
Klassik trifft Pop: Das war die Night Of The Proms 2018 in der Frankfurter Festhalle
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In diesem Jahr gab es reichlich Grund zum Feiern im weiten Rund der Frankfurter Festhalle. Die traditionsreiche „Night Of The Proms“ machte im Dezember 2018 wieder für zwei Tage Station in der Mainmetropole, und wir waren am 19. Dezember vor Ort, um dieses besondere musikalische Gipfeltreffen in Wort und Bild festzuhalten.
Ein Vierteljahrhundert Night Of The Proms in Frankfurt – das bedeutet stolze 40 Vorstellungen in der Stadt. Und als wäre das nicht schon beeindruckend genug, markierte der Termin am Folgetag gleich die 350. Deutschlandshow in der Historie des Formats. Frankfurt hat hier schlichtweg eine lang gewachsene Tradition vorzuweisen – und dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen an die Qualität. Wer die Festhalle kennt, weiß, dass die enorme Akustik des historischen Baus eine echte Herausforderung darstellt. Doch das Ton- und Technikteam zog wieder einmal alle Register und zauberte einen transparenten, wuchtigen Sound in den Saal, der das Publikum über drei Stunden lang bestens unterhielt.
Ein hochkarätiges Ensemble voller Weltstars
Wie es sich für das Konzept der Konzertreihe gehört, wechselt das Line-up von Jahr zu Jahr, sodass auch 2018 eine nagelneue, spannende Mischung auf der Bühne stand. Einzig ein guter Bekannter durfte natürlich nicht fehlen: John Miles, der unverzichtbare Stammgast der Tour, war wieder mit von der Partie.
Begleitet vom großartigen, 75-köpfigen Antwerp Philharmonic Orchestra unter der temperamentvollen und souveränen Leitung von Dirigentin Alexandra Arrieche gaben sich Weltstars und nationale Größen die Klinke in die Hand:
Bryan Ferry verlieh dem Abend mit seiner unverkennbaren Eleganz und britischer Coolness einen Hauch von Glamour.
Milow sorgte mit seinen eingängigen Popsongs für wohlwollende Mitsing-Momente im Publikum.
Tim Bendzko brachte die deutschen Textzeilen zum Klingen und suchte sichtlich den Schulterschluss mit den Fans.
The Pointer Sisters brachten ordentlich Soul, R&B und pure Lebensfreude auf die Bretter.
Und der klassische Gitarrist Petrit Ceku setzte mit feinsinnigen, berührenden Klängen völlig eigene, hochmusikalische Akzente.
Abwechselnd betraten die Künstler die imposante Bühne und präsentierten ihre größten Karriere-Hits im luxuriösen, druckvollen Gewand eines Sinfonieorchesters. Das ist der eigentliche Zauber der Proms: Wenn Pop und Klassik so organisch verschmelzen, entstehen Momente, die unter die Haut gehen.
Flöten-Comedy und orchestrale Glanzlichter
Zwischen den großen Gesangsnummern sorgte zudem der Künstler Gabor Vosteen für Staunen und zahlreiche Lacher. Mit seiner ganz besonderen Art, Blockflöten zu spielen – sei es virtuos mit gleich fünf Instrumenten gleichzeitig im Mund oder bei einer charmanten Mitmach-Nummer mit dem Publikum –, bewies er, dass man auch mit vermeintlich schlichten Mitteln eine Festhalle komplett verzaubern kann.
Doch auch das Antwerp Philharmonic Orchestra selbst bekam den Raum, den es verdiente. Unter Alexandras Arrieches mitreißender Stabführung zeigten die Musiker bei rein orchestralen Stücken ihr ganzes Können, sodass an diesem Abend wirklich jeder Akteur seinen ganz eigenen, verdienten Moment im Rampenlicht bekam.
Ein großes Finale für die Geschichtsbücher
Als sich zum großen Finale noch einmal sämtliche Künstler des Abends auf der Bühne versammelten, um gemeinsam einen letzten Song zum Besten zu geben, brodelte der Applaus auf den Rängen. Es war ein rundum gelungener, emotionaler Abend, der die Verbindung zwischen Künstlern und Publikum feierte. Auf die nächsten 25 Jahre Night Of The Proms in Frankfurt!Text & Fotos © Jan Heesch














