster Bruch.

Das Songwriting wirkt kompakter und fokussierter als früher. Habt ihr euch im Studio bewusst eingeschränkt, um klarer zu werden?

Nein, im Studio gilt immer „No Limits“. Sich bewusst einschränken kommt nicht infrage. Es wird geschaut, was passt und was nicht, und das individuell auf die jeweiligen Songs und Parts bezogen.

„Warpriest“, „Stand As One“, „Katharsis“. Die Titel tragen viel Energie und Haltung. Was ist der rote Faden, der dieses Album zusammenhält?

Einen roten Faden im Sinne eines Konzeptalbums gibt es nicht. Dennoch finde ich, dass Du das treffend ausgedrückt hast. Denn es geht bei uns seit jeher genau darum: Energie und Haltung, was z.B. die gerade die Single „Flame of Resistance“ betrifft. 

Die Produktion ist sehr klar und druckvoll. Wie lief die Zusammenarbeit mit Alexander Thielmann im Studio und was war euch beim Sound besonders wichtig?

Die lief natürlich hervorragend und es war noch nie so entspannt, zumal Alex ja auch Bandmitglied (Lead Guitar) ist. Genauso möchte ich persönlich nur noch recorden. Bis auf das Mastering haben wir unter Alex´ Leitung alles selbst gemacht.

Ihr arbeitet beim Mastering mit Sebastian Levermann. Was hat er dem Album noch mitgegeben, was vorher gefehlt hat?

Es waren einige Kleinigkeiten bezüglich Frequenzen, die noch bearbeitet werden mussten. Er war für Alex aber vollen Lobes, weshalb er eigentlich nur noch verfeinern musste.

Power Metal lebt stark von Live Energie. Welche Songs vom neuen Album sind für euch gemacht für die Bühne?

Eigentlich alle, hehe. Scherz beiseite: Einige Songs haben wir auch schon live gespielt. Sie kamen alle gut an. Hervorzuheben sind dahingehend „Flame of Resistance“, „Iron Hammer“ „Sons of the Damned” und “Soul Vampires”. Ich denke aber, dass der Rest ebenso kompatibel ist.

Eure Release Party startet am 2. Mai in Paderborn. Mit welchem Gefühl geht ihr in diesen Moment, kurz vor dem offiziellen Release?

Wir sind natürlich aufgeregt, freuen uns aber gleichzeitig unendlich auf die Show. Wir haben vor, das gesamte neue Album darzubieten. 

Wenn das Album am 8. Mai draußen ist. Was sollen die Leute nach dem letzten Track „Katharsis“ fühlen?

… dass die Katharsis nie ganz abschließt. Das Leben ist eine stetige Weiterentwicklung. Genauso sieht´s mit der Musik aus… und die Leute sollen das Verlangen haben, die Scheibe auf Repeat zu drücken 😉  

Danke euch für eure Zeit und eure klare Haltung. Man spürt, wie viel Druck, Präzision und Überzeugung in diesem Album steckt. Für den Release von „The Lost Legion Rising“ wünsche ich euch volle Clubs, laute Nächte und genau die Resonanz, die diese Energie verdient.

Vielen Dank für Deinen Support. Genau das haben wir vor!

(Fragen beantwortet von Carl/guitars/songwriting/ TORIAN)

Interview by CK 

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