Die Adler Mannheim gleichen beim ERC Ingolstadt einen 0:2-Rückstand durch Leon Gawanke und Matthias Plachta innerhalb von 20 Sekunden aus, verlieren aber mit 2:3 nach Verlängerung.

Adler holen nach 0:2 noch einen Punkt in Ingolstadt

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Erst lange ohne Tor, dann innerhalb von 20 Sekunden zurück im Spiel und am Ende doch nur ein Punkt: Die Adler Mannheim haben am Sonntagabend, 27. September 2026, beim ERC Ingolstadt mit 2:3 nach Verlängerungverloren. Nach einem 0:2-Rückstand retteten Leon Gawanke und Matthias Plachta die Mannschaft von Dallas Eakins mit einem schnellen Doppelschlag in die Overtime. Dort entschied Peter Abbandonato die Partie nach 63:31 Minuten für die Panther. Vor 3.548 Zuschauern in der Saturn Arena scheiterten die Adler vor allem an einem starken Devin Williams im Ingolstädter Tor.

Dabei hatte Mannheim statistisch deutlich mehr vom Spiel. Die Adler brachten 42 Schüsse auf das Tor, Ingolstadt lediglich 25. Doch Williams entschärfte 40 Versuche und kam auf eine Fangquote von 95,24 Prozent.

Williams verhindert die frühe Mannheimer Führung

Die ersten gefährlichen Aktionen gehörten Mannheim. Tom Kühnhackl kam bereits nach fünf Minuten zweimal aus zentraler Position zum Abschluss, fand in Williams aber seinen Meister. Auch Matthias Plachta und Justin Schütz brachten den Puck später nicht am Ingolstädter Schlussmann vorbei.

Auf der anderen Seite bekam auch Maximilian Franzreb Arbeit. Besonders gegen Alex Breton musste der Mannheimer Torhüter stark reagieren.

Die Adler erhielten im ersten Drittel zwei Überzahlsituationen. Nick Mattinen und Anthony Greco kamen zu Möglichkeiten, ein Treffer gelang jedoch nicht.

Nach 20 Minuten stand es 0:0.

Sheen nutzt einen Mannheimer Fehler

Auch im Mittelabschnitt erwischte Mannheim zunächst den besseren Start. Luke Esposito und Patrick Brown hatten direkt nach Wiederbeginn Möglichkeiten zur Führung.

Das erste Tor erzielte trotzdem Ingolstadt.

Riley Sheen eroberte in der 23. Minute den Puck, lief allein auf Franzreb zu und traf zum 1:0.

Mannheim erhöhte danach den Druck. Williams blieb jedoch der entscheidende Mann. Auch Brooks Macek scheiterte kurz vor der zweiten Pause am Ingolstädter Torhüter.

So gingen die Adler mit einem knappen Rückstand ins Schlussdrittel.

Schmölz erhöht im Powerplay auf 2:0

Im letzten Drittel wurde die Partie zunächst vorsichtiger. Beide Mannschaften wollten Fehler vermeiden.

Dann musste Max Calce auf die Strafbank. Ingolstadt nutzte die Überzahl konsequent. Riley Barber legte quer und Daniel Schmölz traf in der 50. Minute zum 2:0.

Für Mannheim wurde es jetzt richtig schwierig.

Zwei Tore Rückstand. Noch gut zehn Minuten auf der Uhr.

Doch die Adler brauchten anschließend nicht lange, um das Spiel komplett neu zu öffnen.

Gawanke und Plachta treffen innerhalb von 20 Sekunden

In der 54. Minute war Leon Gawanke zur Stelle. Nach Vorarbeit von Luke Esposito verkürzte der Verteidiger auf 2:1.

Nur 20 Sekunden später klingelte es erneut.

Zach Solow und John Gilmour bereiteten vor, Matthias Plachta vollendete zum 2:2.

Aus einem 0:2 war innerhalb weniger Augenblicke ein völlig offenes Spiel geworden.

Und Mannheim wollte jetzt mehr.

Zach Solow bekam kurz vor dem Ende eine gute Möglichkeit, scheiterte aber erneut an Williams. Wenig später traf Kristian Reichel nur den Pfosten.

Der komplette Turnaround lag in der Luft.

Er fiel nicht.

Abbandonato entscheidet die Verlängerung

Nach 60 Minuten ging es beim Stand von 2:2 in die Overtime.

Dort dauerte es bis zur 64. Minute. Ingolstadt schaltete nach einem Mannheimer Angriff schnell um. Alex Bretonbereitete vor, Peter Abbandonato vollendete nach 63:31 Minuten zum 3:2.

Schluss.

Mannheim nahm nach der starken Aufholjagd immerhin einen Punkt mit, musste Ingolstadt aber den Zusatzpunkt überlassen.

42 Torschüsse reichen nur für zwei Treffer

Der Blick auf die Statistik dürfte bei den Adlern gemischte Gefühle hinterlassen. Mannheim brachte 42 Schüsse auf das gegnerische Tor und damit deutlich mehr als Ingolstadt mit 25.

Doch die Effizienz fehlte.

Besonders im Powerplay blieb Potenzial liegen. Die Adler hatten vier Überzahlsituationen, nutzten davon keine. Ingolstadt kam auf drei Powerplays und erzielte dabei durch Schmölz einen Treffer.

Williams war mit 40 Paraden der auffälligste Spieler des Abends. Franzreb stoppte auf Mannheimer Seite 22 Schüsse.

Positiv blieb aus Adler-Sicht die Reaktion nach dem 0:2. Statt die Partie aus der Hand zu geben, kam Mannheim mit zwei Treffern innerhalb von 20 Sekunden zurück und war kurz vor Ende der regulären Spielzeit sogar dicht am Sieg.

Nach vier DEL-Spielen stehen die Adler damit bei acht Punkten. Weiter geht es am Donnerstag, 1. Oktober 2026, mit dem Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters.

Spieldaten

ERC Ingolstadt – Adler Mannheim 3:2 n.V. (0:0, 1:0, 1:2, 1:0)

Tore:

1:0 Riley Sheen (23.)
2:0 Daniel Schmölz (50., Powerplay)
2:1 Leon Gawanke (54.)
2:2 Matthias Plachta (55.)
3:2 Peter Abbandonato (64.)

Torhüter ERC Ingolstadt:
Devin Williams – 40 Paraden, 95,24 Prozent Fangquote

Torhüter Adler Mannheim:
Maximilian Franzreb – 22 Paraden, 88,00 Prozent Fangquote

Schiedsrichter:
Andris Ansons
David Cespiva

Linespersons:
Joshua Römer
Lukas Pfriem

Zuschauer:
3.548

Spielort:
Saturn Arena, Ingolstadt

Foto © by Traub/PIX-Sportfotos

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