
The BossHoss bringen „Back to the Boots“ ins ausverkaufte Amphitheater Hanau
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Hanau, 7. August 2026. Cowboyhut auf, Stiefel an und ab ins Amphitheater. Viel mehr brauchte es an diesem Freitagabend eigentlich nicht. Beim ausverkauften Konzert von The BossHoss passte schon die Kulisse perfekt zum Motto „Back to the Boots“. Die Ränge voll, der Innenraum dicht gefüllt, laue Sommerluft. Beste Voraussetzungen.
Und Hanau hatte Bock.
The Silverettes starten ohne lange Aufwärmphase
Den Auftakt übernahmen The Silverettes. Das Trio brachte mit seinem Mix aus Rockabilly, Rock’n’Roll und modernen Einflüssen schnell Bewegung in die historische Location.
Keine vorsichtige Nummer zum Einstieg. Die drei legten direkt los, machten Tempo und hatten das Publikum schnell auf ihrer Seite. Genau so muss ein Support funktionieren.
Dann wurde umgebaut. Und es wurde Zeit für Berlin.
The BossHoss setzen auf Country-Rock mit ordentlich Druck
Als The BossHoss die Bühne betraten, war sofort klar: „Back to the Boots“ ist nicht bloß ein Tourtitel. Es ist Programm.
Die Band mischte Country, Southern Rock, Americana und Rock’n’Roll zu jenem Sound, der sie seit Jahren unverwechselbar macht. Dazu die Stimmen von Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss Power“ Vollmer, druckvolle Gitarren und ein Rhythmusfundament, das kaum Gelegenheit zum Stillstehen ließ.
Der Sound war satt. Die Band wirkte bestens aufgelegt. Und das Amphitheater wurde ziemlich schnell zum Western-Saloon mit Festivalpegel.
Große Hits werden vom ganzen Amphitheater getragen
Natürlich warteten viele auf die bekannten Songs. „Don’t Gimme That“, „Dos Bros“, „Do It“ und „Jolene“ sorgten für jene Momente, in denen die Band kaum noch selbst singen musste.
Die Refrains kamen geschlossen aus dem Publikum zurück.
Genau darin liegt eine der größten Stärken von The BossHoss: Ihre Songs funktionieren live sofort. Kein komplizierter Aufbau, kein langes Erklären. Ein Riff reicht, der Refrain sitzt, alle grölen mit.
„Back to the Boots“ verbindet alte Hits mit neuem Material
Besonders gut funktionierte der Abend dann, wenn neue Songs auf die bekannten Klassiker trafen. Dadurch bekam die Show genug Abwechslung, ohne ihren roten Faden zu verlieren.
Country-Rock klang hier jedenfalls nicht nach gemütlichem Lagerfeuer. Die Gitarren kamen mit Druck, die Drums schoben und die Band hielt das Tempo hoch.
Zwischendurch durfte es lässiger werden. Aber nie lang.
Die historische Kulisse wird zur Westernstadt
Auch optisch hatte die Produktion einiges drauf. Die Bühne griff die typische Americana- und Western-Ästhetik der Band auf, ohne zur Kulisse aus dem Freizeitpark zu werden.
Licht, Bühnenbild und Bewegung passten zusammen. Die Musiker nutzten die komplette Bühne, suchten immer wieder den Kontakt zum Publikum und spielten nicht einfach stumpf ihre Setlist herunter.
Gerade im Amphitheater wirkte das stark. Die historische Kulisse und die moderne Rockshow gingen erstaunlich gut zusammen.
Hanau feiert bis zum letzten Song
Im Publikum wurde getanzt, geklatscht und laut mitgesungen. Cowboyhüte waren erwartbar zahlreich vertreten, aber der Altersmix zeigte einmal mehr, wie breit The BossHoss mittlerweile aufgestellt sind.
Da standen langjährige Fans neben jüngeren Besuchern. Und spätestens bei den großen Refrains war ohnehin egal, wer seit wann dabei ist.
Je später der Abend wurde, desto mehr entwickelte sich das Konzert zu einer großen Sommerparty. Ausverkauftes Amphitheater, warme Augustnacht, starker Support und eine Band, die live weiß, was sie tut.
Mehr braucht es manchmal tatsächlich nicht.
The BossHoss liefern einen starken Open-Air-Abend
Als die letzten Töne verklangen, blieb vor allem dieses Bild hängen: ein volles Amphitheater, viele erhobene Hände und eine Band, die ihren Country-Rock nicht nur spielt, sondern lebt.
The BossHoss haben in Hanau gezeigt, dass ihr Mix aus Western-Flair und Rock’n’Roll auch 2026 noch hervorragend funktioniert. Laut, direkt und mit genug Druck, um aus einem gemütlichen Sommerabend eine echte Party zu machen.
Text & Fotos © by Jan Heesch













