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Der SV Waldhof Mannheim hat einen Nachmittag erlebt, an dem der Ball einfach nicht ins Tor wollte. Gegen den bis dahin punktlosen SC Verl verloren die Buwe am Samstag, 5. September 2026, im Carl-Benz-Stadion mit 0:1. Vor 8.642 Zuschauern erspielte sich Mannheim genügend Möglichkeiten für einen Treffer, teilweise sogar für deutlich mehr. Am Ende reichte Verl jedoch eine einzige konsequent ausgespielte Szene zum ersten Saisonsieg.
Der Waldhof übernahm früh die Initiative. Schon nach wenigen Minuten wurde deutlich, in welche Richtung sich die Partie entwickeln sollte: Mannheim machte Druck, Verl verteidigte tief und setzte zunächst kaum eigene offensive Akzente.
Nach 19 Minuten wurde es erstmals richtig gefährlich. Darnell Keumo setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball vor das Tor. Julian Ulbricht kam zum Kopfball, scheiterte aber an Verl-Keeper Timo Schlieck. Direkt danach setzte Lovis Bierschenk seinen Versuch über das Tor.
Mannheim blieb dran.
Nach einer Ecke bekam Gonçalo Gregório aus kurzer Distanz die nächste große Gelegenheit. Wieder war Schlieck zur Stelle. Wenig später musste der Verler Torhüter auch einen abgefälschten Abschluss von Keumo entschärfen. Die Führung lag mehrfach in der Luft, fiel aber nicht.
Verl konnte sich bei seinem Schlussmann bedanken, überhaupt noch im Spiel zu sein.
Dann kam die 44. Minute.
Janne Berner kontrollierte einen hohen Ball auf der rechten Seite und legte quer zu Tim Heike. Der Verler Angreifer zog aus rund 14 Metern ab. Waldhof-Torhüter Thijmen Nijhuis kam noch an den Ball, konnte den Treffer zum 0:1 aber nicht verhindern.
Effizienter geht es kaum.
Mannheim hatte über weite Strecken mehr vom Spiel und die besseren Chancen. Verl ging trotzdem mit einer Führung in die Kabine. Genau das machte diesen Rückstand so ärgerlich.
Nach der Pause änderte sich wenig. Der Waldhof schob sofort wieder an und drängte auf das 1:1.
Ulbricht verpasste eine Hereingabe am zweiten Pfosten nur knapp. Kurz danach wurde es noch bitterer: Gregório kam nach einer Flanke von Jan-Christoph Bartels? Nein, die Szene entstand über Kammerknecht aus dem Halbfeld, der Portugiese brachte den Fuß noch an den Ball und traf den Pfosten.
Ein paar Minuten später stand erneut Schlieck im Mittelpunkt. Nach einer flachen Hereingabe bekam Gregório den zweiten Ball direkt vor die Füße. Der Angreifer schloss ab, doch Verls Keeper reagierte wieder schnell genug.
Es war wie festgenagelt.
Trainer Rui Mota reagierte und brachte frische Kräfte. Noah Sarenren Bazee und Vincent Thill kamen zunächst für Bierschenk und Diego Michel. Später folgten unter anderem Terrence Boyd und Maximilian Thalhammer. Mannheim suchte den Ausgleich nun mit noch mehr Personal in der Offensive.
Die ganz klaren Möglichkeiten wurden danach allerdings seltener.
Sarenren Bazee kam in der Schlussphase noch zu einem Kopfball, Verl warf sich ansonsten mit vielen Spielern in die Mannheimer Angriffe. Der Waldhof hatte weiterhin mehr Ballbesitz und drückte, aber der letzte Pass wurde ungenauer. Das Spiel wurde hektischer.
Nach 94 Minuten war Schluss.
0:1.
Nach dem 2:3 beim TSV Havelse kassiert der SV Waldhof Mannheim damit die zweite Niederlage hintereinander. Besonders schmerzhaft ist dieses Ergebnis, weil Verl zuvor alle drei Saisonspiele verloren hatte und als Tabellenletzter nach Mannheim gekommen war. Der SCV holte im Carl-Benz-Stadion seine ersten Punkte der Saison.
Für Waldhof liegt das Problem dieses Mal nicht darin, keine Chancen herausgespielt zu haben. Es waren genug da. Ulbricht, Bierschenk, Keumo und vor allem Gregório kamen in aussichtsreiche Situationen.
Nur das Tor fehlte.
Und genau deshalb wirkt dieses 0:1 wesentlich ärgerlicher als eine Partie, in der der Gegner schlicht besser war.
SV Waldhof Mannheim – SC Verl 0:1 (0:1)
Tor:
0:1 Tim Heike (44.)
Schiedsrichter:
Assad Nouhoum
Zuschauer:
8.642
Spielort:
Carl-Benz-Stadion, Mannheim
Foto © by Adler/PIX-Sportfotos
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