
Greco entscheidet spät: Adler schlagen Krefeld 4:1
Beitrag teilen
Lange war diese Partie deutlich enger, als es das Endergebnis vermuten lässt. Die Adler Mannheim haben am Freitagabend, 25. September 2026, gegen Aufsteiger Krefeld Pinguine mit 4:1 gewonnen und damit nach der 3:5-Niederlage in Nürnberg die passende Antwort gegeben. Erst zwei Empty-Net-Tore von Anthony Greco in den letzten Minuten sorgten für den klaren Endstand. Zuvor hatten Patrick Brown und Jérémie Poirier für Mannheim getroffen. Vor 11.602 Zuschauern in der SAP Arena musste die Mannschaft von Dallas Eakins bis tief ins Schlussdrittel um den zweiten DEL-Heimsieg der Saison kämpfen.
Krefeld präsentierte sich keineswegs wie ein Aufsteiger, der nur auf Schadensbegrenzung aus war. Die Gäste hielten das Tempo hoch, verteidigten kompakt und blieben bis in die Schlussphase nur einen Treffer zurück.
Torloses erstes Drittel mit Chancen auf beiden Seiten
Die ersten Minuten gehörten zunächst den Pinguinen. Krefeld setzte sich früh im Mannheimer Drittel fest und beschäftigte Maximilian Franzreb, der diesmal anstelle von Jake Hildebrand im Adler-Tor begann. Auch auf der anderen Seite bekam Juha Jatkola schnell Arbeit. Leon Gawanke kam frei zum Abschluss, später fehlte Kris Bennett nur wenig zur Führung.
Mannheim wurde mit zunehmender Spielzeit gefährlicher, fand aber noch keinen Weg an Jatkola vorbei.
Kurz vor der ersten Pause mussten die Adler erstmals in Unterzahl ran. Auch diese Situation überstand Mannheim ohne Gegentor.
Nach 20 Minuten stand es 0:0.
Brown belohnt Mannheims stärkere Phase
Im Mittelabschnitt nahm die Partie deutlich Fahrt auf. Mannheim erhöhte den Druck und hatte durch John Gilmour und Maximilian Heim erste gute Möglichkeiten.
In der 27. Minute fiel schließlich die Führung.
Brooks Macek brachte den Puck quer auf Patrick Brown, der vom linken Bullykreis direkt abzog und Jatkola keine Chance ließ. 1:0 für Mannheim.
Die Adler waren jetzt am Drücker. Anthony Greco scheiterte kurz darauf an der Latte, während Krefeld offensiv zunächst kaum noch Entlastung fand.
Ganz abschütteln ließen sich die Pinguine trotzdem nicht.
Poirier trifft und Krefeld antwortet sofort
In der 39. Minute erhöhte Mannheim. Jérémie Poirier bekam die Scheibe an der blauen Linie und brachte seinen Schuss durch mehrere Spieler hindurch zum 2:0 im Krefelder Tor unter.
Eigentlich der perfekte Zeitpunkt für den zweiten Treffer.
Doch gerade einmal acht Sekunden später war Krefeld wieder im Spiel.
C.J. Suess setzte sich durch und traf zum 2:1. Der Puck sprang dabei vom Pfosten über Franzreb ins Tor. Nur wenig später musste der Mannheimer Keeper erneut stark gegen Mathew Santos reagieren und verhinderte noch vor der zweiten Pause den Ausgleich.
Plötzlich war aus einer komfortabel wirkenden Führung wieder ein knappes Spiel geworden.
Franzreb hält die Adler auf Kurs
Im Schlussdrittel bekam Mannheim zwar noch einmal eine Überzahl, konnte daraus aber keinen weiteren Treffer erzielen.
Krefeld wurde nun mutiger. Die Gäste suchten häufiger den Weg nach vorne und hielten das Spiel offen. Franzreb musste unter anderem gegen Suess und Max Newton eingreifen und machte seine Sache ausgesprochen souverän. Der Adler-Torhüter beendete die Partie mit 28 Paraden und einer Fangquote von 96,55 Prozent.
Auf der anderen Seite hatte Justin Schütz die Entscheidung auf dem Schläger. Frei vor Jatkola scheiterte er jedoch am Krefelder Schlussmann.
So blieb es bis in die letzten zweieinhalb Minuten beim 2:1.
Und Krefeld musste reagieren.
Greco macht innerhalb von 33 Sekunden alles klar
Die Pinguine nahmen Jatkola für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis.
Das Risiko ging nicht auf.
Anthony Greco traf in der 58. Minute ins leere Tor zum 3:1. Krefeld stellte den Torhüter noch einmal aufs Eis, nahm ihn Sekunden später aber erneut heraus.
Wieder war Greco zur Stelle.
Nur 33 Sekunden nach seinem ersten Empty-Net-Treffer erzielte der Angreifer auch das 4:1. Beide Male kamen die Vorlagen von Matthias Plachta und Kristian Reichel.
Damit war die Partie entschieden.
Das Ergebnis sah am Ende deutlich aus. Der Spielverlauf war es lange nicht.
Zweiter Heimsieg für Mannheim
Nach dem 4:3 gegen die Eisbären Berlin feiern die Adler damit auch ihr zweites DEL-Heimspiel der Saison mit einem Sieg. Gleichzeitig zeigte die Begegnung gegen Krefeld, dass Mannheim noch nicht durchgehend die Kontrolle über 60 Minuten hält.
Die Adler hatten mit 33:29 Torschüssen leichte Vorteile, beide Mannschaften blieben bei jeweils drei Powerplays ohne Überzahltreffer.
Greco war mit seinen zwei späten Toren der auffälligste Mann in der Statistik. Brown und Poirier hatten zuvor die Grundlage gelegt, Franzreb hielt die Adler in der engen Phase nach dem Krefelder Anschlusstreffer auf Kurs.
Nach dem Auswärtsspiel in Nürnberg war das genau die Reaktion, die Mannheim gebraucht hatte.
Spieldaten
Adler Mannheim – Krefeld Pinguine 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)
Tore:
1:0 Patrick Brown (27.)
2:0 Jérémie Poirier (39.)
2:1 C.J. Suess (39.)
3:1 Anthony Greco (58., Empty Net)
4:1 Anthony Greco (59., Empty Net)
Torhüter Adler Mannheim:
Maximilian Franzreb – 28 Paraden, 96,55 Prozent Fangquote
Schiedsrichter:
Marian Rohatsch
Andreas Gawlik
Linespersons:
Jonas Reinold
Kai Jürgens
Zuschauer:
11.602
Spielort:
SAP Arena, Mannheim
Foto © by Adler/PIX-Sportfotos













