Spielszene beim Südwestderby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC im Fritz-Walter-Stadion

FC Kaiserslautern gegen Karlsruher SC: Derby ohne Tore, aber nicht ohne Spannung

Beitrag teilen

Tore fehlten an diesem Abend. An Derbycharakter mangelte es dagegen nicht. Der 1. FC Kaiserslautern und der Karlsruher SC trennten sich am Samstag, 15. August 2026, im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion mit 0:0. 49.327 Zuschauer sahen ein intensives Südwestderby, das vor allem von Zweikämpfen, kleinen Reibereien und mehreren starken Torhüteraktionen geprägt war. 

Kaiserslautern kam zunächst besser in die Begegnung. Die Gastgeber suchten früh den Weg nach vorne und hatten durch Mërgim Berisha eine der ersten guten Möglichkeiten, sein Abschluss aus spitzem Winkel landete allerdings am Außennetz. Karlsruhe brauchte etwas länger, um offensiv Wirkung zu entwickeln. Dann wurde es gefährlich.

Krahl verhindert den Rückstand vor der Pause

Moritz Broschinski brachte den Lauterer Schlussmann Julian Krahl noch vor der Pause ernsthaft in Bedrängnis. Krahl blieb aufmerksam und verhinderte die Karlsruher Führung. Für den FCK kam kurz darauf ein weiterer Rückschlag hinzu: Naatan Skyttä musste verletzt ausgewechselt werden, Ibrahim Kanaté kam für ihn ins Spiel. Auch Broschinski konnte später nicht weitermachen. John Davis Meyer ersetzte ihn und kam damit zu seinem Profidebüt. 

Zur Halbzeit stand weiterhin die Null auf beiden Seiten. Das passte zum Verlauf. Kaiserslautern hatte ordentlich begonnen, Karlsruhe war mit zunehmender Spielzeit besser in die Partie gekommen.

Kanaté hat die Führung auf dem Fuß

Nach dem Seitenwechsel bot sich dem FCK eine seiner besten Gelegenheiten. Marlon Ritter schickte Kanaté in Richtung Karlsruher Tor. Der Angreifer kam an Hans Christian Bernat vorbei, doch Christoph Kobald rettete für den KSC noch vor der Linie. 

Danach übernahm Karlsruhe mehr Kontrolle. Rafael Pinto Pedrosa tauchte gefährlich vor Krahl auf, wenig später musste der Lauterer Keeper auch gegen einen Distanzschuss von Kobald eingreifen. Der KSC hatte nun seine stärkste Phase und zwang die FCK-Defensive häufiger zu Arbeit. 

Krahl hielt dagegen.

Karlsruhe drückt, Kaiserslautern hält stand

Auch Marvin Wanitzek suchte aus der Distanz den Abschluss. Selbst KSC-Torhüter Hans Christian Bernat versuchte es später mit einem weit geschlagenen Freistoß direkt aufs Lauterer Tor. Wieder war Krahl zur Stelle. 

In der Schlussphase bekam auch Kaiserslautern noch Möglichkeiten. Jan Elvedi konnte eine davon nicht nutzen, in der Nachspielzeit blieb ein Kopfball von Erencan Yardımcı ohne Erfolg. Auf der anderen Seite fand auch Louey Ben Farhat keinen Weg zum entscheidenden Treffer. 

Dann war Schluss.

0:0. Kein Sieger im Südwestderby. Für Karlsruhe dürfte angesichts der guten Möglichkeiten nach der Pause durchaus mehr möglich gewesen sein, während sich Kaiserslautern vor allem auf einen starken Julian Krahl verlassen konnte.

FCK bleibt auch im zweiten Saisonspiel ohne Gegentor

Für den 1. FC Kaiserslautern war es das zweite torlose Unentschieden nacheinander. Bereits beim Saisonauftakt in Wolfsburg hatte es 0:0 gestanden. Damit hat der FCK nach zwei Spieltagen zwei Punkte auf dem Konto und bislang weder getroffen noch ein Gegentor kassiert. Karlsruhe steht nach dem 2:1 gegen Arminia Bielefeld und dem Remis auf dem Betzenberg bei vier Punkten. 

Der KSC ist bereits am Freitag, 21. August 2026, wieder gefordert. Dann geht es in der ersten Runde des DFB-Pokals zu Preußen Münster. 

Spieldaten

  1. FC Kaiserslautern – Karlsruher SC 0:0

Tore:
keine

Gelbe Karten:

FCK: Marlon Ritter (27.), Maxwell Gyamfi (87.), Ibrahim Kanaté (90.+7)

KSC: Deniz Ofli (16.), Lilian Egloff (26.), Rafael Pinto Pedrosa (27.)

Schiedsrichter: Richard Hempel

Zuschauer: 49.327, ausverkauft

Foto © Reddig/PIX-Sportfotos

Beitrag teilen