
Adler Mannheim verlieren 1:4 bei den Grizzlys Wolfsburg
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Viel Aufwand, lange kein Ertrag und am Ende ein Ergebnis, das deutlicher aussieht als der Spielverlauf: Die Adler Mannheim haben am Sonntag, 4. Oktober 2026, bei den Grizzlys Wolfsburg mit 1:4 verloren. Mannheim brachte mehr Schüsse auf das gegnerische Tor, scheiterte aber immer wieder an Hannibal Weitzmann. Justin Feser traf zweimal für die Gastgeber. Lennard Nieleck brachte die Adler dreieinhalb Minuten vor Schluss noch einmal heran, ehe Tyler Morley und Spencer Machacek mit zwei Empty-Net-Treffern die Entscheidung besorgten. Vor 3.003 Zuschauern in der Eis Arena Wolfsburg blieb Mannheim damit erstmals seit dem 22. September wieder ohne DEL-Punkt.
Nach dem deutlichen 6:1 gegen die Iserlohn Roosters wollten die Adler ihren positiven Heimauftritt auch auswärts bestätigen. Der Start war durchaus ordentlich.
Mannheim beginnt aktiv, Wolfsburg trifft
Bereits in der ersten Minute kam Maximilian Heim zu einer guten Möglichkeit. Sein Abschluss verfehlte das Wolfsburger Tor nur knapp. Wenig später prüfte Luke Esposito Grizzlys-Keeper Hannibal Weitzmann.
Danach wurden die Gastgeber stärker.
Tyler Gaudet, Robert Lynch und Tommy Pasanen sorgten mehrfach für Gefahr vor Jake Hildebrand. Mannheim hielt zunächst dagegen, konnte den ersten Treffer aber nicht verhindern.
In der 17. Minute setzte sich Justin Feser vor dem Tor durch und brachte die Scheibe zum 1:0 an Hildebrand vorbei.
Ein ärgerlicher Zeitpunkt. Die Adler hatten selbst ihre Möglichkeiten gehabt, gingen aber mit einem Rückstand in die erste Pause.
Adler erhöhen nach der Pause den Druck
Mannheim kam aggressiv aus der Kabine.
Kristian Reichel hatte direkt nach Wiederbeginn eine gute Möglichkeit, kurz darauf folgte Leon Gawanke. Beide Male blieb der Ausgleich aus.
Wolfsburg antwortete über Julian Melchiori und Ross Mauermann, doch Hildebrand hielt die Adler im Spiel. Danach übernahm Mannheim über längere Phasen die Kontrolle.
Besonders Max Calce rückte in den Mittelpunkt. Der Youngster tauchte in der 27. Minute gefährlich vor Weitzmann auf und bekam später eine weitere gute Gelegenheit. Auch im Powerplay erhöhte Mannheim den Druck.
Der Puck wollte trotzdem nicht ins Tor.
Feser bestraft Mannheim kurz vor der Pause
Mannheim hatte sich längst im Wolfsburger Drittel festgesetzt und suchte mit viel Druck den Ausgleich.
Dann schlugen die Grizzlys auf der anderen Seite zu.
69 Sekunden vor der zweiten Pause traf Justin Feser zum zweiten Mal an diesem Nachmittag. Diesmal landete sein Abschluss präzise im Winkel.
2:0.
Wieder kassierten die Adler einen Gegentreffer kurz vor einer Drittelpause. Und wieder passte das Ergebnis nicht wirklich zu der Phase, die unmittelbar davor auf dem Eis zu sehen gewesen war.
Mannheim hatte nach 40 Minuten noch einiges zu tun.
Hildebrand verhindert früh die Vorentscheidung
Die Adler begannen den Schlussabschnitt in Überzahl. Der gewünschte Anschlusstreffer fiel jedoch nicht.
Im Gegenteil.
Tyler Gaudet bekam in Unterzahl plötzlich die große Gelegenheit zum 3:0, scheiterte aber an Hildebrand. Wenig später musste der Mannheimer Torhüter auch gegen Luis Schinko und erneut Feser eingreifen.
Mannheim blieb damit im Spiel.
Die Zeit lief allerdings davon.
Die Adler warfen nun immer mehr nach vorne und brachten insgesamt 36 Schüsse auf das Wolfsburger Tor, während die Gastgeber auf 28 kamen. Beide Teams blieben im Powerplay ohne Treffer.
Nieleck lässt Mannheim noch einmal hoffen
Dreieinhalb Minuten vor dem Ende fiel endlich der erste Mannheimer Treffer.
Alexander Ehl und Tom Kühnhackl bereiteten vor, Lennard Nieleck vollendete zum 1:2.
Plötzlich war wieder Spannung da.
Mannheim musste jetzt alles riskieren. Hildebrand verließ das Tor für einen zusätzlichen Feldspieler.
Der Plan ging nicht auf.
Zwei Empty-Net-Tore machen das Ergebnis deutlich
Wolfsburg nutzte das leere Mannheimer Tor eiskalt.
Zunächst traf Tyler Morley in der 58. Minute zum 3:1. Nur wenig später setzte Spencer Machacek den Puck ebenfalls ins verwaiste Adler-Tor und stellte auf 4:1.
Damit war die Partie entschieden.
Das Ergebnis wirkte am Ende klar. Über weite Strecken war sie das nicht.
Mannheim hatte im zweiten Drittel längere Druckphasen, kam zu mehr Abschlüssen und brachte insgesamt acht Torschüsse mehr auf das gegnerische Tor. Wolfsburg nutzte seine Möglichkeiten jedoch konsequenter und bekam mit Weitzmann den nötigen Rückhalt.
Chancenverwertung macht den Unterschied
Für die Adler war es eine dieser Niederlagen, bei denen weniger die Zahl der Chancen als deren Nutzung den Unterschied machte.
Mannheim hatte im ersten Drittel Möglichkeiten zur Führung, drängte im Mittelabschnitt auf den Ausgleich und bekam kurz vor Ende durch Nieleck tatsächlich noch einmal Zugriff auf die Partie.
Wolfsburg war effektiver.
Feser nutzte zwei entscheidende Situationen, anschließend verteidigten die Grizzlys ihren Vorsprung lange genug, um Mannheim zum Risiko mit leerem Tor zu zwingen. Morley und Machacek machten daraus schließlich ein 4:1.
Für die Adler war es nach dem 6:1 gegen Iserlohn damit die dritte Niederlage in den vergangenen fünf DEL-Partien. In der laufenden Saison stehen nach sechs Ligaspielen drei Siege sowie drei Niederlagen, zwei davon nach Verlängerung beziehungsweise Penaltyschießen, zu Buche.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Bereits am Mittwoch, 7. Oktober 2026, empfangen die Adler in der Champions Hockey League den polnischen Meister GKS Tychy in der SAP Arena. Zwei Tage später geht es in der PENNY DEL bei den Nürnberg Ice Tigers weiter.
Spieldaten
Grizzlys Wolfsburg – Adler Mannheim 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)
Tore:
1:0 Justin Feser (17.)
2:0 Justin Feser (39.)
2:1 Lennard Nieleck (57.)
3:1 Tyler Morley (58., Empty Net)
4:1 Spencer Machacek (59., Empty Net)
Torhüter Adler Mannheim:
Jake Hildebrand
Schiedsrichter:
Jan Hribik
Lukas Kohlmüller
Linespersons:
Jan Philipp Priebsch
Lukas Pfriem
Zuschauer:
3.003
Spielort:
Eis Arena Wolfsburg
Foto © by Kurz/PIX-Sportfotos














