
50 Cent in Mannheim: The Final Lap Tour in der SAP Arena
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Am 25. Oktober 2023 wurde die SAP Arena Mannheim für einen Abend zum Treffpunkt mehrerer Hip-Hop-Generationen. 50 Cent machte mit seiner weltweiten „The Final Lap Tour“ Station in Mannheim und blickte dabei auf einen Meilenstein seiner Karriere zurück: 20 Jahre zuvor hatte „Get Rich or Die Tryin’“ seinen internationalen Durchbruch zementiert. Genau dieses Jubiläum bildete den Anlass für die Tour.
Allein kam Curtis Jackson allerdings nicht. Mit Busta Rhymes, Spliff Star und Jeremih bekam das Publikum bereits vor dem Hauptact ein Programm, das locker für einen eigenen Konzertabend gereicht hätte. Die SAP Arena hatte Busta Rhymes und Jeremih ausdrücklich für die Mannheimer Show angekündigt.
Jeremih bringt R&B in die SAP Arena
Den Anfang machte Jeremih. Der US-amerikanische R&B-Sänger setzte einen deutlich melodischeren Gegenpunkt zu dem Hip-Hop, der später den Abend bestimmen sollte.
Natürlich durften seine bekanntesten Songs nicht fehlen. Bei „Birthday Sex“ brauchten viele Besucher kaum eine Einladung zum Mitsingen, auch „Don’t Tell ’Em“ traf auf hörbare Wiedererkennung. Jeremih setzte weniger auf die ganz große Bühnengeste und stärker auf Stimme, Groove und direkten Kontakt zum Publikum.
Ein entspannter Einstieg. Noch.
Denn danach wurde die Gangart deutlich härter.
Busta Rhymes und Spliff Star drehen das Tempo hoch
Wenn Busta Rhymes eine Bühne betritt, passiert selten etwas im Halbgas. Gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Spliff Star übernahm der New Yorker Rapper die SAP Arena und machte aus seinem Support-Slot eine konzentrierte Hip-Hop-Show.
Seine enorme Präsenz funktioniert auch Jahrzehnte nach seinen ersten Erfolgen. Tiefe Stimme, schnelle Rap-Passagen und diese beinahe explosive Art, innerhalb weniger Sekunden von kontrolliert zu vollkommen entfesselt zu wechseln.
Songs wie „Break Ya Neck“ oder „Pass the Courvoisier“ passten genau in dieses Umfeld. Das Publikum war längst auf Betriebstemperatur.
Busta Rhymes war auf der „The Final Lap Tour“ nicht irgendein kurzfristig hinzugebuchter Support. Er gehörte fest zum Konzept der Tour, die 50 Cent durch Nordamerika und Europa führte.
50 Cent startet mit I’m On Some Shit
Dann wurde die Bühne für den Mann vorbereitet, auf den alle gewartet hatten.
50 Cent startete sein Mannheimer Set mit „I’m On Some Shit“. Danach folgten „What Up Gangsta“, „I Get Money“ und „Hate It or Love It“. Kein langsamer Aufbau. Die ersten Minuten waren eine kompakte Demonstration dessen, wie viele Songs aus 50 Cents Karriere längst zum Kanon des amerikanischen Mainstream-Hip-Hop gehören. Die dokumentierte Mannheimer Setlist bestätigt diese Abfolge.
Die Show selbst ging weit über einen Rapper vor großer Videowand hinaus. Licht, Visuals, Tänzerinnen und choreografierte Übergänge bestimmten das Bild. Mal stand 50 Cent allein im Zentrum, wenige Minuten später wirkte die Bühne wieder wie eine große Clubproduktion.
Das passte zu dieser Tour.
Denn „The Final Lap“ war als Rückblick gebaut, ohne wie eine reine Nostalgieshow zu wirken.
P.I.M.P. und Candy Shop bringen die großen Hits
Spätestens bei „P.I.M.P.“ und „Candy Shop“ wurde es schwierig, in der SAP Arena jemanden zu finden, der die Refrains nicht zumindest kannte.
Danach folgten „Disco Inferno“, „Window Shopper“, „Best Friend“ und „21 Questions“. Gerade diese Phase machte deutlich, welche Dominanz 50 Cent in den 2000er-Jahren im internationalen Hip-Hop hatte.
Viele Songs brauchen live heute keine ausführliche Einleitung mehr. Ein Beat reicht.
„Hustler’s Ambition“ gehörte ebenso ins Programm wie „How We Do“ und „Magic Stick“. Die Setlist griff dabei regelmäßig über 50 Cents eigene Soloalben hinaus und erinnerte an seine zahlreichen Kollaborationen, G-Unit und jene Jahre, in denen sein Name in den Charts praktisch dauerhaft präsent war.
Jeremih kehrt für gemeinsame Songs zurück
Im weiteren Verlauf tauchte Jeremih noch einmal auf. Songs wie „Down on Me“ und „Birthday Sex“ sorgten für einen R&B-Einschub, bevor 50 Cent wieder stärker das Kommando übernahm.
Dann kam „Many Men (Wish Death)“.
Kein Partytrack. Und gerade deshalb einer der stärkeren Momente des Abends. Der Song aus „Get Rich or Die Tryin’“ besitzt bis heute eine Härte, die wenig Inszenierung braucht.
Direkt danach konnte die Show wieder kippen. „I’m the Man“, „Patiently Waiting“, „Wanksta“, „Stunt 101“ und weitere Titel führten tiefer in 50 Cents Katalog und die Geschichte von G-Unit.
Die Tour war schließlich ausdrücklich als Jubiläum seines Debütalbums konzipiert und sollte neben den großen Chart-Hits auch Songs zurückbringen, die lange nicht mehr regelmäßig live zu hören gewesen waren.
In Da Club darf in Mannheim nicht fehlen
Und dann natürlich „In Da Club“.
Es gibt Songs, die eng mit einer Karriere verbunden sind. Bei 50 Cent ist dieser hier kaum zu umgehen. Der Hit von 2003 gehört zu den Titeln, die auch Menschen erkennen, deren persönliche Hip-Hop-Playlist ansonsten überschaubar ausfällt.
In Mannheim funktionierte er entsprechend.
Die Halle ging noch einmal mit, Hände gingen nach oben und für ein paar Minuten wurde aus der großen Arena tatsächlich jener Club, den der Songtitel verspricht.
Danach war der Abend aber noch nicht vorbei. 50 Cent zog sein Programm weiter durch, mit Material aus unterschiedlichen Phasen seiner Karriere und einigen deutlich raueren Stücken zum Ende.
Keine sentimentale Jubiläumsfeier also.
Eher ein Rückblick mit Bassdruck.
Setlist 50 Cent in Mannheim 2023
50 Cent
- I’m On Some Shit
- What Up Gangsta
- I Get Money
- Hate It or Love It
- If I Can’t
- Magic Stick
- Hustler’s Ambition
- How We Do
- P.I.M.P.
- Candy Shop
- Disco Inferno
- Window Shopper
- Best Friend
- 21 Questions
- Sitar Dance Solo
- Just a Lil Bit
- Sinatra Intro
- Big Rich Town
- The Woo
- Ayo Technology
- Down on Me
- Birthday Sex
- Baby by Me
- Many Men (Wish Death)
- I’m the Man
- In Da Club
- Hate Being Sober
- Patiently Waiting
- Cuffin Season
- Wanksta
- Stunt 101
- Poor Lil Rich
- Back Down
- Southside
- Whip Ya Head














