Ivan Moody von Five Finger Death Punch singt gut gelaunt auf der Bühne der Festhalle Frankfurt.

Five Finger Death Punch legen die Festhalle Frankfurt in Schutt und Asche

Beitrag teilen

Wenn Five Finger Death Punch auf große Tour gehen, kann man nur Großes erwarten – und entsprechende Unterstützung hatten sie auf dieser Reise selbstverständlich mit im Gepäck. Die hochkarätigen Support-Acts Bad Wolves und Megadeth begleiten FFDP in diesen Tagen. Entsprechend enorm waren die Erwartungen der Fans, wenn ein derart ausgewähltes Line-up die Bühnen der Welt unsicher macht. Am 6. Februar 2020 gastierte das gewaltige Metal-Paket im Rahmen der aktuellen Tournee in der Festhalle Frankfurt.

Bad Wolves: Ein schweißtreibender, aber kurzer Auftakt

Den mitreißenden Anfang des Abends bestritten Bad Wolves aus Los Angeles, Kalifornien. Die Band um Sänger Tommy Vext legte direkt und ohne große Umschweife los, wodurch sie wieder einmal ihren hohen Stellenwert in der modernen Metal-Szene bestätigte. Schnell stieg die Stimmung in der Halle genauso rapide an wie die Temperaturen. Und gerade, als man sich so richtig eingelebt und warmgefeiert hatte, war die Spielzeit auch schon wieder vorbei – das ewige Leid eines Openers.

Megadeth: Eine emotionale Rückkehr der Thrash-Legenden

Als Nächstes betraten echte Urlegenden des Metal die Bühne der Festhalle: Keine Geringeren als Megadeth. Die ikonische Formation um Frontmann Dave Mustaine sollte für die nächsten 60 Minuten die Besucher restlos in ihren Bann ziehen. Mit einer sorgfältig ausgewählten Setlist, die eine perfekte Balance aus neueren Titeln und alten Klassikern bot, überzeugten sie ihre treuen Fans auf ganzer Linie.

Ein besonders bewegender Moment entstand, als Dave Mustaine das Wort ergriff:

Er sprach offen über seine Krebserkrankung und teilte allen Fans mit, dass er sich zu 100 % wieder erholt habe und dafür unendlich dankbar sei.

Man merkte ihm zu jeder Zeit an, dass diese Worte aus tiefstem Herzen kamen. Seine ursprüngliche Spielfreude war vollständig zurückgekehrt und erinnerte klanglich sowie visuell stark an alte Glanztage der Band.

Five Finger Death Punch: Pyros, Hits und kleine Sound-Tücken

Als schließlich der Vorhang fiel und der Headliner Five Finger Death Punch die Bühne betrat, gab es in der Halle absolut kein Halten mehr. Pyros, ohrenbetäubende Explosionen und massig Konfetti – man hatte sich visuell einiges überlegt, um den Fans einen unvergesslichen Abend zu bescheren.

Auch akustisch versuchte man, das Konzert zu einem gewaltigen Erlebnis zu machen, was an diesem Abend jedoch leider nicht durchgehend gelang. Die Soundanlage hatte stellenweise kleine Aussetzer, und nicht überall in der riesigen Festhalle war die Akustik zufriedenstellend, was einigen Fans berechtigten Grund zur Beschwerde lieferte.

Personell gab es ebenfalls eine Änderung: Da Gitarrist Jason Hook die Tour aus gesundheitlichen Gründen leider abbrechen musste, wurde er von Andy James an den Saiten mehr als würdig vertreten.

Die exzellente Songauswahl stellte am Ende jedoch alle wieder zufrieden, denn viele unsterbliche alte Klassiker fügten sich nahtlos in die druckvollen, neueren Stücke ein. Frontmann Ivan Moody präsentierte sich in absoluter Höchstform, lief stets in bester Laune kreuz und quer über die Bühne und hatte immer ein Lächeln auf den Lippen. So verging die Zeit wie im Fluge, da jederzeit etwas Spannendes auf der Bühne passierte.

Zum krönenden Abschluss nahmen sich FFDP noch ausgiebig die Zeit, um ihren Fans in den ersten Reihen unzählige angereichte Dinge zu unterschreiben und kleine Geschenke wie Plektren oder Drumsticks als Erinnerung ins Publikum zu werfen.

Text & Foto © Jan Heesch

Beitrag teilen