Spielszene zwischen den Eulen Ludwigshafen und GWD Minden am 9. Oktober 2026 in der Friedrich-Ebert-Halle

Eulen brechen vor der Pause ein und verlieren 21:30

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Eine starke Aufholphase, kurzzeitig sogar die Führung und dann ein kompletter Bruch im Spiel: Die Eulen Ludwigshafen haben ihr Heimspiel gegen GWD Minden mit 21:30 verloren. Nach einem ausgeglichenen Beginn geriet die Mannschaft von Michael Haaß in den letzten 16 Minuten der ersten Hälfte völlig aus dem Rhythmus. Aus einem 6:6 wurde bis zur Pause ein 7:16. Vor 1.567 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle war damit bereits früh die Grundlage für die deutliche Niederlage gelegt.

Nach dem 30:25-Auswärtssieg in Dormagen wollten die Eulen eigentlich nachlegen. Gegen den Bundesliga-Absteiger aus Minden gelang das nur für wenige Minuten.

Minden erwischt den besseren Start

Die Gäste waren sofort da.

Antonio Metzner erzielte den ersten Treffer der Partie, wenig später legte Max Staar zum 0:2 nach. Ludwigshafen benötigte bis zur siebten Minute für das erste eigene Tor. Vor allem GWD-Torhüter Malte Semisch machte es den Eulen früh schwer und entschärfte mehrere Abschlüsse.

Trotzdem fand Ludwigshafen anschließend ins Spiel.

Eine Zeitstrafe gegen Staar half dabei. Marc-Robin Eisel übernahm Verantwortung, die Eulen kamen über Tempo und konsequentere Abschlüsse zurück.

Aus einem 2:5 wurde ein 5:5.

In der 14. Minute gingen die Gastgeber beim 6:5 sogar erstmals in Führung. Die Halle war jetzt da, Minden wirkte kurzzeitig verunsichert.

Dann änderte sich die Partie komplett.

Aus 6:6 wird innerhalb kürzester Zeit 7:16

Minden stabilisierte seine Abwehr und stellte Ludwigshafen vor immer größere Probleme.

Mit Alexander Weck auf der Spitze funktionierte die Mindener 5:1-Deckung zunehmend besser. Die Räume für Eisel wurden enger, das Zusammenspiel der Eulen stockte und die Zahl der technischen Fehler stieg.

Gleichzeitig blieb Semisch im GWD-Tor ein Faktor.

Minden antwortete auf die Ludwigshafener Führung mit vier Treffern in Serie und zog auf 10:6 davon. Michael Haaß nahm beim 6:9 bereits in der 18. Minute seine erste Auszeit.

Die gewünschte Reaktion blieb aus.

Ludwigshafen erzielte in den letzten rund 16 Minuten der ersten Hälfte nur noch einen einzigen Treffer. Minden nutzte Ballverluste, schlechte Abschlüsse und die zunehmende Unsicherheit konsequent.

Beim 7:14 nahm Haaß die nächste Auszeit und setzte anschließend zeitweise auf den siebten Feldspieler.

Auch das brachte kaum Entlastung.

Mit 7:16 ging es in die Kabinen.

Neun Tore Rückstand nach einer Halbzeit, die beim 6:6 noch völlig offen gewesen war.

Semisch wird zum Rückhalt der Gäste

Ein wichtiger Grund für den deutlichen Zwischenstand stand im Mindener Tor.

Malte Semisch kam bis zur Pause zeitweise auf eine Fangquote von rund 50 Prozent. Insgesamt beendete er den Abend mit zehn Paraden. Tibor Ivanišević kam in der Schlussphase hinzu und entschärfte ebenfalls einen Wurf.

Die Eulen-Torhüter konnten diesen Einfluss nicht in gleicher Weise entwickeln. Janis Boieck kam auf sieben Paraden, Philipp Sebastian Wenning auf drei.

Gerade in der ersten Hälfte machte diese Differenz einen spürbaren Unterschied.

Eulen kommen besser aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel zeigte Ludwigshafen zumindest eine Reaktion.

Die Gastgeber erzielten die ersten drei Tore der zweiten Hälfte und verkürzten auf 10:16. Ein kleines Lebenszeichen.

Doch Minden geriet nicht ernsthaft ins Wanken.

Daniel Astrup Pedersen, Karolis Antanavičius und Mats Korte hielten den Angriff der Gäste stabil. Beim 12:21 nach 40 Minuten war der alte Abstand längst wieder hergestellt.

Die Partie war nun praktisch entschieden.

Minden baut den Vorsprung auf zwölf Tore aus

GWD spielte die Begegnung jetzt kontrolliert herunter.

Ludwigshafen kämpfte weiter, fand offensiv aber zu selten freie Abschlüsse. Minden verteidigte aufmerksam und nutzte Ballgewinne immer wieder über das Tempospiel.

Beim 16:28 nach rund 50 Minuten betrug der Rückstand erstmals zwölf Treffer.

Immerhin: Die Eulen ließen die Partie nicht komplett auseinanderbrechen.

In den letzten zehn Minuten verkürzten Phileas Daniel, Vincent Bülow und ihre Mitspieler noch einmal. Die zweite Halbzeit ging mit 14:14 aus.

Am Ausgang änderte das nichts mehr.

21:30.

Eisel und Daniel tragen die Eulen-Offensive

Erfolgreichster Ludwigshafener Werfer war Marc-Robin Eisel mit sechs Treffern. Phileas Daniel kam auf fünf Tore, Finn-Lukas Leun auf drei. Vincent Bülow und Theo Straub erzielten jeweils zwei Treffer.

Bei Minden führte Daniel Astrup Pedersen mit sieben Toren die Torschützenliste an. Mats Korte traf fünfmal, davon zweimal per Siebenmeter. Karolis Antanavičius erzielte vier Treffer, Mika Laurin Sajenev und Max Staar jeweils drei.

Mindens offensive Last war damit deutlich breiter verteilt.

Die erste Hälfte entscheidet den Abend

Für die Eulen war weniger das Endergebnis als die Art und Weise der ersten Hälfte besonders bitter.

Nach schwachem Start hatte sich Ludwigshafen zurückgekämpft und beim 6:5 sogar kurzzeitig die Führung übernommen. Genau danach verlor die Mannschaft komplett den Zugriff.

Technische Fehler, schwierige Würfe und Probleme gegen Mindens offensive Deckung sorgten dafür, dass aus einer offenen Partie innerhalb weniger Minuten ein deutlicher Rückstand wurde.

Die zweite Hälfte zeigte, dass Ludwigshafen mit Minden zumindest phasenweise mithalten konnte. Ein 14:14 nach der Pause reicht allerdings nicht, wenn die erste Hälfte bereits mit neun Toren verloren geht.

Nach sieben Spielen stehen die Eulen bei 4:10 Punkten. Damit wird die Situation im Tabellenkeller zunehmend unangenehm.

Einfacher wird das Programm zunächst nicht. Am 17. Oktober 2026 geht es auswärts zum HC Elbflorenz Dresden, anschließend warten die Gastspiele beim VfL Lübeck-Schwartau und beim TuS N-Lübbecke.

Spieldaten

Die Eulen Ludwigshafen – GWD Minden 21:30 (7:16)

Beste Torschützen Eulen Ludwigshafen:
Marc-Robin Eisel 6
Phileas Daniel 5
Finn-Lukas Leun 3
Vincent Bülow 2
Theo Straub 2
Friedrich Schmitt 1
Monty Kleinsteuber 1
Janis Boieck 1

Torhüter Eulen Ludwigshafen:
Janis Boieck – 7 Paraden
Philipp Sebastian Wenning – 3 Paraden

Beste Torschützen GWD Minden:
Daniel Astrup Pedersen 7
Mats Korte 5/2
Karolis Antanavičius 4
Mika Laurin Sajenev 3
Max Staar 3
Antonio Metzner 2
Jakub Šterba 2
Alexander Weck 2
Lasse Franz 1
Ian Weber 1

Torhüter GWD Minden:
Malte Semisch – 10 Paraden
Tibor Ivanišević – 1 Parade

Siebenmeter:
Eulen Ludwigshafen 0/0
GWD Minden 2/2

Zeitstrafen:
Eulen Ludwigshafen 2
GWD Minden 2

Schiedsrichter:
Sven Ernst / Johannes Sippel

Zuschauer:
1.567

Spielort:
Friedrich-Ebert-Halle, Ludwigshafen

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