
Bukahara eröffnet die Picknick-Konzerte in Ladenburg
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Picknickdecken, ein Sommerabend auf der Festwiese und vier Musiker, die sich musikalisch ohnehin nur ungern an Grenzen halten. Bukahara eröffneten am 29. Juli 2021 die Picknick-Konzerte in Ladenburg und brachten mit Folk, Swing, Reggae und nordafrikanischen Einflüssen ordentlich Bewegung auf das Gelände. Einlass war ab 18.30 Uhr, um 20 Uhr begann das Konzert.
Damit gehörte der erste Abend einer Band, die kaum ein Instrument lange unberührt lässt. Geige, Kontrabass, Gitarre, Posaune, Sousaphon, Percussion und mehr wechselten sich ab. Mal leichtfüßig, dann wieder treibend. Stillstehen fiel ziemlich schnell schwer.
Bukahara eröffnen den Konzertsommer in Ladenburg
Die Picknick-Konzerte 2021 waren in Ladenburg als mehrtägige Open-Air-Reihe auf der Festwiese geplant. Bukahara machten am Donnerstag den Anfang, danach folgten unter anderem Milky Chance, Alice Merton, Joris, Giant Rooks und Provinz. Speisen und Getränke durften die Besucher selbst mitbringen, was dem Konzert tatsächlich etwas von einem großen musikalischen Sommerpicknick gab.
Gemütlich sitzen bleiben?
Schwierig.
Bukahara brauchen keinen elektronischen Dauerbass, um Menschen zum Tanzen zu bringen. Die Energie entsteht direkt aus den Instrumenten und dem Zusammenspiel der vier Musiker.
Vier Musiker und ständig neue Klangfarben
Soufian Zoghlami, Ahmed Eid, Daniel Avi Schneider und Max von Einem bilden Bukahara. Die Musiker fanden über ihr Jazzstudium in Köln zusammen; seit 2009 entwickelte sich daraus die heutige Band.
Auf der Bühne verschwimmen die klassischen Rollen allerdings schnell.
Soufian wechselt zwischen Gesang, Gitarre und Schlagzeug, Ahmed prägt mit Kontrabass und Percussion den Rhythmus. Avi setzt Geige und Mandoline ein, während Max mit Posaune, Sousaphon und Schlagzeug für zusätzliche Wucht sorgt.
Das Entscheidende ist aber weniger die Anzahl der Instrumente.
Es ist das, was daraus entsteht.
Folk trifft auf Swing, Reggae und Balkan-Sound
Bukahara spielen Musik, die sich einer sauberen Genrebezeichnung erfolgreich widersetzt. Folk und Swing treffen auf Reggae, Pop und nordafrikanische Einflüsse. Die Band selbst beschreibt ihren Sound heute ebenfalls als Folk-Pop mit Einflüssen aus Swing, afrikanischer Musik und Singer-Songwriter-Traditionen.
In Ladenburg funktionierte diese Mischung gerade unter freiem Himmel.
Ein Stück beginnt zurückhaltend, dann setzt der Kontrabass ein. Die Geige übernimmt. Plötzlich kommt die Posaune dazu und wenige Sekunden später bewegt sich vor der Bühne alles.
Bukahara klingen dabei nie wie vier Musiker, die möglichst viele Stilrichtungen in einen Song pressen wollen. Die Übergänge wirken selbstverständlich.
Von der Straße auf die großen Bühnen
Die Geschichte der Band begann deutlich kleiner. Bukahara spielten zunächst Straßenmusik, bevor Clubs, Festivals und größere Konzerthallen folgten. Ihre musikalischen Wurzeln haben sie dabei nicht abgelegt.
Das merkt man gerade live.
Die vier Musiker brauchen wenig Abstand zum Publikum. Vieles wirkt unmittelbar, spontan und manchmal so, als könne ein Song jederzeit noch einmal eine völlig andere Richtung einschlagen.
Genau diese Freiheit passt zu Bukahara.
Und zu einem Konzert auf einer Wiese erst recht.
Ladenburg tanzt beim Auftakt der Picknick-Konzerte
Nach Monaten, in denen Livemusik alles andere als selbstverständlich gewesen war, bekam der Auftakt der Ladenburger Picknick-Konzerte noch eine zusätzliche Bedeutung. Zeitgenössische Berichte beschrieben die ersten Veranstaltungen auf der Festwiese als erfolgreichen Start und verwiesen auf die spürbare Freude darüber, wieder Konzerte erleben zu können.
Bukahara waren dafür eine ziemlich passende Wahl.
Keine sterile Popproduktion, kein festgezurrtes Genre. Stattdessen vier Multiinstrumentalisten, analoge Klänge und ein Publikum, das irgendwann mehr tanzte als picknickte.
So darf ein Konzertsommer anfangen.
Text & Foto © Boris Korpak | bokopictures













