Hollywood Undead verwandeln den Schlachthof Wiesbaden in ein Tollhaus

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Wiesbaden, 21. Juni 2026 – Ausverkauftes Haus, schweißtreibende Temperaturen und eine Menge Vorfreude: Der Schlachthof Wiesbaden wurde am Sonntagabend zum Treffpunkt für Fans moderner Rock-, Rap- und Metal-Crossover-Klänge. Mit den aufstrebenden The Pretty Wild als Support und den kalifornischen Szenegrößen Hollywood Undead als Headliner stand ein Konzertabend auf dem Programm, der von düsteren Klangwelten bis hin zu ausgelassener Party-Stimmung alles bot.

The Pretty Wild eröffnen mit düsterer Energie

Pünktlich zum Einlass füllte sich die Halle schnell, und als The Pretty Wild die Bühne betraten, wurde sofort klar, dass die Schwestern gekommen waren, um Eindruck zu hinterlassen. Mit „PARADOX“ eröffneten sie ihr Set und zogen das Publikum direkt in ihre eigenwillige Mischung aus Metalcore, elektronischen Elementen und düsterem Alternative-Sound.

Songs wie „bLAcK oPs (m@n!a)“ und „button eyes“ entfalteten eine beklemmende Atmosphäre, während „OMENS“ und „INFRARED“ die wuchtige Seite der Band hervorhoben. Besonders beeindruckend war die Präsenz der Frontfrauen, die mit kraftvollen Vocals und einer intensiven Bühnenperformance überzeugten.

Mit „vessüL (SiNGULAR!TY)“ und dem abschließenden „sLeepwALkeR“ steigerten The Pretty Wild die Intensität noch einmal spürbar. Der Applaus am Ende ihres Auftritts zeigte deutlich, dass die Band viele neue Fans hinzugewonnen haben dürfte.

Hollywood Undead liefern eine energiegeladene Hitshow

Nach einer kurzen Umbaupause verdunkelte sich die Halle erneut. Als die ersten Töne von „Undead“ erklangen, explodierte die Stimmung förmlich. Hollywood Undead wurden von den Fans frenetisch empfangen und legten mit voller Wucht los.

Mit „1×1“, „Riot“ und „War Child“ folgte direkt ein energiegeladenes Trio, das die Menge in Bewegung hielt. Moshpits öffneten sich vor der Bühne, während die Band routiniert zwischen Rap-Passagen, harten Gitarrenriffs und eingängigen Refrains wechselte.

„Whatever It Takes“ und „Hollywood Forever“ sorgten für lautstarke Mitsing-Momente, bevor mit „SAVIOR“ und „CHAOS“ auch Material der neueren Veröffentlichungen gefeiert wurde. Die Zuschauer zeigten sich textsicher und begleiteten nahezu jeden Song lautstark.

Ein besonderer Moment des Abends folgte bei „Comin‘ in Hot“. Für den Song wurde ein Fan auf die Bühne geholt, der die Gitarrenparts übernehmen durfte. Die Halle honorierte den mutigen Auftritt mit begeistertem Jubel, während die Band sichtlich Spaß an der spontanen Einlage hatte.

Für eine überraschende Verschnaufpause sorgte anschließend eine gemeinsame Interpretation von Neil Diamonds Klassiker „Sweet Caroline“. Innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich der Schlachthof in einen riesigen Karaoke-Chor. Selbst Fans, die ansonsten eher zu den härteren Klängen des Abends gekommen waren, sangen die berühmten „Ba-ba-ba“-Passagen begeistert mit.

Emotionale Momente und ein würdiger Abschluss

Mit „Feels Like Home“, „Bullet“ und insbesondere „Hear Me Now“ schlugen Hollywood Undead anschließend emotionalere Töne an. Die Smartphone-Lichter erhellten die Halle, während die Band zeigte, dass sie nicht nur für Partyhymnen, sondern auch für nachdenklichere Momente steht.

Doch natürlich durfte ein finales Ausrufezeichen nicht fehlen. Nach kurzem Verlassen der Bühne kehrte die Band für die Zugabe zurück. Mit „Everywhere I Go“ lieferten Hollywood Undead genau den Abschluss, den sich die Fans gewünscht hatten. Die komplette Halle sprang, sang und feierte bis zur letzten Sekunde.

Der ausverkaufte Schlachthof Wiesbaden erlebte einen Abend voller Energie, Emotionen und Überraschungen. The Pretty Wild präsentierten sich als vielversprechender Support-Act mit eigenständigem Profil, während Hollywood Undead eindrucksvoll unter Beweis stellten, warum sie auch zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung noch immer zu den beliebtesten Live-Acts ihres Genres zählen. Von harten Moshpit-Momenten bis zum gemeinsamen „Sweet Caroline“-Chor bot das Konzert alles, was einen unvergesslichen Konzertabend ausmacht.

Text und Bilder by Jan Heesch

The Pretty Wild

Hollywood Undead

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