Donnerstag 25. Juli 2024

Rock im Park 2024 – Tag zwei

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Der zweite Tag des Rock im Park Festivals 2024 in Nürnberg war ein echter Kracher. Die Auftritte von H-BLOCKX, WANDA, MACHINE HEAD, COREY TAYLOR, KRAFTKLUB, MÅNESKIN, PARKWAY DRIVE u.v.m. sorgten für eine pulsierende Atmosphäre und hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den Festivalbesuchern. 

H-BLOCKX eröffneten den Tag mit einer Performance, die sich gewaschen hat. Die Crossover-Pioniere feierten das 30-jährige Jubiläum ihres Debütalbums „Time To Move“ und spielten Klassiker wie „Risin’ High“ und „Move“. Die Band zeigte, dass sie auch nach all den Jahren nichts von ihrer Bühnenpräsenz und musikalischen Kraft verloren hat und sorgte schon mittags, für viele Parkrocker*innen kurz nach dem Aufstehen, für wilde Moshpits und jede Menge Crowdsurfer.

Nach dem Frühsport mit den H-BLOCKX konnte es so richtig aufgeheizt gleich bei den vier Jungs von ATREYU weitergehen. Die Metalcore-Band aus Kalifornien trat auf der Mandora Stage auf. Mit ihrem Mix aus melodischem Metalcore, Posthardcore, emotionalen Texten und intensiven Liveauftritten haben sich ATREYU in der Metalcore-Welt etabliert und zu einer festen Größe mit internationaler Fangemeinde entwickelt. 

Wer bei HANABIE sanfte Klänge aus Japan erwartet, liegt komplett falsch. Als am Nachmittag die vier zierlichen Damen aus Tokyo zeigten wie kraftvoll und pulsierend japanischer Metal ist, musste eher mit wilden Moshpits und jeder Menge blauen Flecken gerechnet werden. Mit Elementen aus japanischem Pop, Hip-Hop und Nu Metal sind HANABIE bereits ernstzunehmende Größen in der japanischen Metalszene. Kaum zu glauben, dass so eine Stimme aus der zierlichen Frontfrau Yukina herauskommen kann! Dass alle Texte komplett auf Japanisch sind, war für die Feiernden kein Problem. Die Bühnenpräsenz, die quietschbunten Farben und die mitreißende Energie machten den Auftritt zu einem besonderen Festivalerlebnis.

Für den österreichischen Charme sorgte kurz darauf WANDA auf der Utopia Stage. Die Band brachte mit ihrem Indie-Rock einen Hauch von Wien nach Nürnberg. Ihre charismatische Bühnenpräsenz und Hits wie „Bologna“ und „Bussi Baby“ sorgten für eine mitreißende Stimmung. Die Mischung aus eingängigen Melodien und poetischen Texten fand großen Anklang beim Publikum und machte den Auftritt zu einem der Highlights des Tages

KRAFTKLUB lieferten eine beeindruckende Show, die sowohl musikalisch als auch visuell überzeugte. Mit Hits wie „Songs für Liam“ und „Ich will nicht nach Berlin“ brachten sie die Menge zum Toben. Die Band aus Chemnitz, die für ihre intelligenten Texte und kraftvollen Rock bekannt ist, bewies erneut, warum sie zu den führenden Bands der deutschen Rockszene gehört.

Parallel lieferten die Jungs von MACHINE HEAD auf der Mandora Stage das Kontrastprogram zum deutschen Rock: Eine schweißtreibende Show mit aggressiven, lautem Heavy Metal. Die amerikanische Band aus Oakland lässt sich keine Schublade stecken. Seit ihrer Gründung 1991 haben sie sich ständig weiterentwickelt und werden zumeist dem Trash-Metal zugerechnet. Aber das ist eigentlich auch vollkommen egal. Ihre Fans feierten sie heftig mit wilden Circle-Pits und Headbangen, sodass es schon nach den ersten Klängen undurchsichtige Staubwolken in den Himmel emporstiegen. 

Sexy wurde es dann mit MÅNESKIN, als Bassistin Victoria de Angelis topless die Utopia Stage betrat. Als Leadsänger Damiano David kurz darauf zu „I Wanna Be Your Slave“ ebenfalls die Hüllen fallen ließ, gab es kein Halten mehr. Das Publikum rastete aus. Wildes Tanzen, laute Mitsing-Chöre und wunderschöne Gänsehautmomente – MÅNESKIN lieferten eine richtig gute Show ab!!! Alle die sie bis dahin noch nicht kannten, verliebten sich sofort in die Rockrebellen.

Metal-Fans kamen am Samstag an der Mandora Bühne voll auf ihre Kosten. Nach MACHINE HEAD stand Headliner COREY TAYLOR, der auch Frontman von Slipknot und Gründungsmitglied von Stone Sour ist, pünktlich zum Sonnenuntergang vor „vollem Haus“. Dies war auch nicht anders zu erwarten, ist er doch ein gern gesehener Gast und Publikumsmagnet bei Rock im Park. Im Gepäck hatte er neben seinen Solo-Stücken auch einige Slipknot und Stone Sour Nummern. Dementsprechend aufgeladen war auch die Stimmung vor der Mandora Bühne. Es wurde laut mitgesungen, wild gesprungen und es gab jede Menge Crowdsurfer. Alle die ihn verpasst haben können sich schon auf nächstes Jahr freuen, denn es steht bereits fest – SLIPKNOT wird als erster großer Headliner 2025 die Parkrocker*innen zum Toben bringen.

Den krönenden Abschluss des zweiten Tages und einen ordentlichen Abriss lieferten PARKWAY DRIVE. Die australische Metalcore-Band bot eine spektakuläre Show mit donnernden Riffs und kraftvollen Vocals. Mit Songs wie „Prey“ und „The Void“ brachten sie das Publikum in Ekstase und bewiesen, warum sie zu den Top-Headlinern des Festivals zählen. Ihre Performance war ein perfekter Abschluss für einen Tag voller musikalischer Highlights 

Text & Fotos © Matthias Utz