Walking On Cars bei ihrem ausverkauften Konzert am 3. November 2019 in der Batschkapp Frankfurt

Walking On Cars in Frankfurt: Lichtermeer in der ausverkauften Batschkapp

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Schon bevor Walking On Cars am 3. November 2019 die Bühne betraten, war klar, dass es in der Batschkapp Frankfurt eng werden würde. Das Konzert war ausverkauft, die Fans früh vor Ort und die Erwartungen entsprechend hoch. Als die irische Band schließlich erschien, wurde sie mit lauten Rufen empfangen.

Dann ging das Licht runter. Und für rund 90 Minuten gehörte die Batschkapp Walking On Cars.

Die Band verband ihre großen bekannten Songs mit neuerem Material und einer Lichtproduktion, die gerade in den emotionaleren Momenten hervorragend funktionierte. Das Publikum musste dabei kaum zum Mitmachen überredet werden.

Tors bringen die Batschkapp früh auf Temperatur

Den Anfang machten Tors.

Supportbands haben bei ausverkauften Konzerten bekanntlich nicht immer den einfachsten Job. Ein großer Teil der Besucher wartet auf den Headliner, Gespräche laufen weiter und an der Bar herrscht manchmal mehr Betrieb als vor der Bühne.

An diesem Abend lief es anders.

Tors fanden schnell Zugang zum Frankfurter Publikum. Ihre Songs wurden aufmerksam aufgenommen, der Applaus wuchs und die Stimmung war bereits ordentlich, bevor Walking On Cars überhaupt einen Ton gespielt hatten.

Eine ziemlich gute Ausgangslage.

Walking On Cars werden lautstark empfangen

Als Walking On Cars anschließend auf die Bühne kamen, legte die Lautstärke im Raum noch einmal deutlich zu.

Die irische Band hatte sich seit ihrer Gründung in Dingle mit ihrem atmosphärischen Alternative Pop und Rock eine internationale Fangemeinde aufgebaut. Besonders der Erfolg von „Speeding Cars“ hatte Walking On Cars weit über Irland hinaus bekannt gemacht.

In Frankfurt standen ihnen die Fans dicht gedrängt gegenüber.

Die Band musste diese Energie eigentlich nur noch aufnehmen. Genau das tat sie. Statt sich langsam in den Abend hineinzuspielen, war die Verbindung zwischen Bühne und Publikum schnell hergestellt.

Zwischen großen Refrains und ruhigen Momenten

Walking On Cars lebten live stark von Gegensätzen.

Es gab Songs, bei denen die Batschkapp geschlossen mitsang, und anschließend wieder ruhigere Passagen, in denen sich die Atmosphäre innerhalb weniger Augenblicke veränderte. Sänger Patrick Sheehy stand mit seiner markanten Stimme im Zentrum, ohne dass die übrige Band zur bloßen Begleitung wurde.

Gerade das Zusammenspiel machte den Sound aus.

Gitarren, Piano, Schlagzeug und elektronische Elemente bauten immer wieder große Klangflächen auf. Die Songs wirkten live kräftiger, verloren dabei aber nicht jene Melancholie, die viele Stücke der Iren prägt.

Mal wurde gefeiert.

Dann wurde einfach zugehört.

Bekannte Songs treffen auf neues Material

Die Setlist beschränkte sich nicht auf die größten Erfolge.

Walking On Cars hatten auch ihr zweites Studioalbum „Colours“ im Gepäck, das im April 2019 erschienen war. Die neueren Songs trafen damit auf Material des erfolgreichen Debüts „Everything This Way“.

Das Publikum ging bei beidem mit.

Natürlich sorgten die bekannteren Stücke für besonders deutliche Reaktionen. Aber der Abend wirkte nicht wie eine Best-of-Show, bei der alle nur auf zwei oder drei Hits warten.

Walking On Cars hatten zu diesem Zeitpunkt längst genügend Material, um die rund 90 Minuten Spielzeitabwechslungsreich zu gestalten.

Tausende Lichter verändern die Batschkapp

Einer der stärksten Momente entstand schließlich nicht allein auf der Bühne.

Die Fans holten ihre Smartphones und Lichter hervor. Innerhalb kurzer Zeit verwandelte sich die dunkle Batschkapp in ein Meer aus kleinen Lichtpunkten.

Ein simples Bild. Aber wirkungsvoll.

Gerade zu den ruhigeren Klängen passte dieser Moment besser als jeder überdimensionierte Bühneneffekt. Überall im Raum leuchteten die Displays, während die Band weiterspielte.

Für einige Minuten sah die Batschkapp völlig anders aus.

Walking On Cars liefern Frankfurt einen intensiven Konzertabend

Die Lichtproduktion unterstützte die Musik auch während des übrigen Konzerts, ohne permanent um Aufmerksamkeit zu kämpfen. Farben und wechselnde Lichtstimmungen folgten den Songs und verstärkten besonders die emotionalen Passagen.

Das Entscheidende passierte trotzdem zwischen Band und Publikum.

Walking On Cars trafen in Frankfurt auf Fans, die von Beginn an Lust auf diesen Abend hatten. Tors hatten gut vorgelegt, der Headliner nahm die Stimmung auf und führte sie durch rund 90 Minuten zwischen Alternative Rock, Pop und melancholischen Momenten.

Ein ausverkauftes Haus allein macht noch kein gutes Konzert.

An diesem Abend passte allerdings ziemlich viel zusammen.

Text & Foto © Jan Heesch

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