JORIS live beim Picknick-Konzert am 4. August 2021 auf der Festwiese in Ladenburg

JORIS begeistert die Festwiese in Ladenburg

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„Was, wenn das kein Ende ist? Sag, wie viel Willkommen steckt in Goodbye?“ Schon dieser Gedanke passte ziemlich gut zu einem Sommer, in dem sich Konzertbesuche nach langer Pause noch immer ein wenig ungewohnt anfühlten. Am 4. August 2021 stand JORIS bei den Picknick-Konzerten auf der Festwiese in Ladenburg auf der Bühne. Rund 700 Besucher waren gekommen, um den Singer-Songwriter und seine Band unter freiem Himmel zu erleben.

Für JORIS war der Auftritt beinahe ein kleines Heimspiel. Er studierte an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim und lernte dort auch Musiker kennen, mit denen er später seine Band aufbaute. Die Rhein-Neckar-Region ist also ein wichtiger Teil seiner musikalischen Geschichte.

JORIS kehrt musikalisch in die Region zurück

Dass sich JORIS auf der Ladenburger Festwiese wohlfühlte, war schnell zu merken. Mit seiner Band spielte er sich durch einen Abend, der zwischen ruhigen Momenten und großen Pop-Refrains immer wieder das Tempo wechselte.

Gerade diese Dynamik macht seine Konzerte aus. JORIS kann einen Song fast zerbrechlich beginnen und wenige Minuten später gemeinsam mit seiner Band einen Refrain so groß werden lassen, dass die ganze Wiese mitsingt.

Kein aufgesetztes Spektakel.

Die Musik reicht.

Dabei wirkte der Abend auch deshalb besonders, weil große Konzerttourneen während der Monate zuvor kaum möglich gewesen waren. Die Picknick-Konzerte brachten Künstler und Publikum unter freiem Himmel wieder zusammen. In Ladenburg durften Besucher sogar eigene Speisen und Getränke mitbringen. Konzert und Sommerabend rückten dadurch ziemlich nah zusammen.

Willkommen Goodbye trifft auf Herz über Kopf

Im Mittelpunkt stand 2021 das dritte Studioalbum „Willkommen Goodbye“, das am 23. April desselben Jahres erschienen war. Elf Songs erzählen von Veränderungen, Abschieden, neuen Anfängen und dem Versuch, trotz allem nach vorne zu schauen.

Damit traf JORIS ziemlich genau die Stimmung dieser Zeit.

Songs wie „Nur die Musik“, „Sturm & Drang“, „Steine“ oder der Titelsong „Willkommen Goodbye“ zeigten eine nachdenklichere Seite des Musikers. Gleichzeitig blieben jene großen Melodien erhalten, die seine Musik schon seit seinem Debüt prägen.

Natürlich führte an „Herz über Kopf“ kein Weg vorbei.

Mit dem Song gelang JORIS 2015 der Durchbruch. Auf der Festwiese gehörte er entsprechend zu den Momenten, bei denen kaum noch jemand nur zuhören wollte. Der Refrain kam aus mehreren hundert Kehlen zurück.

Zwischen Abschied und neuem Anfang

„Willkommen Goodbye“ lebt von Gegensätzen. Genau die fanden sich auch im Konzert wieder.

Da sind Songs über Beziehungen, die auseinandergehen. Über das Festhalten. Über Veränderungen, die man eigentlich nicht wollte und irgendwann trotzdem akzeptieren muss.

Dann dreht die Band wieder auf.

JORIS ist dabei kein Sänger, der seine Stücke einfach möglichst nah an der Studioversion reproduziert. Live bekommen sie mehr Druck. Gitarren werden größer, Schlagzeug und Bass schieben stärker nach vorne, ruhige Passagen dürfen dagegen tatsächlich leise bleiben.

Gerade auf einer Open-Air-Bühne funktioniert dieser Wechsel.

Ein paar Minuten zuhören.

Dann wieder mitsingen.

Die Popakademie bleibt Teil seiner Geschichte

Dass JORIS nur wenige Kilometer von Mannheim entfernt spielte, war mehr als eine nette Randnotiz.

Nach einem Studium in Berlin wechselte er an die Popakademie Baden-Württemberg. Dort stellte er seine spätere Band zusammen und legte einen wichtigen Grundstein für seine Karriere.

Einige Jahre später stand er nun auf der Ladenburger Festwiese, drei Studioalben und einen großen Hit weiter.

Die Verbindung zur Region war geblieben.

Und vielleicht wirkte der Abend gerade deshalb an manchen Stellen etwas persönlicher als eine gewöhnliche Tourstation.

700 Fans feiern JORIS auf der Festwiese

Am Ende ging es bei diesem Konzert weniger um eine große Inszenierung als um genau das, was nach den stillen Monaten zuvor gefehlt hatte.

Menschen vor einer Bühne.

Eine Band.

Gemeinsames Singen.

Rund 700 Zuschauer erlebten einen JORIS, der zwischen neuem Material und bekannten Songs genau die richtige Balance fand.

„Willkommen Goodbye“ handelt davon, dass Abschied und Anfang manchmal näher beieinanderliegen, als man glaubt.

Auf der Festwiese fühlte sich dieser Abend ziemlich eindeutig nach Willkommen an.

Text & Foto © Boris Korpak | bokopictures
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