Fred Durst von Limp Bizkit steht gut gelaunt mit roter Kappe live auf der Bühne der Jahrhunderthalle Frankfurt vor feierndem Publikum.

„This is not a concert, this is a party!“ – Limp Bizkit bringen die Jahrhunderthalle Frankfurt zum Beben

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Einen Dienstagabend im Zeichen des Nu Metal stehen zu lassen und die Meute vom ersten Ton an zum Kochen zu bringen – für viele Bands eine schwere Hürde. Für Limp Bizkit schien das an diesem Abend jedoch eine mühelose Übung zu sein. Die gut gefüllte Jahrhunderthalle in Frankfurt war bereit für einen Abriss, und Fred Durst & Co. lieferten ab der ersten Sekunde. Schon beim Opener gab es kein Halten mehr, und der gut gelaunte Frontmann freute sich sichtlich über die schier unbändige Energie und die exzellente Stimmung im Publikum. Getreu dem Motto des Abends: Das war kein normales Konzert, das war eine astreine Party.

Dog Eat Dog heizen als Support ein

Bevor die Nu-Metal-Pioniere die Bühne übernahmen, sorgten die Kollegen von Dog Eat Dog für den perfekten Aufgalopp. Mit ihrer charakteristischen Mischung aus Hardcore, Crossover und Rap-Elementen verstanden es die US-Rocker bestens, die Frankfurter Fans abzuholen und die Betriebstemperatur im Saal ordentlich nach oben zu schrauben. Der Boden war bereitet.

Rollentausch und spontane Cover-Einlagen

Limp Bizkit wären allerdings nicht Limp Bizkit, wenn sie sich sklavisch an eine Setlist halten würden. Die Band war bestens aufgelegt und überraschte das Publikum immer wieder mit spontamen Einlagen. So wurde bei „My Way“ kurzerhand der Spieß umgedreht: Gitarren-Ausnahmetalent Wes Borland übernahm den Gesang, während ein begeisterter Fan aus dem Publikum sich die Gitarre umhängte und den Sechssaiter-Part übernahm.

Fred Durst plauderte zwischen den Songs locker mit den Fans und verkündete grinsend, man würde heute Abend jeden Song spielen, egal von welcher Band – mit einer einzigen Ausnahme: Backstreet Boys-Cover blieben tabu. Stattdessen gab es ein wildes Medley aus musikalischen Verbeugungen. Erst schallte Nirvana-Energie mit „Smells Like Teen Spirit“ durch die Jahrhunderthalle, gefolgt von kurzen, knackigen Passagen diverser Guns-N’-Roses-Klassiker und schließlich einer wuchtigen Version von Rage Against The Machines „Killing In The Name Of“. Es war ein absolut einmaliger Abend, getragen von einer überkandidierten Spielfreude, die sich in Bruchteilen einer Sekunde auf die feiernde Menge trug.

Das unvermeidliche Finale mit „Take A Look Around“

Jede Party findet irgendwann ihren Höhepunkt. Als schließlich die unverkennbaren, schleifenden Klänge des „Mission Impossible“-Intros durch die Boxen drangen, wusste jeder im Saal, was die Stunde geschlagen hatte: Mit „Take A Look Around“ läuteten Limp Bizkit das finale Kapitel ein. Die letzten Kraftreserven wurden mobilisiert, bevor die Besucher mit verschwitzten T-Shirts, aber glücklich und zufrieden den Heimweg antraten.

Text & Foto © by Jan Heesch

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