Donnerstag 25. Juli 2024

MADAME TSCHAIKOWSKI

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Musik – Liebe – Wahnsinn. Als die junge Antonina Miliukova das erste Mal die Musik von Pjotr Tschaikowski hört, wird ihr klar: das ist der Mann mit dem sie ihr Leben verbringen wird. Die junge, naive Frau aus gutem Haus ist selbst als Musikerin nur Amateurin, aber ihre Beharrlichkeit und ihre stattliche Mitgift lassen den bekannten Komponisten, der sich lieber mit Männern umgibt, ja zu einer Vermählung sagen. Antonina glaubt am Ziel alle ihrer Wünsche zu stehen als sie in der Hochzeitsnacht schwer enttäuscht wird. Und je mehr sich Tschaikowski aus der Beziehung zurückzieht, desto eher kämpft Antonina um den Erhalt ihrer Liebe. Eines Tages verschwindet er ganz aus ihrem Leben, will sich scheiden lassen und lässt sie verzweifelt zurück. Doch noch immer liebt sie ihn einfach weiter. Egal wie oft er sie demütigt, Antonina hat ein Bild von Pjotr und sie wird lieber wahnsinnig, als dass sie dieses korrigiert. 

MADAME TSCHAIKOWSKI

In opulenten, melancholischen Bildern wird hier das Portrait der unbekannten Frau an der Seite eines Genies gezeigt. Gleichzeitig ist sie ein typisches Beispiel für die unterdrückte Stellung der Frauen im Russland des 19. Jahrhunderts zwischen den mondänen Salons von Moskau und Sankt Petersburg.

Der russische Dissident und Regimekritiker Kirill Serebrennikov, dessen internationale Theater-, Oper- und Ballettaufführungen immer für Furore sorgen, hat sich in diesem Melodram an der Klaviatur der Emotionen austoben können, wie wir es aus seinen Filmen bisher nicht gewohnt waren. Nach seinen Filmen LETO, FAMILIE PETROW HAT GRIPPE und 2024 LIMONOV: A BALLAD, war auch MADAME TSCHAIKOWSKI im Wettbewerb um die Goldene Palme in Cannes vertreten. 

PROKINO veröffentlicht MADAME TSCHAIKOWSKI am 12. Juli 2024 ausschließlich digital im Original mit deutschen Untertiteln. Nach einem 14-tägigen exklusiven EST-Fenster ist der Film ab 26.07.2024 auch als TVOD verfügbar.

OT: Zhena Chaikovskogo
(RU, FR, CH / ca. 144 Min.)
Regie & Drehbuch: Kirill Serebrennikov
Mit Alyona Mikhailova, Odin Lund Biron, Miron Fedorov, Nikita Elenev, Philip Avdeev u.a.

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