Ein anmutiges Pferd steigt während der Apassionata-Show „Gefährten des Lichts“ in der SAP-Arena Mannheim auf die Hinterbeine, umgeben von stimmungsvollem Rampenlicht.

Apassionata in der SAP-Arena: „Gefährten des Lichts“ verzaubert Mannheim

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Der Geruch von feuchtem Sand liegt in der Luft, das Hallenlicht in der Mannheimer SAP-Arena dimmt langsam herunter und auf den Rängen wird es schlagartig still. Wenn Europas bekannteste Pferdeshow in die Kurpfalz kommt, ist die Halle bis in den letzten Winkel gefüllt. „Gefährten des Lichts“ lockte am Wochenende nicht nur eingefleischte Reitsportfans an – auf den Tribünen saßen vor allem Familien, und die leuchtenden Kinderaugen sprachen schon vor dem ersten Hufschlag Bände. Wer sich auf diese Show einlässt, erwartet keine klassische Reitsportveranstaltung, sondern großes Entertainment. Und genau das lieferte Apassionata vom ersten Moment an.

Auf Weltreise mit Alana: Wenn die Arena zur Kulisse wird

Im Zentrum der Inszenierung steht die junge Alana, die das Publikum mit auf eine packende Reise durch Raum und Zeit nimmt. Ihre Mission: Sie muss die Welt vor der aufziehenden Dunkelheit retten. Auf der Suche nach den anderen „Gefährten des Lichts“ führt sie die Handlung durch verschiedenste Epochen und Kulturen, von den weiten Steppen Amerikas bis tief hinein nach Asien. Der rote Faden der Geschichte ist dabei klug gestrickt. Alana lernt, dass es vor allem Eigenschaften wie Mut, Geduld, Großzügigkeit, Mitgefühl und Liebe braucht, um das Herz zum Leuchten zu bringen.

Auch wenn die Story phasenweise etwas pathetisch daherkommt, erfüllt sie genau ihren Zweck: Sie liefert den perfekten, stimmungsvollen Rahmen für das eigentliche Highlight des Abends – die Tiere.

Zwischen wilden Stunts und feiner Freiheitsdressur

Sobald die Pferde die Arena betreten, rückt alles andere in den Hintergrund. Was die Zuschauer in Mannheim geboten bekamen, war reiterliches Können auf absolutem Top-Niveau, gepaart mit einer atemberaubenden visuellen Umsetzung. Ob wendige Cowhorses, traditionelle Indianerpferde oder majestätische Dressurhengste – die Vielfalt der gezeigten Rassen und Reitweisen ließ keine Wünsche offen.

Besonders beeindruckend gerieten die Extreme der Show. Auf der einen Seite die actiongeladenen Stuntreiter, die bei vollem Galopp durch die Halle fegten, sich an den Flanken ihrer Tiere herabgleiten ließen und für offene Münder im Publikum sorgten. Auf der anderen Seite die Momente der absoluten Stille bei der Freiheitsdressur. Wenn ein einzelner Mensch in der Mitte der Arena nur durch feinste Körpersprache und blindes Vertrauen ein elegantes Tier dirigiert, ist die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Pferd bis in die obersten Ränge spürbar. Unterstützt durch ein exzellent abgemischtes Sounddesign und treibenden Live-Gesang, verschmolzen Reiter und Tier in diesen Minuten zu einer perfekten Einheit.

Ein Abend, der den Alltag verblassen lässt

Apassionata hat in Mannheim eindrucksvoll bewiesen, wie man ein generationenübergreifendes Publikum zweieinhalb Stunden lang komplett in eine andere Welt zieht. Die Sorgen des Alltags blieben an diesem Abend verlässlich draußen vor den Arenatüren. Die Mischung aus Artistik, fesselnder Musik und der unbestreitbaren Magie der Pferde funktionierte reibungslos und hinterließ eine Menge glücklicher Gesichter, die sich auf dem Heimweg durch die kühle Mannheimer Nacht machten. Ein starkes Stück Entertainment, das die Vorfreude auf das nächste Pferde-Event in der SAP-Arena definitiv weckt.

Fotos & Text © by Fabienne & Christoph Blüthner

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