Spielszene zwischen den Rhein-Neckar Löwen und der MT Melsungen am 26. September 2026 in der SAP Arena Mannheim

Löwen nehmen Revanche und schlagen Melsungen 30:28

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Vier Tage nach dem bitteren Pokal-Aus haben die Rhein-Neckar Löwen die direkte Revanche gegen die MT Melsungen geschafft. Am Samstagabend, 26. September 2026, gewann die Mannschaft von Maik Machulla in der SAP Arena mit 30:28. Zur Pause hatten die Löwen knapp mit 12:11 geführt. Vor 5.184 Zuschauern entwickelte sich erneut ein enges Duell, das erst in den letzten Sekunden entschieden wurde. Entscheidend waren ein starker David Späth, acht Treffer von Dani Baijens und eine konzentrierte Schlussphase.

Erst am Dienstag hatten sich beide Mannschaften im DHB-Pokal gegenübergestanden. Damals benötigte Melsungen eine Verlängerung, um sich mit 35:33 durchzusetzen. Diesmal blieben die Punkte in Mannheim.

Späth prägt die erste Halbzeit

Das Wiedersehen begann ungewöhnlich torarm. Beide Abwehrreihen standen kompakt und die Torhüter waren sofort im Spiel. Nach acht Minuten hatte Melsungen gerade einmal eine 2:1-Führung herausgespielt.

Die Löwen benötigten etwas Zeit, um offensiv ihren Rhythmus zu finden. Dann übernahmen Haukur Þrastarson und Dani Baijens mehr Verantwortung aus dem Rückraum. Aus einem engen Schlagabtausch wurde beim 8:6 erstmals eine Zwei-Tore-Führung für Mannheim.

Der wichtigste Mann dieser Phase stand jedoch zwischen den Pfosten.

David Späth entschärfte immer wieder freie Würfe und nahm Melsungen gleich zwei Siebenmeter ab. Nach 30 Minuten lag seine Quote bei 45 Prozent gehaltenen Bällen. Trotzdem gelang es den Löwen nicht, sich deutlicher abzusetzen. Melsungen arbeitete sich wieder heran und stellte zwischenzeitlich den Gleichstand her.

Mit 12:11 ging Mannheim schließlich in die Kabine.

Kein komfortabler Vorsprung. Aber eine Grundlage.

Löwen legen nach der Pause immer wieder vor

Marius Steinhauser eröffnete die zweite Hälfte vom Siebenmeterpunkt und erhöhte auf 13:11. Melsungen blieb jedoch dran. Die Gäste fanden immer wieder Lösungen über den Kreis und aus dem Rückraum und ließen die Löwen nicht davonziehen.

Das Spiel entwickelte sich nun nach einem klaren Muster: Mannheim legte vor, Melsungen antwortete.

Beim 20:20 war wieder alles offen.

Dann kam eine wichtige Phase für die Gastgeber. Späth parierte gegen Johannes Golla, Baijens traf auf der Gegenseite zum 21:20. Kurz darauf hielt der Löwen-Torhüter auch einen Siebenmeter von Luca Sigrist. Mannheim nutzte diese Energie. Baijens und Jannik Kohlbacher erhöhten auf 25:22. Zum ersten Mal an diesem Abend lagen drei Tore zwischen beiden Mannschaften.

Die SAP Arena war jetzt voll da.

Melsungen kommt noch einmal zurück

Entschieden war trotzdem nichts.

Melsungen erhöhte in der Schlussphase den Druck und verkürzte durch Johannes Golla, Florian Drosten und Dimitri Ignatow. Beim 26:25 war der Vorsprung der Löwen wieder auf ein einziges Tor zusammengeschmolzen.

Mannheim reagierte. Steinhauser verwandelte vom Siebenmeterpunkt, Baijens traf aus dem Rückraum zum 28:26.

Wieder zwei Tore Vorsprung.

Wieder keine Entscheidung.

Olle Forsell Schefvert brachte Melsungen auf 28:27 heran. Kohlbacher antwortete in der Schlussminute zum 29:27, ehe Reynir Stefánsson noch einmal auf 29:28 verkürzte.

Die letzten Sekunden wurden zur Nervensache.

Timmermeisters Ballgewinn macht den Weg frei

Melsungen deckte nun offensiv und suchte den letzten Ballgewinn.

Die Löwen verloren tatsächlich noch einmal die Kontrolle über den Ball. Dann kam Robert Timmermeister.

Der Rückraumspieler unterband den nächsten Melsunger Angriff und sicherte den Ball für Mannheim. Melsungen musste komplett öffnen. Die Löwen spielten die Situation sauber aus und fanden Niclas Mierzwa auf Linksaußen.

Mierzwa traf praktisch mit der Schlusssirene zum 30:28.

Diesmal gab es keine Verlängerung.

Diesmal jubelte Mannheim.

Baijens und Späth führen die Löwen an

Offensiv war Dani Baijens mit acht Toren erfolgreichster Mannheimer Werfer. Þrastarson steuerte sechs Treffer bei, Steinhauser kam auf fünf Tore, davon vier per Siebenmeter. Mierzwa und Gino Steenaerts trafen jeweils dreimal.

Mindestens ebenso wichtig war Späth. Der Nationaltorhüter beendete die Partie mit 13 Paraden, darunter drei gehaltenen Siebenmetern. Gerade in den Phasen, in denen Melsungen den Ausgleich vor Augen hatte, blieb er ein entscheidender Rückhalt.

Für die MT war Aaron Mensing mit fünf Toren bester Schütze. Erik Balenciaga und Reynir Stefánsson kamen jeweils auf vier Treffer. Nebojša Simić verbuchte elf Paraden.

Wichtige Punkte nach dem Pokal-Aus

Für die Rhein-Neckar Löwen hatte dieser Sieg gleich mehrfach Bedeutung. Einerseits gelang die schnelle Revanche für das Pokal-Aus wenige Tage zuvor. Viel wichtiger waren aber die Punkte für die Bundesliga.

Nach sechs Spieltagen stehen die Löwen nun bei 6:6 Punkten und auf Tabellenplatz acht. Melsungen kommt auf 7:5 Punkte.

Vor allem die Art des Erfolgs dürfte Mut machen. In Hannover und Göppingen hatten die Löwen enge Partien noch mit jeweils einem Tor verloren. Gegen Melsungen blieb die Mannschaft diesmal in der entscheidenden Phase ruhig.

Kein spektakulärer Kantersieg.

Dafür zwei hart erarbeitete Punkte gegen eine Mannschaft, die vier Tage zuvor noch das bessere Ende für sich gehabt hatte.

Am Freitag, 2. Oktober 2026, geht es für die Löwen auswärts bei der HSG Wetzlar weiter.

Spieldaten

Rhein-Neckar Löwen – MT Melsungen 30:28 (12:11)

Beste Torschützen Rhein-Neckar Löwen:
Dani Baijens 8
Haukur Þrastarson 6
Marius Steinhauser 5/4
Jannik Kohlbacher 3
Niclas Mierzwa 3
Gino Steenaerts 3
Robert Timmermeister 2

Beste Torschützen MT Melsungen:
Aaron Mensing 5
Erik Balenciaga 4
Reynir Stefánsson 4
Johannes Golla 3
Adrián Sipos 3
Florian Drosten 2/1
Dimitri Ignatow 2
Luca Sigrist 2/2

Torhüter Rhein-Neckar Löwen:
David Späth – 13 Paraden, davon 3 Siebenmeter

Schiedsrichterinnen:
Sophia Janz
Rosana Sug

Zuschauer:
5.184

Spielort:
SAP Arena, Mannheim

Foto © by Kösegi/PIX-Sportfotos

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