
Bryan Adams feiert Tourfinale in der ausverkauften SAP Arena
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Ein Rockstar, eine Akustikgitarre und ein überraschender Auftritt mitten im Publikum: Bryan Adams hat am Montagabend, 12. Oktober 2026, in der ausverkauften SAP Arena Mannheim für einen besonderen Abschluss seiner deutschen „Roll With the Punches“-Arenatour gesorgt. Statt auf der großen Bühne begann der kanadische Musiker sein Konzert auf einem kleinen Podest am hinteren Ende des Innenraums. Von dort aus eröffnete er den Abend mit zwei akustischen Klassikern.
Was folgte, waren rund zweieinhalb Stunden Rockmusik ohne Pause, eine Setlist mit 30 Songs und eine Show, die vor allem von Adams‘ unverwechselbarer Stimme, seiner eingespielten Band und der Begeisterung des Publikums lebte. Große Hits wie „Run to You“, „Heaven“, „Summer of ’69“ und „(Everything I Do) I Do It for You“ durften dabei ebenso wenig fehlen wie Songs seines aktuellen Albums.
Bryan Adams überrascht seine Fans mitten im Innenraum
Mit diesem Konzertbeginn dürften nur wenige gerechnet haben. Während sich die Aufmerksamkeit auf die Hauptbühne richtete, tauchte Bryan Adams am anderen Ende der Arena auf einem kleinen Podest auf.
Ohne große Inszenierung griff er zur Akustikgitarre und begann mit „Can’t Stop This Thing We Started“. Der Song aus dem Jahr 1991 gehört seit Jahrzehnten zu seinem Repertoire, erhielt durch die reduzierte Begleitung aber eine andere Wirkung.
Direkt danach folgte „Straight From the Heart“. Die Ballade aus den frühen Jahren seiner Karriere passte hervorragend zu diesem ungewöhnlich persönlichen Auftakt.
Die Nähe zu den Besuchern im Innenraum machte den Beginn besonders. Für einige Fans stand der Weltstar plötzlich nicht mehr weit entfernt auf einer großen Bühne, sondern unmittelbar in ihrer Nähe.
Mit diesen beiden Songs setzte Adams ein Zeichen für den weiteren Abend: Im Mittelpunkt sollte die Musik stehen.
Mit „Kick Ass“ beginnt die große Rockshow
Nach dem akustischen Einstieg verlagerte sich das Geschehen auf die Hauptbühne. Mit „Kick Ass“ zog das Tempo deutlich an.
Jetzt war auch die komplette Band gefordert. An Adams‘ Seite standen seine langjährigen musikalischen Wegbegleiter Keith Scott an der Gitarre, Pat Steward am Schlagzeug, Solomon Walker am Bass und Gary Breit an den Keyboards.
Die Musiker sorgten für einen kraftvollen, zugleich transparenten Bandsound. Gerade bei Songs wie „Run to You“und „Somebody“ wurde deutlich, wie gut diese Musik auch mehr als vier Jahrzehnte nach ihrer Entstehung funktioniert.
Adams benötigte dafür keine aufwendigen Bühnenelemente. Eine große Leinwand, gezielt eingesetzte Scheinwerfer und ausreichend Platz für die Band bildeten das Fundament der Show.
Die Musik übernahm den Rest.
„Roll With the Punches“ mit schwebendem Boxhandschuh
Natürlich stand auch der Titelsong der Tour auf dem Programm. Bei „Roll With the Punches“ wurde das Motto sogar über den Köpfen des Publikums sichtbar.
Ein überdimensionaler Boxhandschuh schwebte durch die Arena und griff das Motiv des aktuellen Albums auf.
Der Effekt wirkte wie eine spielerische Ergänzung zu einer ansonsten bewusst geradlinigen Rockshow.
Auch musikalisch zeigte Adams, dass er sich nicht allein auf seine größten Erfolge verlässt. Mit neueren Songs wie „So Happy It Hurts“, „51st State“ und dem Tourtitelsong stellte er aktuelle Veröffentlichungen neben seine Klassiker.
Dabei blieb sein musikalischer Stil unverkennbar: markante Gitarren, eingängige Refrains und eine Stimme, die auch nach Jahrzehnten sofort wiederzuerkennen ist.
Tausende Leuchtarmbänder verwandeln die Arena
Ein besonders wirkungsvoller Teil der Inszenierung fand nicht auf der Bühne, sondern im Zuschauerraum statt.
Die Besucher trugen Leuchtarmbänder, die während des Konzerts synchron in Rot, Weiß und Blau aufblinkten.
Mal leuchteten einzelne Bereiche der Halle, dann wieder zog sich das Licht durch den gesamten Innenraum bis hinauf auf die Ränge.
So wurde das Publikum selbst Teil der Show.
Die wechselnden Farben schufen eindrucksvolle Bilder, ohne dass dafür auf der Bühne ständig neue Kulissen aufgebaut werden mussten.
Gerade bei den großen Refrains verstärkte das gemeinsame Leuchten die Verbindung zwischen Musikern und Publikum.
„Heaven“ und „Please Forgive Me“ sorgen für große Gefühle
Neben den rockigen Songs gehören die Balladen zu den wichtigsten Bestandteilen eines Bryan-Adams-Konzerts.
Mit „Please Forgive Me“ und „Heaven“ standen zwei seiner bekanntesten Liebeslieder auf dem Programm.
Adams setzte dabei auf seine raue, ausdrucksstarke Stimme, die gerade den ruhigeren Stücken ihren charakteristischen Klang verleiht.
Auch „Have You Ever Really Loved a Woman?“ und „(Everything I Do) I Do It for You“ gehörten zu den emotionalen Momenten des Abends.
Die Lieder begleiten viele Fans bereits seit den 1990er-Jahren. In Mannheim wurden ihre Refrains entsprechend lautstark mitgesungen.
Dabei brauchte es keine großen Erklärungen. Oft genügten bereits die ersten Gitarrenakkorde, damit das Publikum wusste, welcher Klassiker als Nächstes folgte.
Keith Scott und die Band liefern den passenden Sound
Ein Bryan-Adams-Konzert lebt nicht nur von seinem Frontmann.
Besonders Keith Scott, der Adams seit Jahrzehnten begleitet, gehört mit seinem Gitarrenspiel zu den wichtigsten musikalischen Säulen der Liveband.
Seine prägnanten Riffs und Soli prägen zahlreiche Songs. In Mannheim zeigte sich dieses Zusammenspiel bei Titeln wie „Kids Wanna Rock“, „It’s Only Love“ und „Cuts Like a Knife“.
Dazu kam die Rhythmussektion mit Pat Steward und Solomon Walker, während Gary Breit an den Keyboards für zusätzliche Klangfarben sorgte.
Die Band spielte routiniert, ohne dabei an Energie einzubüßen.
Gerade diese Mischung aus Erfahrung und Spielfreude machte deutlich, warum Bryan Adams seine Songs auch nach vielen Jahren noch mit solcher Selbstverständlichkeit auf die Bühne bringen kann.
„Summer of ’69“ bringt die SAP Arena zum Mitsingen
Ein Konzert von Bryan Adams ohne „Summer of ’69“ wäre für viele Besucher kaum vorstellbar.
Der Klassiker aus dem Album „Reckless“ von 1984 gehört zu seinen größten internationalen Erfolgen und ist längst weit über die klassische Rockszene hinaus bekannt.
In Mannheim entwickelte sich der Song zu einem der großen Mitsingmomente.
Auch „The Only Thing That Looks Good on Me Is You“, „Back to You“ und „You Belong to Me“ zeigten die enorme Bandbreite seines Repertoires.
Mit „Twist and Shout“ fand zudem ein Rock-’n‘-Roll-Klassiker seinen Platz in der Setlist.
Die Mischung aus schnellen Nummern, bekannten Refrains und gefühlvollen Balladen sorgte dafür, dass die zweieinhalb Stunden abwechslungsreich blieben.
„All for Love“ bildet den Abschluss
Nach 29 Songs war der Abend noch nicht ganz vorbei.
Als Zugabe präsentierte Bryan Adams „All for Love“, den bekannten Titel, den er ursprünglich gemeinsam mit Rod Stewart und Sting aufgenommen hatte.
Damit endete ein Konzert, das mit zwei Akustiksongs ganz nah am Publikum begonnen hatte und sich anschließend zu einer großen Rockshow entwickelte.
Der Kanadier verzichtete über weite Strecken auf überladene Effekte und vertraute stattdessen auf das, was seine Karriere seit mehr als vier Jahrzehnten trägt: starke Songs, eine markante Stimme und eine hervorragend eingespielte Band.
Das Tourfinale in Mannheim zeigte eindrucksvoll, dass Bryan Adams seine Klassiker nicht einfach nur verwaltet. Er bringt sie weiterhin mit spürbarer Energie auf die Bühne.
Bryan Adams kehrt 2027 für Open-Air-Konzerte zurück
Wer Bryan Adams in Mannheim verpasst hat, bekommt bereits im kommenden Jahr eine neue Gelegenheit.
Im Sommer 2027 setzt der kanadische Musiker seine „Roll With the Punches“-Tour mit zahlreichen Open-Air-Konzerten fort.
Besonders interessant für Fans aus dem Rhein-Main-Neckar-Gebiet ist der Auftritt am 23. Juni 2027 in der BRITA Arena Wiesbaden. Weitere Konzerte sind unter anderem in Fulda, Bonn, Stuttgart und zahlreichen anderen deutschen Städten angekündigt.
Bryan Adams – Open-Air-Termine 2027 in Deutschland
- 23.06.2027 – Wiesbaden, BRITA Arena
- 24.06.2027 – Mönchengladbach, SparkassenPark
- 29.06.2027 – Fulda, Domplatz
- 30.06.2027 – Hannover, Sportpark Hannover
- 02.07.2027 – Halle (Westfalen), heristo-arena
- 03.07.2027 – Aurich, Mehrzweckgelände Tannenhausen
- 04.07.2027 – Hemer, Sauerlandpark
- 06.07.2027 – Bonn, KUNST!RASEN
- 07.07.2027 – Stuttgart, Schlossplatz / Jazz Open
- 08.07.2027 – Rosenheim, Mangfallpark
- 08.08.2027 – Rostock, IGA Park
- 10.08.2027 – Baunatal, Parkstadion
- 11.08.2027 – Erfurt, Platz an der Messe
- 13.08.2027 – Magdeburg, Domplatz
- 14.08.2027 – Dresden, Theaterplatz vor der Semperoper
- 15.08.2027 – Deggendorf, Donaupark
- 16.08.2027 – Salem, Schloss Salem
Stand: 13. Oktober 2026. Änderungen und weitere Termine vorbehalten. Der Stuttgart-Termin ist auf der offiziellen Künstlerwebsite aufgeführt, jedoch nicht in der verlinkten Eventim-Terminübersicht.
Setlist Bryan Adams – SAP Arena Mannheim, 12.10.2026
- Can’t Stop This Thing We Started
- Straight From the Heart
- Kick Ass
- Run to You
- Somebody
- Roll With the Punches
- 18 til I Die
- Please Forgive Me
- Go Down Rockin‘
- Kids Wanna Rock
- It’s Only Love
- Shine a Light
- Heaven
- The Ballad of Terry Fox
- Brand New Day
- So Happy It Hurts
- Have You Ever Really Loved a Woman?
- When You’re Gone
- Here I Am
- This Time
- 51st State
- Heat of the Night
- You Belong to Me
- Twist and Shout
- Cuts Like a Knife
- The Only Thing That Looks Good on Me Is You
- (Everything I Do) I Do It for You
- Back to You
- Summer of ’69
Zugabe
- All for Love
Text & Foto © Boris Korpak | bokopictures













