Spielszene zwischen dem Bergischen HC und den Rhein-Neckar Löwen am 5. September 2026 in der Uni-Halle Wuppertal

Rhein-Neckar Löwen feiern ersten Saisonsieg beim Bergischen HC

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Das war knapp. Sehr knapp. Die Rhein-Neckar Löwen haben am Samstag, 5. September 2026, beim Bergischen HCmit 27:26 gewonnen und damit die ersten Punkte der neuen Bundesliga-Saison eingefahren. Nach den Niederlagen in Hannover und gegen Gummersbach musste die Mannschaft von Maik Machulla lange kämpfen. Erst in einer hektischen Schlussphase brachten die Löwen den knappen Vorsprung in der Wuppertaler Uni-Halle über die Zeit. Zur Pause hatte Mannheim bereits mit 14:13 geführt.

Beide Mannschaften standen vor der Partie unter Druck. Sowohl der BHC als auch die Löwen waren nach zwei Spieltagen noch ohne Punkt. Entsprechend intensiv begann der Abend.

BHC erwischt den besseren Start

Dani Baijens eröffnete zwar für Mannheim, doch der Bergische HC antwortete sofort. Lukas Becher, Julian Fuchs und Sören Steinhaus sorgten dafür, dass die Gastgeber zunächst mit 4:2 vorne lagen.

Die Löwen brauchten einige Minuten, fanden dann aber besser in ihren Angriff. Haukur Þrastarson stellte auf 5:5, kurz darauf drehten Baijens und Jacob Lassen die Partie. Nach einer Viertelstunde führte Mannheim mit 8:5.

Das Spiel blieb trotzdem eng. Christopher Rudeck hielt den BHC mit mehreren Paraden im Rennen, während die Löwen offensiv nicht jede Gelegenheit nutzten. Fynn Hangstein brachte die Gastgeber wieder heran und glich zum 10:10 aus.

Mannheim antwortete. Niclas Mierzwa und Edwin Aspenbäck trafen, Jannik Kohlbacher stellte kurz vor der Pause auf 14:12. Hangstein verkürzte noch einmal.

13:14 zur Halbzeit.

Alles offen.

Löwen kommen stärker aus der Kabine

Nach Wiederbeginn legte Mannheim zunächst eine seiner besten Phasen hin. Baijens, Marius Steinhauser und Þrastarson sorgten dafür, dass der Vorsprung auf 18:14 anwuchs.

Vier Tore. Zum ersten Mal bekam die Partie eine etwas klarere Richtung.

Aber eben nur kurz.

Der Bergische HC arbeitete sich zurück. Hangstein traf zweimal vom Siebenmeterpunkt, anschließend erhöhten Steinhaus und Julian Fuchs den Druck. In der 44. Minute war beim 20:20 wieder Gleichstand hergestellt. Sekunden später brachte Fuchs den BHC sogar mit 21:20 nach vorne.

Jetzt wurde es unangenehm für die Löwen.

Rote Karte verändert die Schlussphase

In der 49. Minute musste Tom Bergner nach Videoprüfung mit Rot vom Feld. Mannheim nutzte die folgende Phase besser, fand wieder mehr Struktur im Angriff und drehte das Spiel erneut.

Dani Baijens traf zum 23:22, Robert Timmermeister und Niclas Mierzwa legten nach. Als Kentin Mahé in der 55. Minute per Siebenmeter zum 26:23 traf, hatten die Löwen wieder drei Tore Vorsprung.

Entschieden war trotzdem nichts.

Mahé vergab wenig später einen weiteren Siebenmeter. Auf der anderen Seite scheiterte Lars Kooij an David Späth. Dann traf Þrastarson in der 59. Minute zum 27:24.

Das sollte der letzte Mannheimer Treffer bleiben.

Die letzten Sekunden werden zur Nervensache

Die Schlussminute hatte noch einiges zu bieten. Robert Timmermeister kassierte ebenfalls Rot, Lukas Becher verkürzte auf 25:27 und Gerdas Babarskas brachte den BHC wenige Sekunden vor dem Ende sogar noch auf 26:27 heran.

Mehr Zeit blieb den Gastgebern nicht.

Die Löwen brachten den letzten eigenen Ballbesitz über die verbleibenden Sekunden und konnten danach endlich jubeln.

27:26.

Kein souveräner Sieg. Aber einer, der nach zwei Niederlagen zum Saisonstart enorm wichtig war.

Baijens übernimmt Verantwortung

Offensiv ging vor allem Dani Baijens voran. Der Niederländer erzielte sieben Treffer und war damit erfolgreichster Werfer der Löwen. Þrastarson kam auf fünf Tore, Niclas Mierzwa auf vier.

Beim Bergischen HC trafen Fynn Hangstein und Julian Fuchs jeweils sechsmal. Sören Steinhaus steuerte fünf Treffer bei. Die Torschützenverteilung zeigt ganz gut, wie ausgeglichen die Begegnung über 60 Minuten verlief.

Für Mannheim war jedoch mindestens genauso wichtig, dass die Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen 20:21-Rückstand nicht auseinanderfiel. Genau das war gegen Gummersbach wenige Tage zuvor in der entscheidenden Phase noch anders gelaufen.

Dieses Mal hielt der Kopf.

Erste Punkte nach schwierigem Saisonstart

Nach dem 31:32 in Hannover und dem 26:31 gegen den VfL Gummersbach stehen die Rhein-Neckar Löwen nun bei 2:4 Punkten. Der Bergische HC wartet dagegen auch nach seinem dritten Saisonspiel auf den ersten Zähler.

Für die Löwen geht es am Freitag, 11. September 2026, mit dem Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten weiter.

Spieldaten

Bergischer HC – Rhein-Neckar Löwen 26:27 (13:14)

Beste Torschützen Bergischer HC:

Fynn Hangstein 6
Julian Fuchs 6
Sören Steinhaus 5
Lukas Becher 4

Beste Torschützen Rhein-Neckar Löwen:

Dani Baijens 7
Haukur Þrastarson 5
Niclas Mierzwa 4
Jannik Kohlbacher 3
Kentin Mahé 3

Rote Karten:
Tom Bergner, Bergischer HC (49.)
Robert Timmermeister, Rhein-Neckar Löwen (59.)

Spielort:
Uni-Halle Wuppertal

Foto © by Duckwitz/PIX-Sportfotos

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