Samstag 18. Mai 2024

27.000 Besucher beim Wormser Spectaculum

21. Spectaculum mit rundherum positivem Veranstalterfazit

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Zufriedene Gesichter bei den Händlern, entspannte Lagerer und glückliche Besucher: Der Wormser Mittelaltermarkt Spectaculum durfte sich am Wochenende nicht nur drei Tage lang über tolles Festivalwetter freuen, sondern auch über rund 27.000 Besucher aus der gesamten Großregion Rhein-Main/Rhein-Neckar. Egal ob Familien mit Kindern, junge Erwachsene oder Ältere – für alle wurde beim einundzwanzigsten Spectaculum etwas geboten. Bewährte Programmpunkte wie Feldschlacht, Mitmachangebote, Konzerte oder Feuershows begeisterten ebenso wie der in diesem Jahr erstmals ausgetragene „Fafnir-Cup“, ein Vollkontakt-Turnier der Eisenliga. Für die Hauptverantwortlichen der städtischen Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG) war es ein größtenteils friedliches Wochenende ohne größere technische oder organisatorische Zwischenfälle.

Im Rahmen der Eröffnung am Freitagabend wurde Klaus Susemichel, der langjährige Marktmeister, und ein Urgestein des Wormser Spectaculums, in den Ruhestand verabschiedet. „Danke, Klaus Susemichel, beziehungsweise ‚Dietleib von Löwenstein‘ wie sie in der Szene genannt werden. Sie haben sich mehr als 22 Jahre lang mit unglaublichem Herzblut, persönlichem Engagement und viel Zeit eingebracht, um das Spectaculum jedes Jahr aufs Neue attraktiv, familienfreundlich und mittelalterlich korrekt zu gestalten. Ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken kann nur als Vorbild für andere dienen“, würdigte Oberbürgermeister Adolf Kessel. Der scheidende Marktmeister Klaus Susemichel war bei seiner Verabschiedung sichtlich gerührt: „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die vielen schönen Jahre, ob KVG, Händler, Lagernde, Trossmeisterei oder Kindsvögte. Ohne euch und noch viele weitere aus der Spectaculums-Familie uns allen nicht gelungen, das Spectaculum zu einem solchen Highlight zu entwickeln.“ 

 „Damit sich die Ehrenamtlichen entfalten können, sorgen viele städtische Stellen von den Veranstaltern des Spectaculums, der KVG über den Entsorgungs- und Baubetrieb (ebwo) bis hin zum Grünflächenamt, für professionelle Strukturen im Hintergrund. Auch hier sind alle mit viel Engagement bei der Sache. Das Spectaculum ist schon für alle ein ganz besonderes Fest. Es freut mich sehr, dass auch in diesem Jahr die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt, dem Sanitätsdienst ASB, der Feuerwehr und dem Sicherheitsdienst SES reibungslos funktioniert hat“, ergänzt Beigeordnete Petra Graen, die Vorsitzende des Gesellschafterausschusses der Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG). Dem Lob schließt sich KVG-Geschäftsführer Sascha Kaiser an und erklärt: „Das Spectaculum ist mittlerweile eine der erfolgreichsten Veranstaltungen der Stadt Worms. Gäste kommen aus der gesamten Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Region ins Wäldchen. All das wird ermöglicht durch das große Engagement des mittelalterlichen Netzwerks, das ehrenamtlich Markt und Lager organisiert. Dem Veranstaltungsteam vor Ort sowie den rund 1000 Aktiven gebührt deshalb mein ganz spezieller Dank!“

Keine besonderen Vorkommnisse

Markus Reis, Prokurist der Kultur und Veranstaltungs GmbH, zieht ein positives Veranstalterfazit: „Die Einsatzkräfte von SES und ASB hatten wie in den Vorjahren keine größeren Zwischenfälle zu vermelden. Es gab lediglich kleinere Versorgungsbedarfe, so wie sie bei solchen Veranstaltungen üblich sind.“ Der in diesem Jahr wieder angebotene Parkservice auf dem Festplatz inklusive Shuttleservice wurde erneut sehr gut angenommen, auch der Fahrradparkplatz im Wäldchen war durchgehend gut gefüllt. „Auch seitens der Sound- und Lichttechnik von Medienpark Vision, hier aus Worms, und bei der Stromversorgung durch die Eventenergie Deutschland lief alles einwandfrei“, ergänzt KVG-Projektleiterin Katharina Kaiser.  

Umfangreiches Programm, bunter Markt und Lagerleben

Die Besucher strömten an allen drei Veranstaltungstagen bei angenehmen Temperaturen zum Spectaculum. Neben den Klassikern wie der Feldschlacht, dem Raufballturnier und den Feuershows wurde vor allem auch das umfangreiche Workshopangebot gut angenommen. Egal ob Modenschau, historische Kräuterführung, offenes Schwerttraining oder Nadelfilzen: Überall tauchten Besucher in den Alltag längst vergangener Epochen ein. Bei den abendlichen Konzerten der Gruppen „Die Streuner“, „Schandmaul“ und „Deloraine“ erfreuten sich die Besucher am Programm rund um die große Bühne. Für besonders großen Andrang sorgte Schandmaul, die Speerspitze des deutschen Mittelalter-Folk-Rocks. Und auch die kleinsten Besucher konnten beim Spectaculum so einiges erleben. Wie in den Vorjahren war hier das große Holzschiff von Kindsvogt Dieter Christmann ein besonderes Highlight. Höchster Beliebtheit erfreuten sich auch wieder die Kinder-Highland-Games des Rugby Club Worms e. V. 

Erstmals fand in diesem Jahr ein nationales Vollkontakt-Einladungsturnier der Eisenliga statt. Im Unterschied zu den Vorjahren gab es dieses Mal jeweils samstags und sonntags zweimal Vollkontakt im Turniermodus zu erleben; dies zog auch schon in den Morgenstunden zahlreiche Besucher ins Wormser Wäldchen. Im Anschluss an das Turnier konnte das Siegerteam „Ferox“ den Pokal, welcher von Timo Horst, dem Sportdezernenten der Stadt Worms überreicht wurde, entgegennehmen. 

Rund 60 Lagergruppen mit Teilnehmern aus Deutschland und dem Ausland schlugen zum Spectaculum ihre Zelte in Worms auf. In historischer Gewandung lebten die Teilnehmer, wie es die Vorfahren zwischen 500 und 1.500 n. Chr taten. Interessierten Besuchern öffneten viele Gruppen gerne ihre Lager und erklärten das alltägliche Leben im Mittelalter, Waffen oder Rüstungen. „Die lagernden Gruppen schätzen vor allem die Abgeschiedenheit des Geländes inmitten der Natur. Hinzu kommen die eingespielten und professionellen Abläufe im Hintergrund, die die Lager anerkennen und deshalb immer wieder gerne kommen lassen.“, so Trossmeister Uwe Hildenbeutel. Auf dem Markt trafen die Besucher in diesem Jahr auf der kleinen Bühne auf „Satyrias“ und das „Duo Wormez“, auf dem gesamten Gelände zu erleben waren die flanierenden Musikanten „Spielleute Skadefryd“.  

Mit rund 100 Standnummern bot der Markt auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Angebot. Wer Interesse hatte, konnte sich von den vielen verschiedenen Händlern und Handwerkern die Herstellungsprozesse ihrer Waren erklären und vor Ort zeigen lassen. Hungrige konnten die vielseitige kulinarische Auswahl genießen. So bildeten sich auch in diesem Jahr aufgrund er der hohen Nachfrage immer wieder Besucherschlangen an den Schankstellen und Essensständen. 

Nach dem Spectaculum ist vor dem Spectaculum

2025 findet das Spectaculum vom 30. Mai bis 1. Juni statt.

Das Spectaculum Worms ist eine Veranstaltung der Kultur und Veranstaltungs GmbH in Zusammenarbeit mit dem „Netzwerk Lebendiges Mittelalter Worms“ und unterstützt durch die Kulturkoordination der Stadt Worms.

Foto © Bernward Bertram 

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