
Erkenbert-Museum zeigt restaurierte Objekte aus dem Ahrtal
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Pop-up-Ausstellung vom 19. bis 23. Oktober zeigt Spuren der Flut und die Arbeit der Restaurierung
In diesem Sommer jährte sich die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal zum fünften Mal. Die Ereignisse in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 bleiben unvergessen.
In all den Verlusten, vor allem von Menschen und deren Hab und Gut, machte eines dennoch Mut: Die Solidarität, der Zusammenhalt, der sich regionsübergreifend zeigte, in Initiativen aus Wirtschaft und Bevölkerung.
Die Stadt Frankenthal hat sich ebenfalls an der Überwindung der Krise beteiligt: insgesamt 50.000 Euro spendete Frankenthal an den Landkreis Ahrweiler und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Frankenthaler Hilfsorganisationen unterstützten die Einsatzkräfte in der Krisenregion. Einen besonderen Beitrag leistete das Frankenthaler Erkenbert-Museum. Hier wurden mehrere Kunstobjekte für das schwer getroffene Stadtmuseum von Bad Neuenahr-Ahrweiler restauriert.
Anlässlich der bevorstehenden Rückgabe der Objekte zeigt das Erkenbert-Museum vom 19. bis 23. Oktober die Phasen der Restaurierungsarbeiten in einer Pop-up-Ausstellung. Sieben Gemälde und sieben Metallobjekte, die bei der Flut schwer beschädigt worden waren, werden in restauriertem Zustand präsentiert.
Die Stadt Frankenthal und das Erkenbert-Museum folgten mit dem Angebot von Restaurierungsarbeiten einem Aufruf des Deutschen Städtetags zur Unterstützung des Ahrtals. Möglich wurde dies durch zwei am Erkenbert-Museum angestellte erfahrene Fachkräfte in der Gemälde- und Metallrestaurierung. Diesen wurden über das Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, die beschädigten Objekte zugeteilt. Zuvor hatte der Museumsverband Rheinland-Pfalz e. V. die groß angelegte Aktion zur Rettung des Kulturguts aus dem Ahrtal koordiniert und ein Netz von Museen aus mehreren Bundesländern für eine Mitwirkung gewinnen können.
Die Ausstellung im Erkenbert-Museum zeigt die restaurierten Objekte und die einzelnen Arbeitsschritte der Restaurierung. Dabei ging es in erster Linie zunächst um die Untersuchung der Schäden und deren Differenzierung. Bei den Gemälden waren zu Beginn einige Schlamm- und Malschichten fast nicht voneinander zu unterscheiden. Bei einem Uhrwerk ist der Schlamm bis tief in die Bestandteile des Mechanismus eingedrungen; es musste für die Untersuchung und Reinigung in alle Einzelteile zerlegt werden. Nach und nach wurden die Objekte von den Spuren der Flut befreit, wo dies überhaupt möglich war. Einige Maßnahmen werden noch bis Jahresende abgeschlossen und werden als „Work in Progress“ kurz vor der Fertigstellung gezeigt. Andere Maßnahmen bleiben bewusst auf Teilbereiche von Objekten beschränkt und machen somit verschiedene restauratorische und konservatorische Arbeitsschritte sichtbar. Bei zwei Gemälden, deren Farbauftrag großflächig zerstört ist, ist eine vollständige Restaurierung nicht mehr möglich. Sie sollen als restauratorische Studienobjekte erhalten bleiben und so die Schäden der Flutnacht am Kunst- und Kulturgut dokumentieren. Sie sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.
Das Museum ist anlässlich der Ausstellung Montags, Mittwochs, Donnerstag und Freitags von 14-18 Uhr und am Dienstag, den 20.10., von 10-18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung findet im Erdgeschoss des Hauses statt. Der Eintritt ist frei.
Die anderen Bereiche des Museums sind geschlossen.
Außerhalb dieser Öffnungszeiten bleibt das gesamte Museum aufgrund der anstehenden Sanierungsarbeiten weiterhin für Besucherinnen und Besucher geschlossen.
Mehr Infos zur Ausstellung und dem Erkenbert-Museum sind unter www.frankenthal.de/erkenbert-museum zu finden.
AUF EINEN BLICK
Pop-up-Ausstellung
19. bis 23. Oktober 2026
Mo, Mi, Do, Fr 14-18 Uhr
Di 10-18 Uhr
Ort der Ausstellung:
Erkenbert-Museum Frankenthal, Rathausplatz
Ansprechpartnerin
Irina Haas
Museumsverwaltung und -sekretariat
Erkenbert-Museum Frankenthal,
Foto_Pressestelle FT, Torsten Zimmermann













