Mittwoch 17. April 2024

Großartige Stimmung bei Bring Me The Horizon in der Stuttgarter Schleyerhalle

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Am 22.02.2023 war es so weit. Die verschobene Bring Me The Horizon Survival European Horror Tour konnte nun endlich in Stuttgart stattfinden. 

Allerdings mit einer kleinen Änderung. Lorna Shore waren nicht wie geplant mit von der Partie, dafür aber Static Dress. Und mit denen ging es pünktlich um 18:30 Uhr in der Schleyerhalle los. Die Jungs kommen ebenfalls, wie die Headliner aus England und gaben von Anfang an alles. Mit ihrem Mix aus Post-hardcore/screamo gelang es ihnen die Besucher ein wenig einzuheizen, um sie bei den nächsten Bands schon auf Betriebstemperatur zu sehen. 

Insgesamt durften die Briten eine halbe Stunde spielen und passten zudem noch sehr gut ins Line Up, ganz zur Freude der Besucher.

Um noch ein wenig mehr Stimmung in die ausverkaufte Hütte zu bringen, enterten Poorstacy die Stage. Im Grunde genommen besteht die Band auch nur aus Sänger Carlito Junior Milfort plus Livemusikern. Auf seinem zweiten Album ist auch BMTH Frontmann Oli Sykes als Gastsänger zu hören und dadurch entstand bestimmt die Chance, die Tour mitzufahren.

Mit einer Mischung aus Punk und „Emocore“ und viel Bewegung auf der Bühne ging es richtig ab – und die Zuschauer feierten es. Besonders Schlagzeuger war ein ‚Augenmerk, denn er schlug wie ein Irrer auf seine Drums ein und die beiden Gitarristen flitzten über die Bühne, als wären sie bei einem endlosen Marathon. Die Energie brauchten die Besucher aber auch, denn den Co-Headliner wollten sie ja absolut nicht enttäuschen. 

Und genau der kam dann gegen 20:10 Uhr auf die Bühne. Keine andere Band als A Day To Remember. Die Jungs aus Florida ließen nichts anbrennen und hauten als Opener direkt einen ihrer absoluten Klassiker „The Downfall of Us All“ raus. Das Eis war definitiv gebrochen und es ging gerade so weiter. „All I Want“ und „Paranoia“ folgten. 

Die Post-Hardcore Band spielte sich durch ihre Diskografie und hatten echt für jeden Fan was dabei. Aber auch viele neue Fans gewannen sie durch ihre positive Ausstrahlung. Auch Sänger Jeremy McKinnon war guter dinge und heizte von links nach rechts und wieder zurück. Laut und schnell können sie, aber geht es auch etwas ruhiger? Ja! Denn „If it means a lot to you“ kam sehr gut an bei den Fans: Insgesamt hat man gemerkt, wie viele der Fans laut und voller Emotionen die A Day To Remember Songs fehlerfrei mitgesungen haben.

Als Highlight kam noch einer aus der Crew mit einer T-Shirt Kanone auf die Bühne und feierte ein paar Shirts ins Publikum.

Da die Rufe nach einer Zugabe so laut waren, gab es als letzten Song noch „All Signs Point to Lauderdale“, wo die Menge noch einmal richtig austobte.

Nun aber zum Headliner des Abends: Bring Me The Horizon. 2016 hatten sie die Schleyerhalle schon einmal gut gefüllt, aber jetzt hieß es ausverkauft. Mehr als 11000 Fans konnten es kaum erwarten die Jungs aus Sheffield endlich wieder live zu erleben. 

Als Opener wählte die Band „Can you Feel My Heart” und bereits da waren die Leute am Ausrasten. Klar wenn da noch roten Konfettokan0onen zusätzlich abgefeuert werden, geht’s halt schon ab. Durch die vielen LEDs auf der Bühne wirkte der doch einfache Aufbau relativ imposant. Mit Aushängeschild und Frontmann Oli Sykes warf sich zu beginn auf den Boden uns sang mit vollem Elan die Songs. Bei „Happy Song“ tobte die Menge und da sah man super viele, vor allem Junge Mädels mit selbst gebastelten Schildern in den ersten Reihen. 

Die Briten spielten sich eher durch die neueren Songs ihrer Diskografie, aber auch der ein oder andere, etwas ältere Song befand sich in der Setlist. „Shadow Moses“ lief dann wie erwartet extrem gut. Als es mit „Drown“ weiter ging, lief der Sänger in den Bühnengraben, klatschte Hände ba und umarmte die Mädels in der ersten Reihe. Das gab natürlich Glückstränen ohne Ende. Er weiß auch wie man Show macht und zudem seine Fans begeistern kann. Aber auch seine Bandkollegen gaben auf der Bühne alles und waren selten ruhig. Um noch ein wenig Gänsehaut Stimmung zu verbreiten wurde „Follow Me“ als Akustik Version gespielt und die angeforderten, tausenden Handylichter und Feuerzeuge ließen die Halle in einem Lichtermeer versinken.

Als Zugabe wurden danach noch u.a. „Sleepwalking“ und „throne“ gespielt, wo die Fans ihre letzten Kraftreserven aufbrauchten und ausgelassen feierten. Das war wirklich ein „A Day To Remember“. 

Static Dress

Poorstacy

A Day To Remember

Bring Me The Horizon

Fotos & text © by Daniel Selke