Ice Nine Kills verwandelten das LKA Longhorn Stuttgart in ein Horrorfilm-Set

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Stuttgart, der 16.06.2026 wurde ein denkwürdiger Abend für die Stuttgarter. Wenn eine Band wie Ice Nine Kills in die schwäbische Hauptstadt kommt, darf man kein gewöhnliches Metalcore-Konzert erwarten. Die US-Amerikaner haben sich längst von einer reinen Musikgruppe zu einem multimedialen Horror-Spektakel entwickelt. 

Im Rahmen ihrer „Silver Scream-A-Thon“-Tour machte die Band Halt für die Erste der beiden Shows im LKA Longhorn und verwandelte die traditionsreiche Halle für knapp 75 Minuten in eine Mischung aus Slasher-Film, Theaterbühne und Metal-Show. Unterstützt wurden sie dabei von TX2.

Die Vorfreude war spürbar, schließlich versprach die Tour etwas Besonderes: Die komplette Live-Umsetzung des Erfolgsalbums „The Silver Scream“.

Den Anfang machte TX2. Der Support-Act bewies eindrucksvoll, warum die Band in den vergangenen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit innerhalb der alternativen Szene auf sich ziehen konnte. Mit einer Mischung aus modernem Post-Hardcore, Alternative Rock und einer gehörigen Portion Attitüde gelang es den Musikern schnell, die Besucher für sich zu gewinnen.

Mit cleanen Vocals des Sängers mit Unterstützung der anderen Musiker und kraftvollen Screams konnte der Sänger überzeugen, wie auch mit seiner charmanten Art.

Einige Fans der Band sangen lauthals in den gut 45 Minuten Set mit und die Band gewann definitiv noch Einige mehr dazu.

Nach einer kurzen Umbaupause verdunkelte sich das LKA. Nebelschwaden krochen über die Bühne, während die ersten Klänge von „The Silver Scream“ durch die Halle hallten. Sofort wurde deutlich, dass Ice Nine Kills nicht einfach Songs spielen wollten. Sie präsentierten eine Show.

Mit „The American Nightmare“ begann das Set und die Menge sang jede Zeile mit und verwandelte das LKA in einen einzigen Chor. Spencer Charnas agierte dabei nicht nur als Sänger, sondern als Schauspieler, Erzähler und Zeremonienmeister zugleich.

Was folgte, war eine Reise durch die bekanntesten Horrorfilme der Kinogeschichte. „Thank God It’s Friday“ ließ die Atmosphäre von „Freitag der 13.“ aufleben, während „Stabbing in the Dark“ die Welt von Michael Myers und „Halloween“ auf die Bühne brachte. Die Mischung aus präzise gespielten Gitarrenriffs, druckvollen Breakdowns und den aufwendig inszenierten Theaterelementen funktionierte hervorragend.

Bei „The Jig Is Up“ wurde das Publikum in die makabre Welt von „Saw“ entführt. „A Grave Mistake“ sorgte anschließend für einen der emotionalsten Momente des Abends. Die Fans sangen nahezu jede Zeile lauter als die Band selbst und erzeugten eine Gänsehautstimmung, die im ansonsten sehr energiegeladenen Konzertprogramm herausstach.

Einen besonderen Höhepunkt stellte „Love Bites“ dar. Alissa White-Gluz, die ehemalige Arch Enemy Frontfrau erschien plötzlich auf der Stage performte den Song großartig mit und wurde vom Publikum direkt gefeiert.

Natürlich ließ Stuttgart die Band nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen. Die Rufe nach mehr wurden immer lauter, bis die Musiker schließlich zurückkehrten.

Mit „Meat & Greet“ und „The Great Unknown“ wurden die beiden letzten Songs des Abends gespielt…oder doch nicht?

Den Abschluss bildete „The Laugh Track“, erneut mit Unterstützung von Alissa White-Gluz. Gefühlt alle Musiker, die an dem Abend auf der Bühne standen plus die Schauspieler, die Ice Nine Kills unterstützten, feierten ausgelassen zusammen den Abschluss des ersten, großartigen Abends.

Text © by Daniel Selke | Foto © by Boris Korpak | bokopictures

Fotos von 2024 Ice Nine Kills als Support von FFDP 2024 .

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