Spielszene zwischen dem SV Salamander Kornwestheim und den Rhein-Neckar Löwen am 23. August 2026 in der Sporthalle Ost

Rhein-Neckar Löwen müssen in Kornwestheim hart arbeiten

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Ein Spaziergang war das nicht. Die Rhein-Neckar Löwen haben ihre erste Pflichtspielaufgabe der Saison 2026/27 zwar gelöst, mussten beim SV Salamander Kornwestheim aber deutlich mehr investieren, als es die Rollenverteilung vor dem Spiel vermuten ließ. Der Bundesligist gewann am Sonntag, 23. August 2026, in der ausverkauften Sporthalle Ost mit 33:29 und zog damit in die zweite Runde des DHB-Pokals ein. Zur Pause führten die Löwen knapp mit 18:15.

Kornwestheim, Meister der vergangenen Saison in der 3. Liga Süd, spielte von Beginn an mutig. Tim Zeppmeisel erzielte den ersten Treffer der Partie, und die Gastgeber hielten das Tempo in der Anfangsphase hoch. Die Löwen brauchten einige Minuten, bis sie ihren Rhythmus fanden. Edwin Aspenbäck übernahm früh Verantwortung und erzielte die ersten drei Mannheimer Treffer.

Kornwestheim hält den Favoriten lange fest

Was auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit aussah, entwickelte sich auf dem Feld zunächst zu einem engen Pokalduell. Kornwestheim ließ sich von Namen wie Jannik Kohlbacher, Kentin Mahé oder David Späth nicht beeindrucken und blieb im Angriff konsequent.

Erst beim 6:7 lagen die Löwen erstmals vorne. Doch auch danach gelang es der Mannschaft von Maik Machulla nicht, sich entscheidend abzusetzen. Die Gastgeber fanden immer wieder Lösungen, kamen über den Kreis zu guten Abschlüssen und hielten die Partie bis kurz vor der Pause offen.

Tim Nothdurft sorgte schließlich dafür, dass Mannheim mit einem kleinen Polster in die Kabine gehen konnte. Mit seinem Treffer unmittelbar vor der Pause stellten die Löwen auf 18:15.

Drei Tore Vorsprung. Mehr nicht.

Löwen erhöhen nach der Pause den Druck

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel zunächst klarer. Jannik Kohlbacher traf früh, anschließend sorgten Niclas Mierzwa und Marius Steinhauser dafür, dass der Abstand wuchs. Nach 35 Minuten führten die Löwen mit 22:16.

Jetzt schien der Bundesligist die Partie unter Kontrolle zu bekommen.

Doch Kornwestheim dachte gar nicht daran, sich frühzeitig mit der Niederlage abzufinden. Die Gastgeber kämpften sich zurück, verkürzten später auf 23:26 und brachten damit wieder ordentlich Bewegung in die volle Sporthalle Ost. Das Publikum war längst Teil dieses Pokalabends. Laut, nah am Spielfeld und bei jeder gelungenen Aktion sofort da. Die Halle war mit 700 Zuschauern ausverkauft.

Mierzwa hält Kornwestheim auf Abstand

In dieser Phase war vor allem Niclas Mierzwa wichtig. Der junge Linksaußen traf mehrfach und verhinderte, dass Kornwestheim den Rückstand weiter verkürzte. Insgesamt kam er auf sechs Treffer.

Auch Aspenbäck und Haukur Þrastarson erzielten jeweils sechs Tore. Damit verteilte sich die Verantwortung im Mannheimer Angriff auf mehrere Schultern. Auf Kornwestheimer Seite ragten Felix Kazmeier mit acht Treffern, Finn Joneleit mit sechs und Moritz Lanig mit fünf Toren heraus.

Die Gastgeber blieben bis in die Schlussminuten unangenehm. Einen komfortablen Vorsprung konnten sich die Löwen nicht mehr herausspielen. Trotzdem geriet der Sieg letztlich nicht mehr aus den Händen.

33:29.

Pflicht erfüllt, aber noch Luft nach oben

Für die Rhein-Neckar Löwen zählt zunächst das Weiterkommen. Genau dafür ist der Pokal da. Schönheitspreise werden in der ersten Runde nicht vergeben, und Kornwestheim machte dem Favoriten das Leben über 60 Minuten schwer.

Auffällig war trotzdem, dass sich bei den Löwen immer wieder kleine Fehler einschlichen. Gerade wenn Mannheim die Partie scheinbar im Griff hatte, kam der Drittligist wieder näher. Die höhere individuelle Qualität setzte sich am Ende durch, dominant war der Auftritt allerdings nur phasenweise.

Torhüter David Späth steuerte elf Paraden bei. Auf der Gegenseite hielt Jan Tinti neun Bälle und sorgte mit dafür, dass Kornwestheim lange in Reichweite blieb.

Für die Löwen war der Pokalsieg zugleich der erste Pflichtspielerfolg der neuen Saison. Am Sonntag, 30. August 2026, wartet die nächste Aufgabe. Dann beginnt die Bundesliga-Spielzeit auswärts bei der TSV Hannover-Burgdorf.

Spieldaten

SV Salamander Kornwestheim – Rhein-Neckar Löwen 29:33 (15:18)

Beste Torschützen Kornwestheim:
Felix Kazmeier 8/2
Finn Joneleit 6
Moritz Lanig 5

Beste Torschützen Rhein-Neckar Löwen:
Edwin Aspenbäck 6
Haukur Þrastarson 6/2
Niclas Mierzwa 6

Schiedsrichterinnen: Tanja Kuttler, Maike Merz
Zuschauer: 700, ausverkauft
Spielort: Sporthalle Ost, Kornwestheim

Foto © Kotzur/PIX-Sportfotos

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