Broilers bei ihrem ausverkauften Sommer-Open-Air 2026 auf der Loreley Freilichtbühne

Broilers feiern ausverkauftes Sommer-Open-Air auf der Loreley

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Wenn Broilers auf der Loreley Freilichtbühne spielen, bringt schon die Kulisse etwas Besonderes mit. Hoch über dem Rhein, zwischen Felsen, Weinbergen und dieser fast schon ehrwürdigen Open-Air-Atmosphäre traf die Düsseldorfer Punkrock-Band am 8. August 2026 auf ein restlos ausverkauftes Gelände.

Der Abend fühlte sich von Anfang an größer an als ein gewöhnlicher Tourstopp. Sommerluft, volle Ränge, dichtes Gedränge vor der Bühne. Und ein Publikum, das offensichtlich bereit war, jede Zeile mitzunehmen.

Hot Water Music eröffnen mit Druck und Melancholie

Den Anfang machten Hot Water Music. Die US-Amerikaner brauchten keine lange Aufwärmphase und legten mit ihrem rauen Punkrock direkt ordentlich vor.

„Remedy“„Drag My Body“ und „Turnstile“ sorgten früh für Bewegung im Publikum. Dazu kamen Songs wie „Menace“„State of Grace“ und „Fences“, bei denen die typische Mischung aus Druck und Melancholie besonders gut funktionierte.

Hot Water Music wirkten nie wie bloßer Support. Eher wie eine Band, die selbst problemlos einen solchen Abend tragen könnte. Mit „Turn the Dial“ und „Trusty Chords“ endete ein Set, das die Loreley schon vor dem Hauptact ordentlich auf Temperatur brachte.

Broilers starten mit „Zurück zum Beton“

Dann gingen die Lichter aus.

Die Broilers betraten die Bühne und eröffneten mit „Zurück zum Beton“. Keine lange Ansage, kein großes Vorspiel. Rein ins Set.

Mit „Wo es hingeht“„Schwer verliebter Hooligan“ und „Meine Familie“ folgten direkt mehrere Songs, die vom Publikum laut mitgesungen wurden. Die Loreley war innerhalb weniger Minuten komplett da.

Genau darin liegt die große Live-Stärke der Broilers: Sie spielen Punkrock, aber nie eindimensional. Streetpunk, Ska, Rock, Pathos und große Refrains greifen ineinander, ohne dass es konstruiert wirkt.

Zwischen Abriss und großen Gefühlen

Mit „Gib das Schiff nicht auf!“„Paul der Hooligan“„Lofi“ und „Wie weit wir gehen“ blieb der Druck hoch. Vor der Bühne wurde getanzt, weiter hinten standen die Leute mit erhobenen Armen und sangen trotzdem jede Zeile mit.

Dann kippte die Stimmung immer wieder in ruhigere, persönlichere Momente. „Alice und Sarah“„Die Beste aller Zeiten“ und „Ihr da oben“ sorgten für diese kurzen Augenblicke, in denen tausende Menschen plötzlich ganz still werden können.

Nur um wenig später wieder komplett auszurasten.

Medley und Überraschungen im Set

Ein besonderer Moment war der Medley-Block aus „Wenn Du jetzt denkst“„Anti, Anti, Anti“„Dumm und glücklich“„Nur die Nacht weiß“ und „Heute schon gelebt“. Ein schneller Ritt durch verschiedene Phasen der Bandgeschichte.

Dazu kamen „Nach Hause kommen / Zurück zu mir“„Ich brenn’“ und „Held in unserer Mitte“.

Für Abwechslung sorgte außerdem die ungewöhnliche Kombination aus „The Boys of Summer“ und „I’m So Excited“. Danach ging es mit „In 80 Tagen um die Welt“„33 rpm“ und „Ist da jemand?“ wieder zurück ins klassische Broilers-Repertoire.

Zwei Zugaben, weil eine nicht reicht

Natürlich war nach dem regulären Set noch lange nicht Schluss.

Mit „Singe, seufze & saufe“„Ruby Light & Dark“„Nicht alles endet irgendwann“ und „Nur nach vorne gehen“ startete die erste Zugabe. Die Fans wollten mehr. Bekamen sie.

Für die zweite Zugabe kehrten die Broilers erneut zurück und legten mit „Tanzt du noch einmal mit mir?“ nach. Danach folgte „Cigarettes, Whiskey, and Wild, Wild Women“, bevor mit „Meine Sache“ ein echter Fanliebling kam.

Den letzten Ton des Abends setzte „Blume“.

Die Loreley bekommt ihr Punkrock-Kapitel

Was blieb, war dieses typische Bild nach einem richtig guten Open-Air: verschwitzte Shirts, heisere Stimmen, Leute mit einem Grinsen im Gesicht.

Hot Water Music hatten den Abend stark eröffnet. Die Broilers machten daraus anschließend eine große, emotionale Punkrock-Feier.

Ausverkauft, laut, zwischendurch sehr persönlich. Genau diese Mischung passte perfekt zur Loreley.

Text & Foto © by Jan Heesch

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