Spielszene zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem ThSV Eisenach am 8. Oktober 2026 in der SAP Arena Mannheim

Löwen verlieren 29:33 gegen starken ThSV Eisenach

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Ein früher Rückstand, zu viele eigene Fehler und ein Gegner, der sich auch von zahlreichen Zeitstrafen nicht aus der Ruhe bringen ließ: Die Rhein-Neckar Löwen haben ihr Heimspiel gegen den ThSV Eisenach mit 29:33 verloren. Bereits zur Pause lag Mannheim am Donnerstagabend, 8. Oktober 2026, mit 13:18 zurück. Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwen zwar noch einmal auf drei Treffer heran, die Wende gelang vor 4.803 Zuschauern in der SAP Arena aber nicht mehr. Eisenach feierte damit seinen zweiten Saisonsieg.

Bester Werfer der Löwen war Haukur Þrastarson mit sieben Treffern. Auf Eisenacher Seite erzielte Felix Aellen ebenfalls sieben Tore, Peter Walz und Gian Attenhofer kamen jeweils auf sechs.

Eisenach erwischt den deutlich besseren Start

Schon die ersten Minuten zeigten, in welche Richtung sich der Abend entwickeln sollte.

Eisenach spielte geduldig, ging konsequent in die Zweikämpfe und fand früh Lücken in der Mannheimer Defensive. Nach zwei schnellen Treffern der Gäste gelang Þrastarson zwar das erste Löwen-Tor, doch offensiv fehlte zunächst der Rhythmus.

Nach einer Viertelstunde stand es 5:9, wenig später sogar 5:10. Maik Machulla reagierte mit einer Auszeit und brachte Jacob Lassen. Viel änderte sich zunächst nicht. Eisenachs Deckung stand kompakt, Mannheim verlor Bälle oder kam gar nicht erst in klare Wurfpositionen.

Sieben Minuten lang blieben die Löwen in dieser Phase ohne eigenen Treffer.

Das tat weh.

Walz bestraft das Spiel mit leerem Tor

Die Löwen versuchten, mit einem zusätzlichen Feldspieler offensiv mehr Druck aufzubauen. Eisenach nutzte die offenen Räume jedoch eiskalt.

Peter Walz traf gleich zweimal aus der eigenen Hälfte ins verwaiste Mannheimer Tor. Erst zum 16:12 aus Eisenacher Sicht, kurz darauf zum 17:13.

Gerade diese Szenen passten zu einer ersten Hälfte, in der bei den Gästen vieles funktionierte und Mannheim immer wieder einen Schritt hinterherlief.

Mit 13:18 ging es in die Kabinen.

Fünf Tore Rückstand. Noch nicht uneinholbar, aber die Löwen brauchten nach der Pause schnell eine Reaktion.

Löwen kommen mit Energie aus der Kabine

Die kam zunächst.

Þrastarson und Gino Steenaerts verkürzten unmittelbar nach Wiederbeginn auf 15:18. Gleichzeitig verteidigte Mannheim die ersten beiden Eisenacher Angriffe erfolgreich.

Plötzlich war wieder Leben in der SAP Arena.

Dann hielt David Späth auch noch einen Siebenmeter von Felix Aellen. Der Rückstand blieb bei drei Toren und die Gelegenheit, das Spiel endgültig zu öffnen, war da.

Doch Eisenach blieb ruhig.

Attenhofer stoppt die Mannheimer Aufholjagd

Genau in der Phase, in der die Löwen näher herankommen wollten, übernahm Gian Attenhofer.

Der Rechtsaußen erzielte zwischen der 39. und 42. Minute drei Treffer in Folge und sorgte dafür, dass Eisenach den Abstand wieder vergrößerte. Beim 18:23 waren es erneut fünf Tore.

Mannheim hatte offensiv weiter Probleme, konstant gute Abschlüsse zu produzieren. Eisenach verteidigte aggressiv, blockte Würfe und erzwang Ballverluste.

Nach 45 Minuten stand es 20:26.

Die Löwen liefen erneut sechs Toren hinterher.

Späth hält dagegen, Eisenach bleibt konsequent

Aufgeben wollten sich die Gastgeber nicht.

Späth sammelte weitere Paraden, Robert Timmermeister verkürzte auf 22:26. Auch Þrastarson, Edwin Aspenbäck und Dani Baijens suchten immer wieder den direkten Weg Richtung Tor.

Doch jedes Mal, wenn Mannheim die Chance bekam, den Rückstand entscheidend zu reduzieren, hatte Eisenach eine Antwort.

Beim 24:30 verwandelte Aellen einen Siebenmeter. Die Gäste hielten damit auch in der Schlussphase ausreichend Abstand.

Dass Eisenach dabei insgesamt sieben Zwei-Minuten-Strafen kassierte, machte den Abend aus Löwen-Sicht noch ärgerlicher. Mannheim spielte lediglich dreimal in Unterzahl, konnte aus den zahlreichen Überzahlsituationen aber nicht genügend Kapital schlagen.

Eisenach lässt nichts mehr anbrennen

In den letzten Minuten verkürzten die Löwen noch einmal.

Eisenach geriet trotzdem nicht mehr ernsthaft ins Wanken. Die Mannschaft von Sebastian Hinze spielte ihre Angriffe geduldig zu Ende und vermied genau die Fehler, die Mannheim für einen letzten Lauf gebraucht hätte.

Beim 29:33 war Schluss.

Der ThSV jubelte über einen verdienten Auswärtssieg. Mannheim blieb dagegen mit einem Abend zurück, an dem Einsatz vorhanden war, die notwendige Konsequenz aber zu oft fehlte.

Þrastarson bester Löwen-Werfer

Haukur Þrastarson erzielte sieben Tore und war damit Mannheims erfolgreichster Schütze. Edwin Aspenbäck kam auf fünf Treffer, Dani Baijens und Gino Steenaerts erzielten jeweils vier.

David Späth parierte zehn Würfe inklusive eines Siebenmeters. Mike Jensen kam auf eine Parade.

Bei Eisenach führten Felix Aellen mit sieben Treffern sowie Peter Walz und Gian Attenhofer mit jeweils sechs Toren die Offensive an. David Móré traf viermal und blieb bei seinen Abschlüssen ohne Fehlwurf. Matija Spikic und Mats Grupe sammelten zusammen acht Paraden.

Löwen rutschen auf 7:9 Punkte ab

Nach dem 30:30 in Wetzlar folgte damit die nächste Enttäuschung.

Nach acht Bundesliga-Partien stehen die Rhein-Neckar Löwen bei 7:9 Punkten und auf Tabellenplatz elf. Eisenach verbesserte sich durch den Auswärtserfolg auf 5:11 Punkte.

Leichter wird das Programm nicht.

Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, müssen die Löwen beim THW Kiel antreten. Anschließend wartet am 25. Oktober mit dem SC Magdeburg bereits der nächste Hochkaräter in der SAP Arena.

Spieldaten

Rhein-Neckar Löwen – ThSV Eisenach 29:33 (13:18)

Beste Torschützen Rhein-Neckar Löwen:
Haukur Þrastarson 7
Edwin Aspenbäck 5
Dani Baijens 4
Gino Steenaerts 4
Niclas Mierzwa 3/3
Robert Timmermeister 2
Aron Seesing 2
Tim Nothdurft 1
Jannik Kohlbacher 1

Torhüter Rhein-Neckar Löwen:
David Späth – 10 Paraden, davon 1 Siebenmeter
Mike Jensen – 1 Parade

Beste Torschützen ThSV Eisenach:
Felix Aellen 7/4
Peter Walz 6
Gian Attenhofer 6
David Móré 4
Dominik Solak 3
Marko Grgić? Nein – laut offiziellem Spielbericht nicht im Aufgebot.
Aleksa Antonijevic 2
Elias Scholtes 2
Oskar Joelsson 1
Stephan Seitz 1
Tillman Leu 1

Torhüter ThSV Eisenach:
Matija Spikic – 6 Paraden
Mats Grupe – 2 Paraden

Zeitstrafen:
Rhein-Neckar Löwen 3 × 2 Minuten
ThSV Eisenach 7 × 2 Minuten

Siebenmeter:
Rhein-Neckar Löwen 3/3
ThSV Eisenach 4/5

Schiedsrichter:
Markus Kauth / Andre Kolb

Zuschauer:
4.803

Spielort:
SAP Arena, Mannheim

Foto © by Kösegi/PIX-Sportfotos

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