
Bush feiern ein furioses Wiedersehen in der ausverkauften Batschkapp Frankfurt
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Frankfurt am Main, 6. Juni 2026 – Die Luft in der ausverkauften Batschkapp knisterte bereits lange vor dem ersten Ton. Als Bush am Samstagabend die Bühne betraten, wurde schnell klar: Dieses Konzert würde weit mehr werden als eine nostalgische Reise durch die Neunziger. Die britischen Alternative-Rock-Veteranen präsentierten sich energiegeladen, spielfreudig und erstaunlich frisch – vor einem Publikum, das jede Zeile mitsang und die Band frenetisch feierte.
Bereits mit dem Opener „Everything Zen“ setzte die Gruppe um Frontmann Gavin Rossdale ein erstes Ausrufezeichen. Die druckvollen Gitarrenriffs und Rossdales unverwechselbare Stimme katapultierten die Zuschauer direkt zurück in die Glanzzeiten des Alternative Rock. Ohne größere Verschnaufpause folgte „Bullet Holes“, das die Energie im Saal weiter anheizte.
Besonders bemerkenswert war die gelungene Balance zwischen Klassikern und neuerem Material. Songs wie „We’re All the Same on the Inside“, „The Land of Milk and Honey“, „60 Ways to Forget People“ und „I Beat Loneliness“ fügten sich nahtlos in das Set ein und bewiesen, dass Bush auch Jahrzehnte nach ihrem Durchbruch musikalisch relevant geblieben sind.
Emotional wurde es während „Glycerine“. Nur von gedämpftem Licht begleitet, verwandelte sich die Batschkapp für wenige Minuten in einen riesigen Chor. Hunderte Stimmen sangen jede Zeile mit, während Rossdale die intime Atmosphäre sichtlich genoss. Es war einer jener Konzertmomente, die noch lange in Erinnerung bleiben.
Doch Bush wären nicht Bush, wenn sie es dabei belassen würden. Mit „More Than Machines“ und „Flowers on a Grave“ zog die Intensität wieder deutlich an. Die Band wirkte dabei eingespielt und fokussiert, während Rossdale unermüdlich die Nähe zum Publikum suchte und mehrfach den direkten Kontakt zu den Fans in den ersten Reihen suchte und auch die Fans auf der Empore wurden nicht vergessen.
Nach dem regulären Set verabschiedete sich die Band zunächst unter lautstarken Zugabe-Rufen. Natürlich ließ sich das Publikum nicht lange bitten. Mit „Swallowed“ begann ein dreiteiliger Encore, der noch einmal sämtliche Stärken der Band vereinte: Melodie, Härte und große Refrains.
Als schließlich die ersten Takte von „Machinehead“ erklangen, explodierte die Halle förmlich. Der Song entwickelte sich zu einem der absoluten Höhepunkte des Abends. Den krönenden Abschluss bildete das zeitlose „Comedown“, bei dem Fans und Band gemeinsam ein letztes Mal alles gaben.
Nach knapp zwei Stunden verließen Bush die Bühne unter donnerndem Applaus. Die Zuschauer in Frankfurt hatten nicht nur eine Band erlebt, die ihre größten Hits präsentierte, sondern eine Formation, die auch 2026 noch mit Leidenschaft, Spielfreude und musikalischer Überzeugungskraft begeistert.
Setlist:
- Everything Zen
- Bullet Holes
- We’re All the Same on the Inside
- The Chemicals Between Us
- The Land of Milk and Honey
- Ghosts in the Machine
- Identity
- Quicksand
- 60 Ways to Forget People
- Human Sand
- May Your Love Be Pure
- Little Things
- Glycerine
- More Than Machines
- Flowers on a Grave
- I Beat Loneliness
Encore:
- Swallowed
- Machinehead
- Comedown
Bush lieferten in Frankfurt eine beeindruckende Vorstellung ab, die eindrucksvoll zeigte, warum die Band seit über drei Jahrzehnten zu den wichtigsten Vertretern des Alternative Rock zählt. Zwischen nostalgischen Momenten, kraftvollen Gitarrenwänden und modernen Songs entstand ein Konzertabend, der den Fans noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Bilder und Text by Jan Heesch














