Spielszene zwischen dem VfR Mannheim und Eintracht Trier am 16. August 2026 im Rhein-Neckar-Stadion Mannheim

VfR Mannheim gegen Eintracht Trier: Später Treffer entscheidet Heimpremiere

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Der VfR Mannheim hat seine Heimpremiere in der Regionalliga Südwest auf denkbar unglückliche Weise verloren. Gegen Eintracht Trier kassierten die Rasenspieler am Sonntag, 16. August 2026, in der Nachspielzeit das entscheidende Gegentor zum 1:2. Bei 34 Grad und vor 1.075 Zuschauern im Rhein-Neckar-Stadion lieferten sich beide Mannschaften eine intensive Partie, in der Mannheim nach frühem Rückstand schnell zurückkam und lange zumindest einen Punkt in der Hand hatte.

Dabei hätte der Nachmittag für den VfR kaum besser beginnen können. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Alexander Esswein auf der rechten Seite freigespielt wurde und aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Der Ball landete jedoch am Pfosten. Die Führung lag in der Luft, fiel kurz darauf aber auf der anderen Seite.

Singer trifft früh, Esswein antwortet vom Punkt

Trier nutzte seine erste Gelegenheit konsequent. Jonas Singer, erstmals in der Startelf der Eintracht, setzte sich nach einem hohen Ball gegen seinen Gegenspieler durch, zog von halblinks in den Strafraum und traf in der vierten Minute ins lange Eck zum 0:1. Ein früher Dämpfer für die Mannheimer, die sich davon allerdings nicht aus dem Rhythmus bringen ließen.

Der VfR suchte weiter den Weg nach vorne und bekam nach 23 Minuten die Gelegenheit zum Ausgleich. Malcolm Hartmann wurde an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht, Schiedsrichter Elias Appel entschied auf Elfmeter. Esswein übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1. Zuvor noch am Pfosten gescheitert, machte es der erfahrene Angreifer diesmal besser.

Auch Trier blieb gefährlich. Damjan Marceta kam nach einer Ecke zum Kopfball, setzte den Ball aber über das Mannheimer Tor. Mit dem 1:1 ging es schließlich in die Pause.

Hitze kostet auf beiden Seiten Kräfte

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst offen. Mannheim kam in der 56. Minute über Alexandru Paraschiv gefährlich vor das Tor, dessen abgefälschter Flachschuss knapp vorbeiging. Auf der anderen Seite fehlte Sinan Tekerci bei einem Schlenzer nur wenig zum erneuten Trierer Führungstreffer.

Mit jeder Minute wurde deutlicher, unter welchen Bedingungen dieses Spiel stattfand. 34 Grad auf dem Platz verlangten beiden Mannschaften einiges ab. Das Tempo blieb ordentlich, die klaren Torchancen wurden aber seltener. Trier kam über Elia Dittrich noch einmal gefährlich über die Seite, später setzte Tim Sausen zu einem Solo an, das erst kurz vor VfR-Torhüter Nreca-Bisinger gestoppt wurde.

Viel deutete nun auf ein 1:1 hin. Für den Aufsteiger wäre es nach dem 2:2 beim FSV Frankfurt zum Saisonstart der zweite Punkt im zweiten Regionalliga-Spiel gewesen.

Dann kam die Nachspielzeit.

Singer bestraft Mannheim in der 92. Minute

Trier startete über die rechte Seite noch einen Angriff. Tim Sausen brachte den Ball flach ins Zentrum, Elia Dittrich bekam ihn zunächst nicht sauber aufs Tor, blieb aber in der Szene und brachte die Kugel doch noch in die gefährliche Zone.

Dort stand wieder Jonas Singer.

Der Sommerneuzugang schob in der 90.+2 Minute zum 1:2 ein und sorgte für großen Jubel bei den rund 350 mitgereisten Trierer Anhängern. Für Singer war es der zweite Treffer des Nachmittags. Mannheim blieb praktisch keine Zeit mehr für eine Antwort.

Ein bitterer Ausgang für den VfR. Die Rasenspieler hatten gerade in der Anfangsphase selbst die Möglichkeit, das Spiel früh in ihre Richtung zu ziehen, kamen nach dem Rückstand verdient zurück und hielten die Partie bis tief in die Schlussphase offen. Der eine Moment in der Nachspielzeit entschied schließlich.

VfR zahlt bei der Heimpremiere Lehrgeld

Nach mehr als zwei Jahrzehnten ist der VfR Mannheim zurück in der Regionalliga Südwest. Beim 2:2 zum Auftakt gegen den FSV Frankfurt hatte die Mannschaft bereits gezeigt, dass sie in der neuen Spielklasse mithalten kann. Auch gegen Trier war der VfR keineswegs deutlich unterlegen.

Diesmal fehlte am Ende allerdings die letzte Konsequenz. Essweins Pfostentreffer nach zwei Minuten, Paraschivs Möglichkeit nach der Pause und der Gegentreffer unmittelbar vor dem Abpfiff erzählen ziemlich gut, warum Mannheim an diesem Nachmittag ohne Punkt blieb.

Für Eintracht Trier war es dagegen der erste Sieg der neuen Regionalliga-Saison. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz zum Auftakt steht die Mannschaft nun bei drei Punkten und geht mit einem Erfolgserlebnis in das anstehende DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig.

Spieldaten

VfR Mannheim – SV Eintracht Trier 1:2 (1:1)

Tore:
0:1 Jonas Singer (4.)
1:1 Alexander Esswein (23., Foulelfmeter)
1:2 Jonas Singer (90.+2)

Schiedsrichter: Elias Appel
Zuschauer: 1.075
Spielort: Rhein-Neckar-Stadion, Mannheim

Foto © Adler/PIX-Sportfotos

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