Spielszene zwischen den Kurpfalz Bären und der TSG Friesenheim am 12. September 2026 in der Neurotthalle Ketsch

Kurpfalz Bären verlieren Derby gegen TSG Friesenheim

Beitrag teilen

Der Saisonauftakt hatte es direkt in sich. Die Kurpfalz Bären mussten sich am Samstag, 12. September 2026, in der heimischen Neurotthalle der TSG Friesenheim mit 30:36 geschlagen geben. Damit gingen die ersten beiden Punkte der neuen Saison in der 3. Liga Süd nach Ludwigshafen. Für die Eulenfrauen war es zugleich ein deutliches Ausrufezeichen gegen den Meister der vergangenen Spielzeit.

Schon vor dem ersten Spieltag war klar, dass dieses Derby eine frühe Standortbestimmung liefern würde. Ketsch hatte die Saison 2025/26 mit 37:7 Punkten als Staffelsieger beendet, Friesenheim folgte mit 32:12 Punkten auf Rang zwei. Beide Mannschaften zählen auch in der neuen Spielzeit wieder zum engeren Kreis der Favoriten.

Friesenheim beendet die Ketscher Heimserie im Derby

In der vergangenen Saison hatte in diesem Duell jeweils die Heimmannschaft gewonnen. Die Kurpfalz Bären setzten sich im Oktober 2025 in Ketsch mit 30:27 durch, Friesenheim revanchierte sich Ende Februar mit einem 32:28 vor eigenem Publikum. Diesmal durchbrachen die Eulenfrauen dieses Muster und nahmen beide Punkte aus der Neurotthalle mit.

Das 36:30 spricht dabei eine klare Sprache. Sechs Tore Unterschied gegen den amtierenden Staffelsieger sind zum Saisonstart mehr als ein ordentliches Ergebnis, zumal die Bären trotz mehrerer personeller Veränderungen erneut zu den stärksten Mannschaften der Staffel gezählt werden.

Friesenheim hatte bereits in der Vorbereitung gezeigt, dass mit der Mannschaft zu rechnen ist. Unter dem neuen Trainer Niklas Weißbrod blieb das schnelle Spiel ein wichtiger Bestandteil, gleichzeitig sollte die Defensivarbeit stärker in den Mittelpunkt rücken. Beim eigenen Vorbereitungsturnier holten sich die Eulenfrauen kurz vor dem Saisonstart bereits den Turniersieg.

Viel Neues auf beiden Seiten

Beide Teams gingen verändert in die neue Saison. Bei Friesenheim hatte Weißbrod nach dem Ende der Amtszeit von Eyub Erden übernommen. Mit Julia Noetzel, Luna Bohn, Felicity Gunst und Torhüterin Kendra Little kamen mehrere neue Spielerinnen hinzu.

Besonders interessant war die Rückkehr von Ina Scheffler nach Ketsch. Allerdings diesmal im Trikot der Gäste. Die Rückraumspielerin wechselte im Sommer von den Kurpfalz Bären zur TSG Friesenheim und traf damit gleich am ersten Spieltag auf ihren ehemaligen Verein.

Auch bei den Bären hatte sich einiges verändert. Natascha Fabritz, Janneke Geigle, Marlis Mader und Viviane Schranz verließen den Club, Katja Hinzmann beendete nach 18 Jahren im Bären-Trikot ihre Karriere. Neu dabei sind unter anderem Kyra Teixeira da Silva, Lisa Opitz, Lena Nussbaumer und Samira Schulz.

Fehlstart für den Meister, Traumstart für Friesenheim

Für Ketsch ist die 30:36-Niederlage ein früher Dämpfer. Gerade in eigener Halle hatten die Bären in der vergangenen Saison ihre Stärke immer wieder gezeigt. Nun gab es ausgerechnet zum Auftakt und gegen einen direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze keine Punkte.

Für Friesenheim sieht die Sache komplett anders aus. Ein Auswärtssieg beim amtierenden Meister bringt nicht nur zwei Punkte, sondern direkt Selbstvertrauen für die kommenden Wochen.

Und der Spielplan bleibt anspruchsvoll. Am Samstag, 19. September 2026, empfangen die Eulenfrauen den TSV Wolfschlugen, der in der vergangenen Saison auf Rang vier landete. Für die Kurpfalz Bären geht es ebenfalls darum, schnell eine Antwort auf die Auftaktniederlage zu finden.

Spieldaten

Kurpfalz Bären – TSG Friesenheim 30:36

Spielort:
Neurotthalle, Ketsch

Foto © by Schmitz/PIX-Sportfotos

Beitrag teilen