Die Gothic-Metaller von CREMATORY machten am 25. Mai 2018 im Rahmen ihrer „Oblivion Over Germany“-Tour einen besonderen Zwischenstopp: In der Heimatstadt Mannheim feierten sie im MS Connexion gemeinsam mit ihren Fans eine Metalparty der Extraklasse. Mit im Gepäck hatten sie ihr aktuelles Album Oblivion sowie ihre langjährige Erfahrung, die sie als eine der führenden deutschen Gothic-Metal-Bands auszeichnet. Unterstützt wurden sie dabei von der Support-Band Unbound, die dem Publikum bereits ordentlich einheizte.
Ein Abend voller Energie und musikalischer Vielseitigkeit
Mit dem ersten Akkord war klar: CREMATORY wollten keine halben Sachen machen. Von Beginn an lieferten sie eine energiegeladene Show, die sowohl alteingesessene Fans als auch neue Anhänger der Band begeisterte. Besonders die moderne und vielseitige Ausrichtung, die sich durch das neue Line-up ergab, war deutlich spürbar. Die Gitarristen Tosse Basler und Rolf Munkes, die seit der 2016er Veröffentlichung Monument Teil der Band sind, sowie Bassist Jason Mathias, verliehen den Songs eine frische Dynamik. Während Tosse Basler mit seinen cleanen Vocals für neue Facetten im Gesang sorgte, setzte Leadgitarrist Rolf Munkes mit beeindruckenden Soli Akzente. Jason Mathias wiederum sorgte mit seinen tiefen Bassfrequenzen für eine wuchtige Klangwand, die in der Live-Atmosphäre besonders zur Geltung kam.
Setlist und Publikumsreaktion
CREMATORY ließen an diesem Abend keine Wünsche offen. Neben den neuen Songs aus Oblivion, wie „Salvation“ oder „Ghost Of The Past“, präsentierten sie auch Klassiker ihrer langen Bandgeschichte. Hits wie „Tears Of Time“ und „The Fallen“ durften natürlich nicht fehlen und wurden vom Publikum lautstark mitgesungen. Die Mischung aus druckvollen, modernen Arrangements und bekannten Hymnen machte das Konzert zu einem Erlebnis, das noch lange nachhallte.
Das MS Connexion bot die perfekte Kulisse für dieses Heimspiel. Die enge Verbindung zwischen Band und Fans war deutlich zu spüren, und Frontmann Felix Stass nutzte jede Gelegenheit, das Publikum anzuheizen. Besonders emotional wurde es, als er sich für die jahrelange Treue der Fans bedankte und betonte, wie viel es für die Band bedeutet, in Mannheim zu spielen.
Ein Triumph für CREMATORY
Das Konzert im MS Connexion bewies einmal mehr, dass CREMATORY nach über 25 Jahren Bandgeschichte nichts von ihrer Relevanz verloren haben. Mit Oblivion haben sie sich musikalisch weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Die neuen Bandmitglieder fügten sich nahtlos in das Gesamtbild ein und trugen entscheidend dazu bei, dass die Show druckvoll, abwechslungsreich und emotional wurde.
Für Fans von Gothic- und Industrial-Metal war dieser Abend in Mannheim ein absolutes Highlight – und ein weiterer Beweis dafür, dass CREMATORY auch 2018 eine der wichtigsten Bands dieses Genres in Deutschland sind.
Text & Foto © Boris Korpak


