Spielszene zwischen den Adler Mannheim und den Straubing Tigers am 11. Oktober 2026 in der SAP Arena

Adler Mannheim stoppen Straubings Siegesserie

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Knapp, intensiv und bis zur letzten Sekunde offen: Die Adler Mannheim haben am Sonntagabend, 11. Oktober 2026, die Straubing Tigers mit 2:1 bezwungen und damit ihr erstes Sechs-Punkte-Wochenende der DEL-Saison perfekt gemacht. Nach einem frühen Rückstand glich Zach Solow noch im ersten Drittel aus. Die Entscheidung fiel erst in der 52. Minute, als Verteidiger Dan Renouf zum 2:1 traf. Jake Hildebrand hielt anschließend den Sieg fest. Vor 11.041 Zuschauern in der SAP Arena endete damit auch Straubings Serie von fünf DEL-Siegen nacheinander.

Zwei Tage nach dem 5:2-Auswärtserfolg bei den Nürnberg Ice Tigers legte Mannheim damit nach. Diesmal war es kein Spiel mit vielen Toren. Jeder Meter Eis musste erarbeitet werden.

Brandt erwischt Mannheim eiskalt

Gerade einmal 64 Sekunden waren gespielt, da lag der Puck bereits im Mannheimer Tor.

Marcel Brandt zog von der blauen Linie ab und brachte Straubing nach Vorarbeit von Mario Zimmermann und Filip Varejcka mit 1:0 in Führung. Der Start hätte für die Adler kaum schlechter laufen können.

Mannheim ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen.

John Gilmour hatte nach einem schnellen Zwei-gegen-eins-Angriff die erste gute Möglichkeit zum Ausgleich. Noch blieb Straubings Torhüter Jakub Škarek Sieger.

Wenig später bekam Mannheim sein erstes Powerplay.

Und das saß.

Solow nutzt das erste Powerplay

Nach einer Strafe gegen Joseph Duszak zog Mannheim das Überzahlspiel sauber auf.

Anthony Greco und Matthias Plachta kombinierten, Zach Solow stand am langen Pfosten richtig und traf nach 6:22 Minuten zum 1:1.

Es war eine wichtige Antwort.

Danach entwickelte sich genau die Partie, die angesichts der Form beider Mannschaften zu erwarten war: hohes Tempo, wenig Räume und zwei Teams, die defensiv kaum etwas verschenkten.

Straubing bekam gegen Ende des Drittels selbst ein Powerplay. Filip Varejcka brach durch, scheiterte aber an Hildebrand.

Nach 20 Minuten stand es 1:1.

Beide Teams neutralisieren sich

Im zweiten Drittel änderte sich wenig.

Mannheim arbeitete konzentriert gegen die Scheibe, Straubing verteidigte ebenfalls kompakt. Große Chancen waren selten.

Alexander Ehl bekam in der 23. Minute nach einem Querpass eine gute Abschlussposition am linken Bullykreis. Škarek machte jedoch die kurze Seite dicht. Auch Marc Michaelis setzte sich später stark über links durch, fand aber ebenfalls keinen Weg am Straubinger Schlussmann vorbei.

Auf der anderen Seite blieb Hildebrand aufmerksam.

Das Spiel lebte jetzt weniger von spektakulären Aktionen als von kleinen Fehlern, gewonnenen Zweikämpfen und der Frage, welches Team zuerst die Geduld verlieren würde.

Nach 40 Minuten: weiterhin 1:1.

Macek verpasst zunächst die Führung

Auch im Schlussabschnitt änderte sich am Grundmuster zunächst nichts.

Max Calce probierte es aus dem hohen Slot, verzog knapp. Nur eine Minute später bekam Brooks Macek die große Möglichkeit im Alleingang.

Wieder war Škarek zur Stelle.

Straubings Torhüter hielt seine Mannschaft in dieser Phase im Spiel.

Doch Mannheim blieb dran.

Und diesmal kam die entscheidende Szene nicht im Powerplay.

Renouf trifft zum 2:1

In der 52. Minute spielte Alexander Ehl den Puck stark in den hohen Slot.

Dort stand Dan Renouf.

Der Verteidiger nahm Maß und traf zum 2:1. Max Calce bekam den zweiten Assist gutgeschrieben.

Ein Treffer, der perfekt zu diesem Spiel passte.

Keine lange Kombination. Kein wildes Durcheinander vor dem Tor. Eine klare Aktion, ein präziser Abschluss.

Mannheim hatte die Führung.

Jetzt musste sie nur noch halten.

Hildebrand bringt den Sieg über die Zeit

Straubing versuchte in den letzten Minuten alles.

1:42 Minuten vor Schluss nahm Tigers-Coach Craig Woodcroft Torhüter Škarek vom Eis und brachte einen zusätzlichen Feldspieler.

Die Adler verteidigten jedoch konzentriert.

Hildebrand blieb ruhig, Mannheim blockte Schüsse und hielt die gefährlichen Räume möglichst sauber.

Nach 60 Minuten war Schluss.

2:1.

Kein großer Torrausch. Dafür drei Punkte gegen eine Mannschaft, die mit fünf DEL-Siegen in Serie und einem spektakulären 11:4 gegen Iserlohn nach Mannheim gereist war.

Hildebrand mit 22 Paraden

Einer der entscheidenden Faktoren war Jake Hildebrand.

Der Mannheimer Torhüter stoppte 22 von 23 Straubinger Torschüssen und kam damit auf eine Fangquote von 95,65 Prozent. Nur Brandts früher Treffer brachte ihn an diesem Abend aus dem Spiel.

Auf der anderen Seite hielt Jakub Škarek ebenfalls stark. Er parierte 22 von 24 Mannheimer Abschlüssen und erreichte eine Fangquote von 91,67 Prozent.

Die Adler brachten insgesamt 24 Schüsse aufs Tor, Straubing 23. Bei allen Schussversuchen lag Mannheim mit 58:38vorne.

Mannheimer Powerplay macht den Unterschied

Auch die Special Teams spielten eine Rolle.

Mannheim bekam fünf Powerplays und nutzte eines davon durch Solow. Straubing blieb in drei Überzahlsituationen ohne Treffer.

Bei den Strafminuten sammelten die Adler 13 Minuten, Straubing kam auf 17 Minuten.

Das Spiel blieb trotzdem über weite Strecken kontrolliert. Selbst nach mehreren Strafen im Mittelabschnitt entwickelte sich kein offener Schlagabtausch.

Genau darin lag Mannheims Stärke an diesem Abend.

Erstes Sechs-Punkte-Wochenende

Nach dem 5:2 in Nürnberg und dem 2:1 gegen Straubing haben die Adler erstmals in dieser DEL-Saison an einem Wochenende die maximale Ausbeute geholt.

Gleichzeitig beendeten sie die starke Straubinger Serie.

Für Mannheim geht es bereits am Dienstag, 13. Oktober 2026, international weiter. Zum Abschluss der CHL-Ligaphase treten die Adler beim finnischen Vizemeister KooKoo Kouvola an. Das Achtelfinalticket hatten sie bereits mit dem 5:4 nach Penaltyschießen gegen GKS Tychy gesichert.

Spieldaten

Adler Mannheim – Straubing Tigers 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)

Tore:0:1 Marcel Brandt (1:04) – Zimmermann, Varejcka1:1 Zach Solow (6:22, Powerplay) – Greco, Plachta2:1 Dan Renouf (51:19) – Ehl, Calce

Torhüter Adler Mannheim:Jake Hildebrand – 22 Paraden, 95,65 %

Torhüter Straubing Tigers:Jakub Škarek – 22 Paraden, 91,67 %

Schüsse aufs Tor:Adler Mannheim 24Straubing Tigers 23

Powerplay:Adler Mannheim 1/5Straubing Tigers 0/3

Strafminuten:Adler Mannheim 13Straubing Tigers 17

Schiedsrichter:André SchraderMarius Wölzmüller

Linespersons:David KreuzerMarkus Merk

Zuschauer:11.041

Spielort:

SAP Arena, Mannheim

Foto © by Ruffler/PIX-Sportfotos

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