
Adler nehmen Revanche und schlagen Nürnberg mit 5:2
Beitrag teilen
Torlos nach dem ersten Drittel, drei Mannheimer Treffer im Mittelabschnitt und am Ende ein verdienter Auswärtssieg: Die Adler Mannheim haben am Freitagabend, 9. Oktober 2026, bei den Nürnberg Ice Tigers mit 5:2 gewonnen. Nick Mattinen traf doppelt, Alexander Ehl, Kristian Reichel und Leon Gawanke erzielten die weiteren Mannheimer Tore. Vor 6.026 Zuschauern in der PSD Bank Nürnberg ARENA gelang den Adlern damit zugleich die Revanche für die 3:5-Niederlage an gleicher Stelle zweieinhalb Wochen zuvor.
Besonders stark: Mannheim ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Nürnberg im Schlussdrittel aus einem 0:3 plötzlich ein 2:3 machte. Statt zu wackeln, schlugen die Adler zurück.
Chancen auf beiden Seiten, aber noch keine Tore
Die Partie brauchte keine lange Anlaufphase.
Schon in der dritten Minute setzte Matthias Plachta gleich zweimal nach einem Abpraller nach, Nürnbergs Niklas Treutle war jedoch zur Stelle. Wenig später bekam Zach Solow die nächste gute Gelegenheit, brachte den Puck aber ebenfalls nicht im Tor unter.
Auch Nürnberg meldete sich schnell an. Noah Samanski zwang Maximilian Franzreb zu einer starken Parade, wenig später tauchte Evan Barratt frei vor dem Mannheimer Tor auf. Wieder blieb Franzreb Sieger.
Die Begegnung war offen. Beide Teams kamen zu Abschlüssen, beide Torhüter waren sofort gefordert.
Anthony Greco verzog nach einem Nürnberger Scheibenverlust aus guter Position. Kurz vor der ersten Pause hatte Jackson Cates auf der anderen Seite noch einmal eine Möglichkeit für die Gastgeber.
Nach 20 Minuten stand trotzdem 0:0.
Ehl belohnt den Mannheimer Druck
Im zweiten Drittel übernahmen die Adler zunehmend die Kontrolle.
Mannheim gewann mehr Zweikämpfe, hielt den Puck länger im gegnerischen Drittel und zwang Nürnberg häufiger in die Defensive. Leon Gawanke traf zunächst nur das Außennetz.
In der 28. Minute fiel dann die längst fällige Führung.
Lennard Nieleck brachte den Puck von der Bande in die Mitte, dort nahm Alexander Ehl die Scheibe direkt und traf zum 1:0 für Mannheim.
Nürnberg antwortete beinahe sofort. Marcus Weber hatte den Ausgleich auf dem Schläger, doch Franzreb rettete mit einer starken Bewegung.
Eine wichtige Szene.
Statt 1:1 hieß es wenig später 0:2.
Mattinen und Reichel sorgen für klare Verhältnisse
In der 37. Minute wurde es vor Treutle unübersichtlich.
Kristian Reichel setzte sich auf der rechten Seite durch, sein Versuch rutschte durch den Nürnberger Torraum. Nick Mattinen war aufmerksam und schob die Scheibe zum 2:0 über die Linie.
Und Mannheim hatte noch nicht genug.
Nur zwölf Sekunden vor der zweiten Drittelpause bekam Reichel im Slot zu viel Platz. Plachta spielte den Puck hinein, Reichel zog ab und traf durch die Schoner von Treutle zum 3:0.
Drei Tore innerhalb von knapp zwölf Minuten.
Ein starkes Mitteldrittel hatte die Partie komplett in Mannheimer Richtung gedreht.
Nürnberg kommt im Powerplay zurück
Wer glaubte, die Partie sei damit entschieden, lag falsch.
Nürnberg kam deutlich aggressiver aus der zweiten Pause und bekam früh ein Überzahlspiel. Das Powerplay der Ice Tigers gehört zu den gefährlicheren der Liga, und genau das bekam Mannheim nun zu spüren.
Austin Magera legte quer, Thomas Heigl nahm Tempo auf und traf in der 44. Minute zum 1:3.
Nur eine Minute später hätte Marc Michaelis den alten Abstand wieder herstellen können. Der Mannheimer Kapitän lief alleine auf Treutle zu, konnte den Nürnberger Torhüter aber nicht überwinden.
Die Gastgeber blieben damit im Spiel.
Und sie kamen tatsächlich noch näher.
Magera macht es wieder spannend
In der 53. Minute saß erneut ein Adler auf der Strafbank.
Wieder schlug Nürnberg in Überzahl zu.
Samuel Dove-McFalls spielte auf Thomas Heigl, der weiter zu Austin Magera passte. Magera nahm den Puck direkt und traf zum 2:3.
Plötzlich war die Partie wieder völlig offen.
Aus einem komfortablen 3:0 war innerhalb von neun Minuten ein knapper Ein-Tore-Vorsprung geworden.
Die Arena war wieder da. Nürnberg drückte.
Mannheim brauchte jetzt eine Antwort.
Vier-Minuten-Strafe bringt die Wende
Die entscheidende Szene folgte knapp sieben Minuten vor dem Ende.
Nürnbergs Kapitän Marcus Weber kassierte nach einem hohen Stock eine Vier-Minuten-Strafe. Damit bekam Mannheim die große Gelegenheit, das Spiel wieder unter Kontrolle zu bringen.
Die Adler nutzten sie.
Leon Gawanke bediente Nick Mattinen, der vom linken Bullykreis abzog und Treutle in der 58. Minute zum 4:2überwand.
Mattinens zweiter Treffer des Abends.
Diesmal war Nürnberg geschlagen.
Gawanke trifft ins leere Tor
Die Ice Tigers nahmen Treutle anschließend für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis.
Mannheim blieb aufmerksam.
Leon Gawanke bekam die Scheibe und traf aus der Distanz ins verwaiste Nürnberger Tor zum 5:2-Endstand.
Damit war die Revanche perfekt.
Am 22. September hatten die Adler in Nürnberg noch mit 3:5 verloren. Damals führte Mannheim zwischenzeitlich 2:1 und glich im letzten Drittel noch einmal zum 3:3 aus, ehe Nürnberg die Partie für sich entschied. Diesmal behielten die Adler nach der Nürnberger Aufholjagd die Ruhe.
Mattinen trifft doppelt, Reichel sammelt drei Punkte
Nick Mattinen war mit zwei Toren der auffälligste Torschütze der Adler. Der Verteidiger kam auf fünf Torschüsse und stand mehr als 23 Minuten auf dem Eis.
Noch punktstärker war Kristian Reichel. Neben seinem Treffer zum 3:0 bereitete er zwei weitere Tore vor und beendete den Abend damit mit drei Scorerpunkten.
Leon Gawanke steuerte ein Tor und eine Vorlage bei.
Im Mannheimer Tor zeigte Maximilian Franzreb ebenfalls einen starken Auftritt. Der 30-Jährige parierte 24 von 26 Nürnberger Torschüssen und kam auf eine Fangquote von 92,31 Prozent. Niklas Treutle wehrte auf der anderen Seite 29 Schüsse ab.
Insgesamt brachte Mannheim 34 Schüsse auf das Nürnberger Tor, die Ice Tigers kamen auf 26.
Adler bleiben ruhig, als Nürnberg Druck macht
Gerade die Reaktion nach dem 2:3 dürfte Dallas Eakins gefallen haben.
Nürnberg hatte im Schlussdrittel Momentum, Publikum und zwei Powerplay-Tore auf seiner Seite. Mannheim ließ die Partie trotzdem nicht vollständig kippen.
Die entscheidende Überzahlsituation nutzten die Adler selbst konsequent. Insgesamt kamen beide Mannschaften auf drei Powerplays. Nürnberg verwertete zwei davon, Mannheim eines. Bei den Strafminuten stand es 6:6.
Vor allem im zweiten Drittel hatten die Adler gezeigt, wie kontrolliert sie auftreten können, wenn Forecheck und Zweikampfverhalten greifen.
Nach der 1:4-Niederlage in Wolfsburg war das die passende Reaktion.
Weiter geht es für Mannheim bereits am Sonntag, 11. Oktober 2026, wenn die Straubing Tigers in der SAP Arena zu Gast sind.
Spieldaten
Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim 2:5 (0:0, 0:3, 2:2)
Tore:
0:1 Alexander Ehl (27:59) – Nieleck, Kühnhackl
0:2 Nick Mattinen (36:04) – Reichel
0:3 Kristian Reichel (39:48) – Plachta
1:3 Thomas Heigl (43:37, Powerplay) – Magera, Cates
2:3 Austin Magera (52:29, Powerplay) – T. Heigl, Dove-McFalls
2:4 Nick Mattinen (57:16, Powerplay) – Gawanke, Macek
2:5 Leon Gawanke (58:58, Empty Net)
Torhüter Adler Mannheim:
Maximilian Franzreb – 24 Paraden, 92,31 %
Torhüter Nürnberg:
Niklas Treutle – 29 Paraden, 87,88 %
Schiedsrichter:
Marc Iwert
Jackson Kozari
Linespersons:
Kenneth Englisch
Yannik Koziol
Strafminuten:
Nürnberg 6
Mannheim 6
Zuschauer:
6.026
Spielort:
PSD Bank Nürnberg ARENA
Foto © by Eiblmaier/PIX-Sportfotos














